Tipps zum Autofahren in Südafrika und Namibia

In eigenem Tempo und mit dem Hauch absoluter Freiheit ein Land zu erkunden ist eines der schönsten Gefühle, die sich ein Reisender wünschen kann. Aber hinterm Steuer auf fremden Straßen gibt es Einiges zu beachten. Wir zeigen euch, wie ihr in Südafrika und Namibia sicher ans Ziel kommt.

Allgemeine Tipps zum Autofahren in beiden Ländern

Linksverkehr!

In beiden Ländern herrscht Linksverkehr! Das ist zunächst zwar etwas seltsam, aber man gewöhnt sich schneller dran, als man denkt. Am einfachsten ist es, sich am Anfang an anderen Autos zu orientieren. Wer es sich ein wenig leichter machen will, mietet einen Automatik-Wagen, sodass man sich zumindest nicht auch noch auf das schalten mit der anderen Hand gewöhnen muss.

Höchstgeschwindigkeit beachten

Und das nicht nur, weil es auch in Namibia und Südafrika Blitzer und Polizeikontrollen gibt. Gerade abseits der großen Straßen und in den Nationalparks kann der Fahrbahnzustand schon mal schnell ein wenig herausfordernd werden. Achtet auch unbedingt auf Warnschilder zu Bodenwellen, scharfen Kurven und Schlaglöchern. Diese stehen da durchaus berechtigt!

Vorsicht, Tiere! 

Zwar ist der Moment, wenn plötzlich ein Elefant oder ein Nashorn über die Straße läuft, absolut magisch, dennoch sollten man zu den Tieren einen gesunden Abstand halten. Besonders Elefantenbullen sind oftmals aggressiv und sollten besser aus der Ferne bewundert werden.

Haltet zu Elefanten besser respektvollen Abstand - auch aus der Ferne sind sie absolut atemberaubend!
Haltet zu Elefanten besser respektvollen Abstand – auch aus der Ferne sind sie absolut atemberaubend!

Auch auf Affen solltet ihr Acht geben. Haltet die Fenster und Türen geschlossen, sollte eine Horde mal die Straße vor euch belegen. Die Tiere sind unheimlich flink und schnappen sich alles (wirklich alles!), was nicht niet- und nagelfest ist. Und glaubt uns, ihr wollt darauf verzichten, plötzlich eurer Kamera hinterher rennen zu müssen.

Überholen

Solltet ihr unterwegs sein und ein Auto will euch offensichtlich überholen, macht ihm Platz, indem ihr auf den linken Ersatzstreifen ausweicht. Der andere Autofahrer wird es euch mit einem Warnblinker-Zeichen danken, antworten könnt ihr ihm mit der Lichthupe.

„First come, first drive“ statt „Rechts vor Links“

Wenn ihr an eine Kreuzung ohne Ampel kommt, dann gilt hier nicht wie in Deutschland das Gebot „Rechts vor Links“, sondern es fährt derjenige als erstes, der die Kreuzung als erstes erreicht hat. Wenn ihr euch mal unsicher seid, verständigt euch kurz mit Handzeichen, damit es zu keinen Missverständnissen kommt. In der Regel sind solche Kreuzungen auch immer mit einem Stopp-Schild zu allen Seiten markiert – diese solltet ihr auch unbedingt beachten.

Licht an 

Lasst auch tagsüber die Scheinwerfer an, sodass euch entgegenkommende Fahrer auch auf staubigen Strecken schnell entdecken können.

Wertsachen

Lasst niemals Wertsachen offensichtlich im Auto liegen. Versteckt sie gut, ggf. in unauffällig aussehenden Plastiktüten. Lasst auch in den großen Städten die Fenster geschlossen – ihr wärt nicht die ersten Reisenden, denen an einer Kreuzung die Kamera aus der Hand geklaut wird. Besonders in Südafrika ist die Schere zwischen Armen und Reichen groß und Diebstähle sind hier keine Seltenheit. Wer aufmerksam bleibt, kommt um diese unangenehme Erfahrung herum.

Anhalter und fingierte Unfälle

Geht auf eurer Fahrt besser kein Risiko ein – auch, wenn der Anhalter vielleicht ganz nett aussieht und mit Geldscheinen wedelt. Ab und zu werden außerdem Unfälle fingiert, um Autos zu Anhalten zu bewegen. Verständigt lieber die Polizei, statt selbst anzuhalten.

