Gumbo – New Orleans auf einem Teller

Die Disney-Prinzessin Tiana aus dem Film „Küss den Frosch“ hat einen Traum: Sie will in New Orleans ein Restaurant aufmachen – mit allem was dazu gehört: Jazzmusik, Südstaaten-Flair und Gumbo, die Leibspeise aller Bewohner von „Big Easy“.
New Orleans gilt als „Food City“ schlechthin in den USA und die Trickfilmheldin wäre nicht die erste, die mit ihrem Lieblingsgericht Geld verdienen möchte. In einer Stadt, in der große Fast-Food-Ketten kollektiv boykottiert werden und Restaurants mit Historie, traditionellen Gerichten und einer unvergleichlichen Atmosphäre die kulinarische Szene regieren, dreht sich alles ums Essen. Tradition wird hier groß geschrieben.

Fast jedes Restaurant in New Orleans hat Gumbo auf der Speisekarte.

Schmelztiegel verschiedener Einflüsse

Die Stadt am Mississippi ist Schmelztiegel spanischer, französischer, karibischer und afrikanischer Einflüsse. Die Gumbo vereinigt diese unterschiedlichen Einflüsse gekonnt in einem Eintopf.
Die Disney-Heldin Tiana stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen, also kochte sie im Film die Cajun-Variante mit starken Gewürzen und dunkler Soße. Die kreolische Variante ist heller und ein wenig leichter. Die Gumbo ist ein mit einer dunklen Mehlspitze – der Roux – gebundener Eintopf. Der Name hat verschiedene Wurzeln, zum einen entstammt er dem Bantu-Wort für Okra, „ki ngombo“, zum anderen dem Wort der Choctaw-Indianer für den Sassafrasbaum:„kombo“ – beides sind noch immer Hauptbestandteile einer Gumbo. Dazu kommen Meeresfrüchte, Fisch und manchmal auch Geflügel oder geräucherte Würste. Nichts für Kalorienzähler oder Menschen auf Diät!
Eine Grundlage für viele Gerichte in beiden Küchentraditionen und deshalb auch in der Gumbo bildet die sog. „Heilige Dreifaltigkeit“ (Holy Trinity), die aus fein gehackten Zwiebeln, Gemüsepaprika und Staudensellerie besteht. Ohne diese drei Zutaten geht nichts.

Selbst die größten Katastrophen in der Geschichte der Stadt waren stets mit Essen verbunden – und das im positiven Sinne. 1929 etwa, als es einen großen Straßenbahnstreik gab und die Arbeit ihre Familien und sich nicht mehr ernähren konnten und kurz vorm Verhungern waren. Da eröffneten zwei Arbeiter kurzerhand ein Restaurant und verteilten unter ihren Kollegen, den „Poor Boys“ für umsonst ein üppig belegtes Sandwich – daraus entstanden die Po‘ Boys. Die Baguettes werden mit saftigem Rindfleisch, frittierten Garnelen oder würziger Wurst belegt. Heute ist das Restaurant noch immer eine feste Institution in der Stadt.

Straßenmusiker sind in New Orleans an jeder Ecke zu finden.
Auf der berühmten Bourbon Street herrscht französischer Flair.

Jazz, Blues und New Orleans

Unsere Sales-Kollegin Nadine war schon in der Stadt am Mississippi – hier ein kurzer Auszug ihrer Reise:

„Im Bayou Segnette Nationalpark fanden wir einen optimalen Campingplatz und konnten täglich die kostenlose Fähre nach New Orleans nehmen. Und so tauchten wir in die Stadt des Jazz&Blues ein.
Wir hatten Glück und am Wochenende gab es gleich zwei Festivals. So genossen wir am Hafen das Seafood Festival mit Live Musik und Köstlichkeiten rund um Meeresfrüchte. Im Lafayette Park gab es das ganze Wochenende das Blues und Barbecue Festival. Hier hatten wir die Möglichkeit, die kreolische Küche zu kosten. Probiert unbedingt Jamalaya und natürlich die Gumbo.
Ich kann nur sagen, New Orleans ist eine tolle Stadt mit viel Flair und fantastischer Musik.“

Solltet Ihr nun auch Lust haben in die Stadt am Mississippi zu fahren, meldet Euch bei uns!

"Wir sind selber leidenschaftliche Weltenbummler und möchten mit Ihnen unsere Passion teilen."

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