Reisetrends 2013: Magisches Südafrika – Safari in der Waterberg-Region

Safari für die Seele im Garonga Camp

Südafrika ist einer der großen Reisetrends für 2013! Das Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents bietet dem anspruchsvollen Individualreisenden alles, was das Herz begehrt. Dabei ist die Südküste mit der Gardenroute und den Winelands in der Nähe von Kapstadt beriets ein Klassiker. Weniger bekannt ist der Nordosten Südafrikas. Diese Region ist noch sehr naturbelassen und ursprünglich und es gibt viel zu entdecken. Der Tourismus beginnt hier gerade erst sich zu entwickeln. Da die Impulse hierfür nicht von großen Veranstaltern, sondern von kleinen, persönlich geführten Lodges und Camps ausgehen wird hierbei sehr auf eine nachhaltige Entwicklung geachtet. Einige dieser Camps haben sich in der Vereinigung der Classic Safari Camps of Africa zusammengeschlossen und hierfür gemeinsame Standards definiert.Diese ermöglicht es den Besuchern ganz nah und direkt in die herrliche Natur der Region einzutauchen, ohne diese mehr als unbedingt nötig zu belasten. Neben den ökologischen Aspekten werden auch soziale Standards beachtet. Faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen sind Garant für ein familiäres Flair in den Lodges, welches sich für den Gast in Form der herzlichen Gastfreundschaft der Südafrikaner widerspiegelt.

Unsere Produktmanagerin Birgit Bergener war für Sie Anfang Dezember 2012 im Nordosten Südafrikas unterwegs und hat aus erster Hand erfahren, welche spannenden Erlebnisse und Wunder Sie hier erwarten. Lesen Sie im ersten Teil ihres dreiteiligen Reiseberichts, was sie auf Ant’s Hill und in der Waterberg-Region erlebt hat:


Kaum zerknautscht landete ich in Johannesburg – der Nachtflug ohne Jetlag war ein optimaler Auftakt für eine viel versprechende Reise! Nach der Ankunft am Flughafen von Johannesburg ging es für mich und meine Mitreisenden dann direkt ab in den Mietwagen und rauf auf die Autobahn. Immer wieder überrascht Südafrika mit seiner topmodernen Infrastruktur. Einzig der Linksverkehr ist zunächst gewöhnungsbedürftig gewesen.

Die erste Reiseetappe führte in den Norden, die Provinz Limpopo. Ihr besonderer Reiz besteht vor allem in ihrer Ursprünglichkeit und natürlich auch darin, dass sie komplett malariafrei ist.

Wenn ich unterwegs auch zunächst etwas schwächelte und micht fragte, ob es die Tour wohl wert ist (normalerweise dauert die Fahrt ca. 3,5 Stunden – bei starkem Regen, wie wir ihn erlebten, waren es nahezu 6), belohnte mich dennoch der Blick aus dem Fenster und – letztendlich – die Ankunft auf der Luxus-Lodge Ant´s Hill, mitten in der Waterberg-Region!

Ant’s Hill liegt idyllisch am Randes eines Hochplateaus

Ich streckte meine mittlerweile müden Knochen und trat in die wunderschöne offene, reetgedeckte, liebevoll eingerichtete Lodge. Bei dem atemberaubendem Blick über die Ebene der Waterberg-Region, der sich hier bietet hielt ich unbewußt den Atem an. Die Weite und Tiefe der Ebene war sehr beeindruckend und manch einem aus unserer Gruppe standen vor Rührung gar die Tränen in den Augen.

Ant und Tessa Baber, die Inhaber der Lodge, haben hier ihren persönlichen Traum verwirklicht. Die Familie Baber kam 1886 von Irland nach Südafrika und kämpfte sich im Planwagen mit ihren paar Habseligkeiten hoch in diese wilde Region als eine der ersten Pioniere. Unvorstellbar, welche Anstrengungen Sie dabei unternommen haben müssen, denn schon der Weg mit dem Auto war ja recht fordernd… Die Liebe und Leidenschaft für die Weite, das Abenteuer und das afrikanische Wildlife, die Ihre Vorfahren hierhin geführt haben ist auch bei Ant und Tessa unverändert. Mitte der 90er Jahre renovierten die beiden das alte Farmhaus der Familie – der Anfang war gemacht. Heute ist Ant´s Hill ein unbeschreiblich schöner Ort, der für jeden alles möglich macht. Man hat das Gefühl, im schönsten Mittelpunkt der Erde zu sein. Ob man die Seele baumeln lässt und wieder zu sich findet, ob man romantische Moment genießen möchte (man kann hier auch wunderbar heiraten!) oder gerne aktiv ist. Hier ist auch der perfekt Ort für Familien, Mountainbike-Fahrer, Wanderer oder Reiter (total egal ob Profi oder blutiger Anfänger!). Tessa stammt aus Kenia und hat ein Faible für Dekoration und Kunst. Dies spürt man in jedem kleinsten Winkel von Ant´s.