Nicht nachts fahren

Das hat mehrere Gründe und Überfalle spielen hier nur eine untergeordnete Reihe. Zum einen besteht in der Dämmerung und in der Dunkelheit die Gefahr, Wildtiere zu übersehen. Außerdem kann es vorkommen, dass einheimische Autofahrer ohne Licht oder angetrunken (oder beides) unterwegs sind. Versucht immer, vor Einbruch der Dunkelheit an eurem Tagesziel anzukommen. Falls das mal nicht klappen sollte: Fahrt umso vorsichtiger!

Autofahren in Südafrika

Achtung, weißter Minivan

Nehmt euch in Südafrika vor den weißen Minivans in acht. Dies sind Sammeltaxen und sie haben von Straßenregeln meistens noch nie etwas gehört. Abrupte Stopps, plötzliche Wendemanöver und Abbiegen ohne Blinken sind bei ihnen keine Seltenheit. Ihr werdet schnell verstehen, warum diese Vehikel oft recht zerbeult und lädiert daherkommen.

Car Guards

In den Städten Südafrikas werdet ihr um die „Car Guards“ nicht herumkommen, die ihr in fast jeder Straße in ihren gelben oder orangen Westen stehen sehen werdet. Sie zeigen euch freie Parkplätze, weisen euch beim Einparken ein und geben auf euren Wagen acht, während ihr weg seid.  Den Titel „Car Guard“ haben sie sich übrigens selbst verliehen, um so an ein wenig Geld zu kommen. Bedankt euch in jedem Fall für ihre Dienste – 5 Rand sind angemessen.

Autofahren in Namibia

Querrillen. Oder: Die Fahrt übers Wellblech

Der Graus eines jeden Autofahrers in Namibia: Fiese Querrillen. Über diese zu fahren fühlt sich eher an wie eine Fahrt über Wellblech. Und sie sind nicht nur unangenehm zu fahren, durch die geringe Bodenhaftung sind sie auch echt gefährlich. Ihr solltet nicht schneller als 70, max. 80 km/h fahren und besonders in den Kurven aufpassen und eure Geschwindigkeit rechtzeitig anpassen.

Bleibt auf der Straße

Nicht nur aus Sicherheitsgründen solltet ihr mit eurem Wagen unbedingt auf der Straße bleiben. Auch, wenn ihr selbst nur Sand sehen könnt, stört ihr mit eurer Fahrt ein empfindliches Ökosystem und im Boden lebende Tiere. Außerdem können eure Spuren über Jahrhunderte im Wüstenboden erhalten bleiben.

Tipp: Wer mehr über den Einfluss des Menschen und dessen bleibende Spuren, aber auch etwas über das Leben dort erfahren will, sollte unbedingt in Swakopmund die Living Desert Tour mitmachen!

Richtig gefährlich kann es an den Küsten, bspw. an der Skeleton Coast werden. Hier werdet ihr immer wieder Wagen sehen, die direkt am Strand fahren. Verzichtet darauf und lauft das Stück bis an die Wasserkante lieber. Ihr wollt nicht stecken bleiben und von der Flut überrascht werden.

Eine Mietwagen-Rundreise: Ein wunderbares Abenteuer

Unendliche Weiten, absolute Freiheit
Unendliche Weiten, absolute Freiheit

Wer ein paar wichtige Regeln berücksichtigt, kann auf dem Roadtrip durch Südafrika und Namibia eine atemberaubende Reise erleben. Auch, wenn man mehr Acht geben muss, als vielleicht beim Autofahren in der Heimat, es lohnt sich in jedem Fall, selbstbestimmt diese herrlichen Länder zu erkunden, nur wenige Meter entfernt an Zebras, Giraffen und Gnus vorbei zu fahren und die unendlichen Weiten am Fenster vorbei fliegen zu sehen. In der Regel gibt euch eure Autovermietung auch noch wertvolle Tipps und Hinweise mit auf den Weg, ehe ihr mit eurem Auto aufbrecht.

Ihr wollt Namibia oder Südafrika auf einer Mietwagen-Rundreise selbst erleben?

Wie wäre es mit einer 12-tägigen Rundreise durch Südafrika inklusive Kapstadt, der Garden Route und aufregender Safari? Oder doch lieber nach Namibia: 14 Tage lang könnt ihr die herrliche Ruhe und unwirklichen Welten des Landes erkunden. Oder kombiniert beide Länder auf einer unvergesslichen, 23-tägigen Rundreise mit dem Mietwagen und erlebt zwischen Kapstadt und Windhoek einzigartige Abenteuer und die absolute Freiheit. Wir beraten Euch gerne zu euren Möglichkeiten, im eigenen Tempo diese und weitere afrikanische Länder mit dem Wagen zu bereisen.

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