Von wegen Curry ist Curry – in Asien kocht jedes Land nach eigener Rezeptur

Wie überraschend vielfältig die asiatische Küche ist, zeigt sich besonders gut am Beispiel der Currys. Werfen wir Europäer die würzigen Gerichte doch gerne mal in einen Topf, gibt es in Wirklichkeit viele Unterschiede in der Zubereitung. Diese liegen zum Teil ganz offensichtlich auf der Hand, einige verstecken sich aber auch im Detail. Wir haben unsere Nasen in die Rezeptbücher der einzelnen Länder gesteckt und für euch zusammengestellt, wie ein Curry wo zubereitet wird.

indische küche
Auf die Gewürze kommt es an – sie verleihen jedem Curry seine ganz besondere Note.

Currys aus Sri Lanka

Schon zu Zeiten, in denen die Insel noch Ceylon hieß, handelten verschiedene Kulturen und Nationen wie die Inder, die Portugiesen, die Holländer und die Malaien mit den Gewürzen, die hier angebaut wurden – darunter Zimt und Nelken. Der Einfluss dieser „Durchreisenden“ ist noch heute in den Gerichten der Insel erkennbar, so etwa der Safran der Araber oder der Chilli der Portugiesen. Grundlage des Currys aus Sri Lanka ist immer der Reis. Dieser wird mit Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch oder Geflügel, Bohnen oder Linsen kombiniert. Scharfe Chutneys und Sambals mit Kokosnuss, Zwiebeln, Zitronensaft und Fruchtstücken sind die ideale Beilage. Typisch für Sri Lanka sind auch die „schwarzen Currys“ – mit dunkelbraun gerösteten Gewürzen.

Currys aus Indien

Die indischen Currys sind wohl die bekanntesten – indische Restaurants sind fester Bestandteil der Gastronomie in so gut wie allen größeren Städten der Welt. Typisch für das indische Curry sind die Masalas – die verschiedenen Gewürzmischungen bestehend zum Beispiel aus Kurkuma, Kreuzkümmel und Chilipulver. Diese Mischungen variieren in den vielen indischen Regionen stark. Allen Currys gemein sind die frisch zubereiteten Marinaden, in denen Fleisch und Fisch eingelegt werden bevor sie langsam und lange köcheln. Zum Curry werden Reis und Naan gereicht. Eine Sauce, kreiert unter anderem aus Zwiebeln, Joghurt und Tomaten, oder Butter runden das leckere Gericht ab.

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Reis, Saucen, Gewürze und Fleisch und/oder Gemüse – fertig ist das Curry, eine leckere Mahlzeit. (Bild: w.r.wagner_pixelio.de)

Currys aus Malaysia

Da Malaysia an jahrhundertealten Handelsrouten liegt, wurden und werden alle Bereich des Lebens von den verschiedensten Einflüssen geprägt. Diese haben Malaysia zu einem multikulturellen und multiethischen Land gemacht, dessen Vielfalt sich auch in der Küche widerspiegelt. Wer in Malaysia also die verschiedenen Curry-Gerichte probiert, der macht eine kleine kulinarische Reise durch die halbe Welt. Typisch für die Currys aus Malaysia ist eine Gewürzmischung aus Kurkuma, Kokosnussmilch, Schalotten, Ingwer, Garnelen-Paste, Chilis, Knoblauch und oft auch Tamarinde. Damit verfeinern die Malaien alle möglichen Nahrungsmittel – von Huhn über Shrimps und Garnelen bis hin zum Lamm.

Currys aus Thailand

Die thailändischen Currys lassen sich in vier Arten gliedern: Grünes Curry, Rotes Curry, Gelbes Curry und Massaman Curry. Dabei bilden verschiedene Pasten, welche auch für die jeweiligen Farben verantwortlich sind, die Grundlage – meist sind Chili, Knoblauch, Schalotten, Galgant und Koriander-Wurzel feste Bestandteile. Dazu servieren die Thailänder nicht selten Rindfleisch, Meeresfrüchte, Ananas und Garnelen.

Na – läuft euch das Wasser bereits im Munde zusammen? Dann solltet ihr euch gleich ein Curry kochen – Rezepte gibt es etliche. Eins können wir verraten: alle Varianten sind absolut lecker! Natürlich schmecken die Currys aber im eigenen Land am besten. Verwöhnt euren Gaumen in Indien, Sri Lanka, Malaysia oder Thailand. Wir bringen euch hin!

 

(Startbild: Jungfernmühle_pixelio.de_)

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