Bryce Canyon – Der Hoodoo-Zauber in den USA

Eines ist klar: Wer die Farbe Orange nicht mag, ist im Bryce Canyon National Park in Utah fehl am Platz. In den verschiedensten Orange-Schattierungen erstreckt sich der fälschlicherweise als Schlucht bezeichnete Nationalpark einzigartig vor dem Auge des Betrachters und macht ihn zu einem unvergleichlichen Erlebnis während der Reise durch den Westen der USA. Sonja von Join The Sunny Side berichtet für euch über ein Meisterwerk der Natur.

Der erste Blick über die mit Tausenden von faszinierenden Felsformationen, den sog. „Hoodoos“, gefüllten natürlichen Amphitheater im Bryce Canyon National Park lässt staunen. Beinahe unwirklich erscheint der Anblick des orangenen Naturspektakels, wenn man auf einem der zahlreichen Aussichtspunkte kurz innehält und zu begreifen versucht, welch wunderschönen Ort auf dieser Erde uns die Natur da mal wieder geschenkt hat. Die bis zu 60 Meter in die Höhe ragenden Zapfen bilden ein so beeindruckendes Kunstwerk, bei dem man sich kaum vorstellen kann, dass es allein die Natur gewesen sein soll, die dieses Meisterwerk geschaffen hat.

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Der Bryce Canyon erweckt den Eindruck eines natürlichen Amphitheaters.

Keine Schlucht im eigentlichen Sinne

Entstanden ist der fälschlicherweise als Canyon („Schlucht“) bezeichnete Bryce Canyon über Millionen von Jahre hinweg durch ein Zusammenspiel von Wassermassen, Eis und Erosion. Tatsächlich wird eine Schlucht jedoch dadurch ausgezeichnet, durch die Wasserkraft eines Flusses geschaffen worden zu sein, der sich über viele Jahre einen Weg durch das Gestein bahnt und die Gesteinsschichten so nach und nach abträgt. Bestes Beispiel ist der im benachbarten Bundesstaat Arizona gelegene Grand Canyon, der durch die Wassermassen des Colorado Rivers geformt wurde. Doch ob nun Canyon oder nicht, beeindruckend bleibt der Bryce Canyon in jedem Fall und als ich das erste Mal die ungewöhnlichen Hodoos vor mir sah, konnte ich es kaum abwarten, den Nationalpark nicht nur „von oben“ zu betrachten, sondern auch tatsächlich einmal in das Tal hinunter zu spazieren.

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Auch der Blick vom Tal hinauf ist einen Besuch des Bryce Canyon wert.

Ein unvergleichlicher Anblick

Denn eine Wanderung in den Canyon hinein bietet die Möglichkeit, den Nationalpark noch einmal von einer ganz anderen Facette kennenzulernen. Die Farbenspiele „hier unten“ sind magisch, die Umgebung irgendwie merkwürdig, beeindruckend und zugleich einfach nur wunderschön. Und auch wenn man in dieser ungewöhnlichen Kulisse hinter der nächsten Ecke beinahe ein Fabelwesen erwarten würde, so trifft man hier einige der tierischen Bewohner des Parks. Darunter unter anderem kleine Zieseln, die unbekümmert über die Wanderwege hopsen und eine wahre Attraktion für die Reisenden darstellen. Schön haben sie es hier, in ihrer orangefarbenen Märchenwelt und es fällt beinahe schwer diesen magischen Ort wieder zu verlassen.

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Eine Begegnung mit einem Ziesel im Bryce Canyon ist keine Seltenheit.

Obwohl der Westen der USA einiges zu bieten hat: Unvergleichlich bleibt der Anblick des Bryce Canyon und macht ihn somit zu einem unvergesslichen Erlebnis während der USA-Reise.


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Bornsonja2 and raised in Germany hat es Sonja bereits mehrmals in die Ferne gezogen. Gelebt und gearbeitet hat sie dabei unter anderem schon im sonnigen Australien und zuletzt in der Weltmetropole New York. Auf ihrem Blog „Join The Sunny Side“ nimmt sie uns mit auf ihre Reisen und berichtet hier jeden zweiten Sonntag für uns von ihren Reisegeschichten und Erlebnissen rund um den Globus.

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