Hawaii und der Zauber von Big Island

Hawaii… Allein dieses Wort weckt Träume und Fantasien von einer paradiesischen Inselwelt. Wunderschöne Strände, unberührte Dschungel und die mächtigen Gipfel uralter Vulkane verlocken dazu, die Zeit zu vergessen und die Seele baumeln zu lassen.
Unser Redakteur Tobias Mohrbach hat sich vor ein paar Jahren einen Traum erfüllt und mehrere Wochen auf Hawaii verbracht. Dabei hat ihn Big Island besonders fasziniert. Lesen Sie hier, was den geheimen Zauber von Big Island ausmacht.

Hawaii: Urlaub auf dem Vulkan

Alle Inseln des Bundesstaates Hawaii sind durch vulkanische Aktivität entstanden, aber nur auf der Big Island, die eigentlich Hawaii heißt, kann man heute noch miterleben, wie der Vulkan die Insel jeden Tag wachsen lässt und neues Land gebiert. Big Island ist dabei größer als die Fläche all der anderen Inseln von Hawaii zusammengenommen und bietet eine dementsprechende Vielfalt. Kleinere Inseln wie Maui oder Oahu sind dem Namen nach bekannter und werden klassischerweise mit Hawaii assoziiert. Dies geht aber einher mit vielen Besuchern und den Ansätzen von Massentourismus. Auf Big Island wurde zwar auch eine gute touristische Infrastruktur entwickelt, trotzdem bietet die Insel immer noch viele stille Ecken, die man für sich selbst entdecken kann. Dabei ist es ganz gleich, ob man auf der Suche nach dem Bilderbuchstrand – wahlweise mit weißem oder schwarzem Sand -, türkisblauem Wasser voller bunter Fische oder unberührtem Regenwald ist.

Big Island ist Vielfalt pur

Es gibt auf Big Island zwei größere, städtisch entwickelte Regionen. An der Westküste liegt Kailua in der Region Kona und an der gegenüberliegenden Ostküste findet sich Hilo, die Haupstadt von Big Island. In beiden Städten gibt es natürlich Restaurants, Märkte, Shops und Cafés, aber alles eher in einem kleinstädtischen und überschaubaren Rahmen. Das Nightlife mit Bars und Clubs, wie es in Honolulu pulsiert, ist hier weit entfernt. Stattdessen hat man schnell das Gefühl von Vertrautheit und Angekommen sein. Schon am dritten Tag wurde ich beim Frühstück im Bears Coffee mit einem freundlichen „Hi Tobi! Coffee and Waffles?“ begrüßt. Der Kaffee hier ist wirklich ein Gedicht und in die selbstgemachten Waffeln hätte ich mich „reinlegen können“. Nach dem Frühstück hier ging es dann jeden Tag gut gestärkt auf zu einer neuen Entdeckungstour!

Hilo und Umgebung
Hilo und Umgebung

Da Big Island so groß ist bietet es sich an, sich an jeder der Küsten eine Unterkunft zu suchen und dort einige Tage zu bleiben. So kann man die jeweilige Küste bequem erkunden und muss keine allzulangen Wege zurücklegen. In Hilo finden sich eine Zahl kleiner, charmanter Hotels und Bed&Breakfasts, die direkt in der Stadt oder in ihrer Nähe liegen. Bei Kailua gibt es ebenfalls wunderschöne Bed&Breakfasts, die teilweise auf kleinen Kaffee- und Obstplantagen liegen. Wenn Sie hier wohnen dürfen Sie sich darauf freuen, zum Frühstück Obst und Kaffee aus eigenem Anbau zu genießen – ein wahrer Hochgenuß! Etwa 40 km nördlich von Kailua finden sich an der Nordspitze von Big Island auch eine Anzahl größerer Hotels und Resorts, die teilweise über atemberaubende Strände verfügen.

Waipi'o Valley
Waipi’o Valley

Von Hilo aus habe ich die Ostküste von Big Island erkundet. Da es hier aber so viel zu erzählen gäbe, will ich mich auf zwei besondere Erlebnisse beschränken.
Etwa 80 km nörlich von Hilo liegt Waipi’o Valley. Das Tal wurde von dem gleichnamigen Fluss über Jahrmillionen in den Fels der Insel geschnitten. Es ist so tief und von steilen Felshängen umgeben, dass sich darin ein eiegenes Ökosystem entwickelt hat. Über eine sehr steile Strasse kann man in das Tal gelangen und betritt diese fruchtbare Oase. Hier erstrecken sich weite Obstplantagen zwischen denen sich der silbrig glitzernde Fluss dahinschlängelt. Umrahmt wird das Tal von mächtigen, hohen Felswänden von denen zahllose Wasserfälle stürzen. Zur Meerseite wird das Tal von einem schroffen und doch wunderschönen Strand begrenzt. Wer Frieden und Stille sucht wird Sie hier finden und kann für eine Weile die Zeit vergessen.

