Drei Tage in Perth

Mit einer Distanz von 2139 Kilometern zur nächsten Stadt (Adelaide, im Süden Australiens), ist die aufstrebende australische Metropole Perth die isolierteste Stadt der Welt. Von dieser Einsamkeit ist jedoch in der City nichts zu spüren: Zahlreiche Galerien, Boutiquen, Restaurants, Cafés und Bars verleihen Perth ein hippes Flair, welches durch die Lässigkeit, für die der Westen des Landes bekannt ist abgerundet wird. Unsere Australien-Reporterin Petra hat sie dich Stadt und ihre Umgebung drei Tage lang angeschaut und verrät euch hier, was man sich nicht entgehen lassen sollte.

Tag 1: Von der City bis nach Chinatown
Die Sonne scheint, der Himmel ist wolkenlos und blau: Ein ganz normaler Wintertag in Perth. Und so ist schnell beschlossen, dass ich die Stadt zu Fuß erkunden werde. Als erstes geht es in das CBD (Central Business District), wo Shoppingmeilen und coole Cafés Besucher zu sich locken. Zugegeben, die City und ihr Malls, wie die auf der Murray und Hay Street sind nicht so groß wie die in Melbourne oder Sydney aber man kann dennoch wunderbar einkaufen. Und da ich kurz vor Ende meiner Reise stehe, beschließe ich jedes kleine Luftloch meines Backpacks mit Souvenirs und Klamotten zu füllen. Ein bestimmtes Shopping-Center hat es mir da besonders angetan: Watertown Brand Outlet Center, was sich gleich hinter dem Hauptbahnhof befindet. Große Marken, wie Oakley oder Adidas bieten hier ihre Ware zu günstigen Preisen an. Ob eines eurer Lieblingslabels dabei ist, könnt ihr hier online nachlesen.
Nachdem ich dann fast fünf Stunden mit anprobieren, bezahlen und umtauschen verbracht habe, ist es Zeit für eine Stärkung in Chinatown. Im Stadtteil Northbridge, ebenfalls gleich hinter dem Bahnhof findet man den etwas alternativ angehauchten Stadtteil, der am Wochenende zur Partyhochburg mutier und ebenfalls die Heimat des Chinatowns ist. In der Woche kann man aber wunderbar über die William Street schlendern, einen leckeren Kaffee bei Little Willy`s trinken und sich danach das einen oder andere Bier (bevorzugt Swan Draught aus Western Australia) im Bird oder Ezra Pound genießen. Asiatische Supermärkte oder Restaurants findet man ebenfalls auf besagter Straße aber auch in kleinen Seitengassen und Hinterhöfen.

Tag 2: In der Wüste der Pinnacles
Der zweite Tag beginnt recht früh, denn es geht entlang der Westküste zum Nambung National Park, wo seltsame Steinformationen, genannt Pinnacles in Mitten einer Sandwüste zu finden sind. Nach nur zwei Stunden Fahrt erreiche ich auch schon das Ziel, welches mich dann doch sehr an das Set von Star Wars erinnert. Klettern ist zwar strengstens verboten aber die meisten Besucher lassen sich davon nicht abhalten. Das Gelände kann man zu Fuß oder mit dem Auto erkunden, wofür man auch nicht unbedingt einen Wagen mit Vierradantrieb braucht – schaden kann es jedoch nicht.

 

Der Eintritt in den Nationalpark kostet für ein Fahrzeug schlappe 12 Australische Dollar für den ganzen Tag und beinhaltet auch den Zutritt zu einem kleinen Discovery Center, wo man sich über die erstaunliche Landschaft schlau machen kann.
Bei gutem Wetter kann man hier problemlos einen ganzen Nachmittag verbringen – nur die Lunchtüte und das Trinkwasser sollten nicht vergessen werden.
Alle Infos zum besagten Nationalpark gibt es hier.

Tag 3: Frühstück, Kunst und Sonnenuntergang
Am letzten Tag in Perth will ich vor allem eins: entspannen! Nachdem ich fünf Monate non stop auf Achse war, brauche ich unbedingt einen Tag ohne Zeitdruck und Termine. Und so schlafe ich erst einmal aus und gehe dann erst einmal in Ruhe Frühstücken. Wo? In Uncle Joe’s Mess Hall, mitten in der City von Perth. Das Essen ist super lecker, der Kaffee stark und das Personal total nett.
Wohl genährt und voll auf Koffein mache ich mich auf zum Perth Cultural Centre, wo sich diverse Kunsteinrichtungen wie Theater, Galerien und Museen alle an einem Ort befinden. Interessiert man sich für die Kunst der Aborigine, lohnt sich vor allem der Besuch der Art Gallery of Western Australia, wo vor allem viele lokale Künstler aus dem Westen ihre Werke ausstellen. Wer noch nicht genug der schönen Künste hat, kann sich danach noch die Ausstellung im Contemporary angucken oder eine Aufführung im State Theater Centre of Western Australia anschauen. Den Spielplan gibt es hier.
Da auch heute das Wetter wunderbar ist und morgen meine Heimreise ansteht, beschließe ich den Tag am Strand ausklingen zu lassen. Mit dem Bus geht es zum City Beach, was von der Stadt aus ca. 3 Dollar kostet. Gleich am Strand findet sich auch ein nettes Café, von wo aus man auch den atemberaubenden Sonnenuntergang genießen kann. So, und nicht anders habe ich mir meinen letzten Abend in Down Under vorgestellt…

"Wir sind selber leidenschaftliche Weltenbummler und möchten mit Ihnen unsere Passion teilen."

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