Zu Pferd kommt man Natur und Wildlife unglaublich nah

Unglaublich warmherzig und flexibel empfing uns das Team von Ant´s Hill. Morgens haben wir beim gemütlichen Frühstück mit Traumausblick ganz entspannt unseren Tag geplant. Die Tierwelt der Waterberg-Region ist faszinierend und abwechslungsreich – dadurch, dass keine Löwen im Reservat sind, kann man sich hier ohne Bedenken zu Fuß, auf dem Mountainbike oder auf dem Pferderücken bewegen. Ant´s Hill hat über 80 Pferde auf dem Gelände, die mit den wilden Tieren gemeinsam leben. Der Ranger pfeift, die Pferde kommen, werden gesattelt und los geht das Abenteuer! Die Tiere sind daher so vertraut miteinander, dass man an das Wildlife „face to face“ heran kommt. Mit etwas Glück sogar an die sonst sehr scheuen Nashörner!

Ja, die Nashörner. Der einzige Wermutstropfen in dieser scheinbar unverwundbaren Idylle. Die Wilderei in Südafrika hat leider extrem zugenommen. China und Vietnam zahlen horrende Preise für das Horn, so dass mittlerweile durchschnittlich ein Nashorn pro Tag in Südafrika getötet wird. Auch Ant´s ist leider davon betroffen. Aus diesem Grund engagieren sich Tessa, Ant und ihr Team. Sie haben eine Rhino Foundation gegründet, die mit verschiedenen Maßnahmen die Wilderei einzudämmen versucht.

Die Schwesterlodge Ant’s Nest hat ihren ganz eigenen Zauber

Ant´s Nest, die Schwesterlodge von Ant’s Hill, ist ca. 20 Minuten von dieser entfernt. Mit dem Mountainbike 50 bis 60 Minuten. Wir radelten natürlich und starteten die Tour im Schweiße unseres Angesichts. Welch ein Erlebnis! Mitten durch die afrikanische Wildnis, vorbei an vielen kleinen und großen Tieren, da vergisst man schon mal, dass man leicht kurzatmig wird bei den doch recht anspruchsvollen Steigungen. Hier trainieren nicht zuletzt Triathleten und Marathonläufer. Angekommen in Ant´s Nest erwartete uns der nächste atemberaubende Anblick über das weite Land. Diese Lodge ist im kenianischen Stil gestaltet – Magic Africa in Reinform! Es begrüßte uns die beste Freundin von Tessa – Alexandra Spyratos, eine Künstlerin, die ihrer Leidenschaft für Afrika professionell und schwer beeindruckend in ihren Bildern Ausdruck verleiht. Eine außergewöhnliche Frau, die nebenher Zumba für Gehörlose in Kenia unterrichtet. Und bevor wir uns versahen, bekamen auch wir eine Zumba-Stunde – inmitten der afrikanischen Natur!

Abends durften wir die Nashorn-Fütterung unmittelbar am Privathaus von Tessa und Ant miterleben, bei der sogar ein Junges dabei war! Wir waren alle zutiefst berührt.

Ein Buschbarbeque als Stärkung während der Safari

Und so könnte man weiter schwärmen – von den Menschen, den Tieren, dem Picknick inmitten der Natur auf dem Waterbergplateau mit atemberaubendem Blick in die Ebene, von den Haustieren (Pferde und Hunde), die ohne Berührungsangst gemeinsam mit den wilden Tieren leben. Besonders gut gefallen hat mir der kleine Souvenirshop in Ant´s Hill. Die Handwerks-, Kunst- und Schmuckstücke, die hier angeboten werden sind alle von den Angestellten der Lodge hergestellt, die so Ihre Kunstfertigkeit und traditionelles Handwerk pflegen können und sich ein kleines Zubrot verdienen. Ein weiteres Highlight der Lodge ist die unglaublich delikate Küche. Derzeit ist Peter aus Malawi der Haus- und Hofkoch von Ant´s. Er kochte bereits für das Königshaus von Malawi und das merkt man dem Essen durchaus an! Bei all den Schlemmereien war ich sehr dankbar für die vielfältigen Möglichkeit, mich aktiv zu betätigen.

Immer und überall begleitet einen auf Ant’s Hill die spektakuläre Aussicht. Egal, ob nach der Anreise oder wenn es per Mountainbike mal bergauf ging – ein Blick nach vorne reichte und ich war in Sekundenschnelle wieder geerdet – Geist und Seele erfüllt von Glück und Frieden.

Der Abschied von Ant’s Hill fiehl mir schwer. Ich wäre gern noch sehr viel länger geblieben.

Aber die Fahrt Richtung Swaziland hat mich dann schnell getröstet – trotz der ca. 6 Stunden Fahrdauer.

Tafelberge und fruchtbares Land säumen die Strecke nach Swaziland

Einmal mehr wurde mir die unglaubliche Vielseitigkeit von Südafrika bewusst. Die Berge, die wir bestaunten, als wir die Waterbergregion verließen sind hoch und mächtig. Dabei ist die Region unglaublich fruchtbar. Hier werden Bananen, Avocados, Ananas, Mangos, Litschis und viel mehr angebaut. Das milde Klima bietet dabei beste Bedingungen für reiche und köstliche Ernten. Teilweise hatte ich hier wirklich das Gefühl, durchs Paradies zu fahren.

Wie meine Reise mich weiter ins tiefste, ursprüngliche Afrika, bis zur Grenze des weltbekannten Krüger Nationalparks führt, das erfahren Sie im zweiten Teil meines Berichts. Seien Sie gespannt!

Herzlichst, Ihre Birgit Bergener

Folgen Sie Birgit auf Ihrer Reise. Hier geht es zu Teil 2 und Teil 3.

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