Kilauea, der Vulkan von Big Island

Der Vulkan Kilauea im Volcanoes National Park
Der Vulkan Kilauea im Volcanoes National Park

Wenn man von Hilo aus nach Süden fährt erreicht man nach etwa 50 km den Hawai’i Volcanoes National Park. Diesen kann man von zwei Steiten ansteuern und beide haben ihren Reiz. Der „Haupteingang“ des Parks liegt nahe des Kilauea Kraters. Hier findet sich das Besucherzentrum, wo man mit interessanten und wichtigen Informationen zum Parkbesuch versorgt wird. Es gibt z.B. ein Parkradio, das aktuelle Informationen zur Aktivität des Vulkans durchsagt. Das ist sehr hilfreich, denn manchmal müssen bestimmte Strassen und Aussichtspunkte im Park aufgrund der Vulkanaktivität gesperrt werden. Die so genannte Chain of Craters Road führt entlang zahlreicher sehenswerter Punkte über den gesamten Vulkan bis hinab zum Meer. Sie beginnt kurz hinter dem mächtigen Krater des Vulkans Kilauea. Dieser ist so groß und tief, dass in ihm locker ein ganzes Dorf Platz fände. Bei den heißen Dampfsäulen die überall im Krater aus dem Boden aufsteigen denkt man aber nicht ubedingt an einen Ort, an dem man gern wohnen würde. Mich hat die Thurston Lava Tube allerdings mit am meisten beeindruckt. Diese gigantische Röhre ist durch einen unterirdischen Lavafluss entstanden. „Bewaffnet“ mit Stirnlampe und warmer Jacke habe ich mich in die absolute Dunkelheit der Höhle gewagt, in der es immer noch ein bisschen nach Schwefel und Hölle riecht. Ganz ähnlich ist der Erlebnis bei einem Rundgang durch die Schwefelfelder. Hier tritt aus zahlreichen Klüften im Boden heißes, schwefelhaltiges Gas aus. Der Schwefel schlägt sich an den Rändern dieser Klüfte in dicken gelben Kristallen nieder, was der Landschaft einen bizarren Anstrich verleiht. Unterstrichen wird dies durch den Dauernebel, der hier herrscht.

Am Vulkan Kilauea wächst Big Island jeden Tag weiter
Am Vulkan Kilauea wächst Big Island jeden Tag weiter

Die zweite Seite, von der aus man den Vulkan Kilauea erkunden kann führt einen direkt entlang der Küste von Nordosten herab. Der Highway endet hier ganz abrupt, da er von einem schier endlosen Lavafeld überlaufen wurde. Es ist schon ein sehr besonderer Anblick, wenn das satte Grün von Big Island plötzlich durch eine weite, schwarze Lavafläche, ersetzt wird, die aussieht als wäre sie vor wenigen Minuten erst erstarrt. Dabei erkennt man schnell, dass die Fläche aus den Überresten unterschiedlich alter Ausbrüche besteht. Während die ganz frischen Flächen noch pur schwarz sind bricht auf den nur wenige Jahre älteren Flächen schon wieder das Leben durch. Kleine Farne und wilde Blumen setzen sich im schwarzen Vulkangestein fest und wandeln es mit ihren langsam und stetig grabenden Wurzeln wieder in fruchtbaren Boden um. Über eine rudimentäre Pistenstrasse fährt man weiter bis zu einem Parkplatz an der Grenze des Vulkanparks. Hier bleibt das Auto zurück und es geht zu Fuß weiter über die bizarre Mondlandschaft. An der Küste erreicht man schließlich einen Aussichtspunkt, von dem aus man in einigen hundert Metern Entfernung den Punkt sehen kann, an dem die Lava ins Meer fließt. Wobei man tagsüber ausser einer gigantischen Dampfsäule nicht sonderlich viel zu sehen bekommt. Wer das Abenteuer sucht kann sich einer geführten Wanderung anschließen und sich von einem Parkranger noch näher zur Lava bringen lassen. Wenn man mehr an einem beeindruckenden Schauspiel interessiert ist, dann muss man abends hierhin kommen. Gegen 18 Uhr geht auf Hawaii die Sonne unter und dann erlebt man ein unvergleichliches Spektakel! Die Dampfsäule wird dann von der Lava in einem höllischen Rot angestrahlt und immer wieder sieht man, wie kleine und große leuchtende Lavabrocken vom kochenden Wasser in die Luft geschleudert werden. Um das ganze bildlich festzuhalten brauchen Sie hier unbedingt eine gute Kamera und ein Stativ!

