Barbecue – Der Nationalsport der USA

Quelle: http://www.tmbbq.com/

Das Feuer brennt, die Holzkohle hat die richtige Temperatur, duftende Rauchschwaden strömen gen Himmel und das Fleisch ist bereit: Grillen zählt seit Jahrhunderten zu den Lieblingsbeschäftigungen der Menschen. Besonders Männer neigen dazu, sich in den Grillmeister schlechthin zu verwandeln, sobald sie vor den heißen Kohlen stehen. Gerade im Sommer zählt das Brutzeln über offenem Feuer zu den beliebtesten Unternehmungen.

Grillen oder Barbecue sind mittlerweile zu einer Art Volkssport auf der ganzen Welt mutiert. In Wettkämpfen wird der beste Grillmeister gesucht und für die Teilnehmer ist es eine Ehrensache, dabei zu sein und das Stück Fleisch auf die bestmögliche Art zu grillen.

Ursprünglich stammt das Wort Barbecue vom spanischen Wort „barbacoa“ ab. Mehrere Bedeutungen tummeln sich um dieses Wort: Einmal bezeichnet es das Kochen über trockener Hitze, während eine weitere Bedeutung die Geräte, mit denen gegrillt wird, meint.

 Ein Hauch von Rauch liegt in der Luft

Ein saftiges Stück Fleisch auf dem BBQ-Grill – was will man(n) mehr. (Bild: pixabay)

Während hier bei uns in Deutschland Barbecue und Grillen gleichgesetzt werden, wird in den USA ein deutlicher Unterschied gemacht. Beim Barbecue (oder auch BBQ) wird das Fleisch nicht gegrillt, sondern auf geringer Temperatur mit indirekter Hitze langsam gegart. Dieses „low-and-slow“ Prinzip kann sogar bis zu 18 Stunden dauern – da sind die Amerikaner geduldig. Für ein gutes Stück Fleisch nehmen sie die Mühe auf sich. Wichtigster Unterschied zum Grillen: Das Barbecue-Grillgerät muss mit einer Haube ausgestattet sein!

Unsere Kollegin Jessica stammt aus New Mexico und ist mit der „Sportart BBQ“ aufgewachsen. Sie fasst das Phänomen American Barbecue zusammen: „In vielen US-Bundesstaaten gehört BBQ zur lokalen Kultur. Gerade die Saucenvielfalt macht den Unterschied. Während es im Süden süßer zugehen kann, kann es im Norden ruhig scharf und würzig sein.“

Während Kansas City für seine süßen Saucen bekannt ist, überwiegt in North Carolina eine säuerliche Note. Als die Heimat des American BBQ gilt der Süden der USA: Auf den großen Farmen veranstalteten die Plantagenbesitzer und Bauern Barbecues. Welche Version der BBQ-Sauce einem besser schmeckt, ist eine ganz individuell Geschmackssache – am besten einfach alle austesten!

Im Netz findet Ihr zahlreiche Rezepte für ein gelungenes BBQ. Wir haben unseren Favoriten für Euch rausgesucht:

Rezept für Santa Maria Style Barbecue

1 Burgermeisterstück mit Fettkappe (ca. 800 g Fleisch)

1 EL Smoked Sea Salz

1 EL Smoked Pfeffer

2 TL Knoblauchpulver

1 TL Cayennepfeffer

1 EL getrockneter Oregano

1 TL getrockneter Salbei

Zubereitung

Die Gewürze in eine Schüssel geben, das Fleischstück mit der Gewürzmischung von allen Seiten bestreuen und dann für eine Stunde in den Kühlschrank legen. In der Zwischenzeit kann der Grill vorgeheizt werden, allerdings nur auf einer Seite. Die eine Seite des Rosts mit den glühenden Kohlen wird dann zum scharfen Angrillen des Fleisches verwendet, während auf der kühleren Seite indirekt gegrillt wird. Auf der heißesten Stelle des Grills wird das Fleisch 4 – 5 Minuten pro Seite scharf angebraten und im Anschluss daran 45 – 90 Minuten (je nach Größe des Fleisches und Temperatur des Grills) auf der kühlen Seite indirekt gegrillt.

Wer zum Thema American Barbecue mehr erfahren möchte, dem empfehlen wir den Blog TMBBQ – oder eine kulinarische Reise durch die USA um die Unterschiede selbst zu erschmecken.

"Wir sind selber leidenschaftliche Weltenbummler und möchten mit Ihnen unsere Passion teilen."

Noch keine Kommentare

Haben Sie Anmerkungen?