Heiß und kalt – Die Blaue Lagune auf Island

Als bekennende Game of Thrones-Fans wollten Adriana, Thomas und ich uns selber von der Magie Islands überzeugen und buchten kurzerhand einen Kurztrip auf die Insel im hohen Norden. Das am dünnsten besiedelte Land Europas gleicht landschaftlich einem Märchen: Gletscher, Vulkane, Wasserfälle und Lagunen umgeben von rauer Natur, heißen Quellen und bunten Polarlichtern. Natürlich durfte ein Ausflug zur berühmten Blauen Lagune und ein Bad im heißen Wasser nicht fehlen:

Die Blaue Lagune gehört mittlerweile zu den Highlights eines Islands-Aufenthalts. Kein Wunder, denn dem blau schimmernden Wasser werden heilende Kräfte nachgesagt. Hautkrankheiten und Rückenbeschwerden werden sichtlich gelindert. Zwei meiner Kollegen und ich wollten uns selbst überzeugen.

Die berühmten Nordlichter kann man auch auf Island bewundern.
Die Insel ist der Traum aller Outdoor- und Freiluft-Fans.

 Schwarzes Lavagestein und türkisfarbenes Wasser

Zwischen dem internationalen Flughafen Keflavik und der Hauptstadt Reykjavik liegt die Blaue Lagune – ideal also für einen Zwischenstopp, bevor es in die Stadt geht.
Im April 2015 unternahmen zwei meiner Kollegen und ich einen Kurztrip auf die Insel aus Feuer und Eis. Natürlich durfte ein Bad in der heißen Quelle auch nicht fehlen. Mit dem Bus dauerte die Fahrt ungefähr eine halbe Stunde aus der Stadt. Es ging vorbei an eben dieser Landschaft bis wir an dampfenden Quellen vorbei fuhren und dem Ziel immer näher kamen.

Aus der ganzen Welt tummeln sich Menschen in der heißen Quelle.

Von der Umkleidekabine bis zum Wasser sind es zum Glück nur wenige Meter, die man im weißen Bademantel zurücklegt. Die Temperaturen waren anders als im frühlingshaften Deutschland Anfang April: Es war knapp über 6 Grad und ein eisiger Wind fegte uns ins Gesicht. Also nichts wie rein ins heiße Wasser und: Relaxen! Der Kontrast zwischen heiß und kalt ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch nach wenigen Sekunden ist es einfach nur wohlig warm und gemütlich. Nach ungefähr 30 Minuten ist die Haut runzelig und man sollte für kurze Zeit aus dem Wasser heraus. Auf einer der Liegen, die sich über dem Bistro mit Blick auf die Lagune befinden, kann man sich prima ausruhen.

Im heißen Wasser stehen und einen kühlen Drink genießen.
Blick auf die Anlage der Blauen Lagune.

 In einer riesigen Freiluftbadewanne alles um sich herum vergessen

Dichte Wasserdampf-Woken verschleiern uns die Sicht, nur der Wind reißt für Sekunden Löcher in den dichten Rauch und gibt den Blick frei auf andere Mitbadende. Alle dümpeln genüsslich im Wasser und genießen die wohlige Wärme auf der Haut. Mit einem Cocktail oder einem Kaltgetränk in der Hand sich einfach treiben lassen – selbst bei Regen.
Die Lagune ist das ganze Jahr über gut besucht, ganz gleich bei welchem Wetter. Unser Tipp: Wenn möglich bringt euren eigenen Bademantel mit. Man kann sich zwar für ca. 10 Euro einen leihen, doch leider kann es passieren, dass euer geliehener Bademantel nach eurem Bad einen neuen Besitzer hat. Und dann steht ihr da in der Kälte – und müsst euch auch einen fremden Bademantel ausleihen, so wie wir.

Die Blaue Lagune ist nicht auf natürlichem Wege entstanden.

Übrigens ist die Lagune nicht natürlich entstanden, wie man meinen könnte, sondern verdankt ihre Existenz dem Geothermalkraftwerk Svartsengi. Dessen überflüssiges Wasser in den umgebenden Lavafeldern bildete einen See.

Mehr Infos zur Blauen Lagune findet Ihr hier.

"Wir sind selber leidenschaftliche Weltenbummler und möchten mit Ihnen unsere Passion teilen."

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