Wandern an der Westküste von Big Island

An der Westseite von Big Island wartet ein Ort, der mit großer Geschichte und paradiesischer Natur aufwarten kan. Kealakekua Bay ist eine kleine, kaum zugängliche Bucht, in der der berühmte Captain Cook sein Ende fand. Bei einem Kampf mit Einheimischen, bei dem es eigentlich um eine Lapalie ging, wurde Cook hier im Januar 1779 erstochen und starb im Wasser der Brandung. Der Weg zu der Bucht führt durch ursprüngliche Natur von dem kleinen Städtchen Captian Cook aus. Durch dichte Vegetation wandert man etwa eine Stunde und erreicht schließlich eine abgeschiedene Bucht, die von steilen Felsen umrandet wird. Wenn man sein Schnorchelequipment eingepackt hat kann man hier das wunderschöne Riff erkunden. Leuchtend gelbe Schmetterlingsfische und bunte Papageifische bevölkern das flache, klare Wasser am Riff. Die Bucht ist wirklich sehr abgeschieden und es gibt hier im wahrsten Sinne des Wortes nichts. Alles, was man braucht muss man selbst mitbringen. Also genug Trinkwasser einpacken! Und da die Wanderung zur Bucht durchaus fordernd ist bietet es sich an, vor dem Rückweg ein Picknick zu machen. Als guter Wanderer nimmt man natürlich all seinen Müll wieder mit zurück damit auch die anderen Besucher die Unberührtheit und Abgeschiedenheit dieses einzigartigen Ortes genießen können.

Kaffee, Macadamia und frisches Obst - die Region Kona bietet zahllose Genüsse
Kaffee, Macadamia und frisches Obst – die Region Kona bietet zahllose Genüsse

In weiteres Highlight des Westens von Big Island ist der Kona Kaffee. Wer Kaffee mag, für den ist der Besuch auf einer der zahlreichen Kaffeeplantagen hier ein absolutes Muss! Die Kona Pacific Farmers Cooperative bietet z.B. Touren an, bei denen interessierten Besuchern gezeigt wird, wie der Kaffee angebaut, geerntet und verarbeitet wird. Und sie verstehen es wirklich, die Begeisterung für dieses lokale und hochwertige Produkt zu wecken. Schon beim Anblick der schwarz glänzenden, gerösteten Bohnen lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Der vollmundige, kräftige aber doch sehr harmonisch runde Geschmack des Kaffees lässt jeden zum Fan des Kona Coffee werden. Wenn Sie sich welchen für Zuhause mitnehmen wollen können Sie bei vielen Farmern an Strassenverkaufsständen frischen Kaffee kaufen. Wenn Sie den Kaffee im Supermarkt kaufen, achten Sie unbedingt darauf, 100% puren Kona Coffee zu kaufen, denn das Gesetz erlaubt es großen Firmen auch Kaffee, der nur mindestens 10% der echten Bohnen enthält als Kona Coffee zu bezeichnen. Für Kinder oder Menschen, die keinen Kaffee mögen hält die Region übriegens noch eine weitere Köstlichkeit bereit: hier werden nämlich auch leckere Macadamianüsse angebaut, die pur, geröstet oder als Brotaufstrich unheimlich lecker sind. Und wem der Sinn nach etwas frischem steht, der kauft sich auf einem der lokalen Bauernmärkte frische Papaya, Guaven oder Ananas. Selten habe ich so köstlich saftiges Obst gegessen! Praktisch für den Reisenden: an vielen Ständen kann man sich aus dem Obst direkt einen leckeren Smoothie mixen lassen!

Wenn Sie nun Lust auf einen Trip nach Hawaii bekommen haben, dann empfehle ich Ihnen Inselhüpfen auf Hawaii mit itravel. Diese Reise vermittelt Ihnen einen guten Eindruck von den verschiedenen Facetten und Besonderheiten der vier Inseln Ohau, Maui, Kauai und Big Island und bietet Ihnen auf jeder der Inseln genug Zeit für spannende Entdeckungen. Dank des individuellen Reisekonzepts von itravel haben Sie dabei zum Beispiel die Möglichkeit, den Reiseverlauf anzupassen und mehr Zeit auf Ihrer persönlichen Lieblingsinsel zu verbringen. Ausserdem können Sie sich spannende Erlebnisse auf den Insel von Hawaii, wie Helikopterrundflüge, geführte Wanderungen oder Whale Watching zubuchen.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

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