Die Migration der Gnus hat begonnen

Außergewöhnlich früh sind dieses Jahr die Gnus zu ihrer großen Wanderung von der tansanischen Serengeti Richtung Masai Mara in Kenia aufgebrochen. Wie unsere Partner vor Ort sowie das kenianische Fremdenverkehrsamt berichten, wurden bereits Ende Juni die ersten Gnu- und Zebraherden in der Region Sand River an der kenianisch-tansanischen Grenze gesichtet. Inzwischen haben sie bereits den Mara-Fluss überquert. Üblicherweise findet die weltweit bekannte Tierwanderung von August bis Oktober statt. Riesige Tiermassen schieben sich dann durch die Weiten der Serengeti in die grünen Weidegründe der Masai Mara. Ein atemberaubendes Spektakel, bei dem der bis zum Horizont reichende Anblick Tausender Gnus, das laute Blöken, Schnauben und Stampfen der Herde sowie der besondere Geruch der Tiere Beobachtern schier die Sinne raubt.

Von T. R. Shankar Raman -
Jedes Jahr brechen ganze Scharen von Gnus und Zebras zu ihrer großen Wanderung auf. (Bild: T.-R.-Shankar-Raman)
Dramatische Szenen – mit und ohne Happy End

Insbesondere an den Steilufern der Flüsse, die bei dieser Wanderung überquert werden müssen, spielen sich aufregende Szenen ab. Tagelang drängen sich dort die Tiermassen und warten ab – bis das erste, mutige Tier in die Fluten springt. Damit ist der Knoten geplatzt, hunderte bis tausende Artgenossen folgen dem Anführer. Plötzlich wollen alle möglichst schnell und im sicheren Schutz der Herde das andere Ufer erreichen. Wie vom Teufel gejagt erkämpft sich jeder einzelne seinen Weg – was oft in Tumulten endet, bei denen einige Tiere verletzt oder nieder gerannt werden. Sie sind leichte und wohlgesehene Beute für die Krokodile im Fluss, die dort schon auf Leckerbissen lauern. Viel zu oft findet die Reise eines Gnus hier ein Ende – Besonders junge oder sehr alte Herdentiere müssen zurückgelassen werden. Und doch gibt es auch manchmal ein Happy End: Wenn das Gnu-Baby nach langen Rettungsversuchen erschöpft, aber lebendig neben seiner Mutter am anderen Ufer steht oder wenn ihm andere Tiere der Herde zu Hilfe eilen.

Von duongvinhhoang
Die dramatischen Szenen am Fluss sind typisch für die Migration der Gnus und Zebras. (Bild: duongvinhhoang)
Gnus und Zebras stehlen den Big Five die Show

Die Gnu-Wanderung ist wohl die aufregendste aller Safaris – auch wenn man hier nicht die Big Five, sondern „nur“ Gnus und Zebras zu sehen bekommt. Es ist ein pures Tiererlebnis, bei dem man den Zusammenhalt der Herden hautnah erleben kann.

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So viele Zebras auf einmal bekommt man nur selten zu sehen.
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Tausende Gnus bescheren ganz besondere Safari-Erlebnisse.

Diese und andere spannende Safaris könnt Ihr mit uns erleben! Unsere Reise Spezialisten verraten Euch gerne, wo ihr wann welche Tiere vor die Linse bekommt.

(Startbild: Ulla Trampert_pixelio.de)

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