Ein Land und seine Lady

Dem bewegenden Leben der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ist der Film The Lady gewidmet. Das Werk des Filmemachers Luc Besson erzählt die wahre Geschichte der Freiheitskämpferin, gespielt von Michelle Yeoh, ihrer tragischen Ehe und wie sie aus politischen Gründen insgesamt 15 Jahre unter Hausarrest stand, der erst während der Dreharbeiten aufgehoben wurde.

Die „unglaubliche Liebesgeschichte“ vor dem Hintergrund politischen Aufruhrs, wie die Hauptdarstellerin selbst „The Lady“ beschreibt, ist nicht zuletzt die spannende und berührende Geschichte eines Landes. Myanmar, ehemals Birma, stand seit dem Jahr 1962 unter einer Militärherrschaft und hat erst seit 2011 ein ziviles Staatsoberhaupt. Gewalt und Unterdrückung waren jahrzehntelang an der Tagesordnung.

Dies bekam auch Aung San Suu Kyi, geboren am 19.06.1945 in Rangun, zu spüren. Seit den späten 80er-Jahren setzte sie sich für die gewaltlose Demokratisierung ihres Heimatlandes ein. Dafür wurde sie im eigenen Land unter Hausarrest gestellt und erst im Jahr 2010 entlassen. International gewann sie dagegen mehr und mehr Anhänger und wurde 1991 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Nach mehr als 22 Jahren Widerstand gegen die Militärgewalt in Myanmar wurde Aung San Suu Kyi Anfang diesen Jahres mit triumphaler Mehrheit ins Parlament gewählt. Wir freuen uns mit Myanmar über seine ersten und entscheidenden Schritte in Richtung Demokratie und darauf seiner ganzen Schönheit zu begegnen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Ihr itravel-Team

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