Reisetrends 2013: Magisches Südafrika – Motswari Reservat

Im dritten und letzten Teil Ihres Reiseberichts aus Südafrika führt Birgit Bergener Sie an den Rand des Kruger National Parks, wo Sie das private Reservat Motswari mit spektakulären Safaris und einer besonders herzlichen Atmosphäre empfängt.

Die Faszination, die Aufregung, die Vorfreude steigt – wir nähern uns dem Kruger National Park. Das Naturreservat Timbavati, die Heimat der weißen Löwen, liegt westlich eingebettet in den Kruger National Park. Unser Ziel ist das Motswari Private Game Reserve, ein Privatreservat, das Teil von Timbavati ist.

Die Geschichte von Motswari

Motswari – was in der Tswana-Sprache „schützen und erhalten“ bedeutet – ist von der Familie Geiger aus Deutschland gegründet und aufgebaut worden. Paul Geiger wurde einst von der Mercedes-Zentrale in Stuttgart aus nach Südafrika geschickt, um dort das Geschäft mit LKW-Austauschmotoren aufzubauen. Hier entdeckte er seine Leidenschaft für Safaris, die ihn immer wieder in die Kruger-Region führten. Sein Traum war dabei, diese Leidenschaft und Begeisterung für die Weite und Schönheit Südafrikas auch in anderen zu wecken. Ende der 1970er Jahre wurden große Landflächen am Rand des Kruger Parks wegen schlechter Ernteerträge von kommunalem Farmland in Privatland umgewidmet und zum Verkauf angeboten. Herr Geiger nutzte die Chance und kaufte das Gebiet des heutigen Privatreservats. Der Grundstock für Motswari war gelegt. Die Familie Geiger gestaltete in den folgenden Jahren ein Refugium für Tiere und Menschen. Die Mostwari Game Lodge war dabei von Anfang an auch ein „Open House“ für Freunde und Verwandte aus Nah und Fern. Wer mochte, konnte vorbeikommen und die herzliche Gastfreundschaft der Familie Geiger genießen.

„Man kommt als Gast und geht als Freund.“

Bildquelle: itravelDass der Slogan von Motswari keine leere Worthülse ist, spüre ich vom ersten Moment an – herzlich und ganz authentisch war schon der Empfang in der Lodge. Kein Wunder, dass die Atmosphäre hier so warm und familiär erscheint, denn viele Angestellte halten Motswari schon seit 30 Jahren die Treue und stehen zu „ihrem“ Camp. Dies ist in Südafrika nicht unbedingt selbstverständlich, denn die Apartheid hat an vielen Plätzen noch Spuren hinterlassen. Nicht so in Motswari! Mit Godfrey Mathebula ist beispielsweise der Sohn einer früheren Bügelfrau vom Fahrzeugmonteur über den hoch renommierten Posten des Head Rangers zum Assistant Manager aufgestiegen.

Mit der Tochter der Familie, Marion Geiger, einer international anerkannten Künstlerin, rückte im Lauf der letzten 5 Jahre wieder ein Familienmitglied in eine für das Unternehmen verantwortliche Position. Dabei bringt sie den Spagat zwischen ihrem Leben als Künstlerin in Kapstadt und der Fürsorge und Präsenz in Motswari gut in Einklang. Das spürt man in der generellen Atmosphäre von Motswari genauso wie in kleinen Details – dank der wunderschönen, „unauffällig auffälligen“ Gestaltung taucht man ein in die großartige Kombination von Kunst und Natur.

„Schützen und erhalten“ – unverändert spielen Umweltschutz und Sozialverträglichkeit eine wesentliche Rolle. So war Motswari eines der ersten Safariunternehmen, das mit dem Fair Trade in Tourism South Africa ausgezeichnet wurde. Und seit einem Jahr zeugt das Green Globe-Zertifikat davon, dass Motswari nachhaltig und umweltschonend betrieben wird. Die Nutzung von Solarenergie, Wasserrecycling und die Minimierung anfallenden Mülls sind hier selbstverständlich.

Dies sind die „harten, sympathischen Fakten“ von Motswari… Die Motswari-Philosophie aber zu erleben und zu spüren ist ohne Übertreibung eine Erfahrung, die Ihr Leben verändern wird! Nie zuvor habe ich eine solche Harmonie zwischen Schwarz und Weiß und allen „Arbeitsschichten“ erlebt. Ausnahmslos haben die Menschen in Motswari Spaß und Freude an der Arbeit. Es gibt viele atemberaubende Lodges in Südafrika – Luxus pur, tolle Guides, phantastisches Essen. In Motswari beeindruckten mich aber der „Spirit“ und die Verbundenheit der Menschen zutiefst, und das macht diesen Ort aus. Der Teamgeist, die Liebe für diesen Ort und dieses Unternehmen zusammen mit der wundervollen Natur machen meine Zeit in Motswari unvergesslich.

Die Frauen von Motswari sind dabei ein Kapitel für sich. Jede einzelne Frau hat ihre eigene, schwere Geschichte und ein persönliches Schicksal. Doch trotzdem und durch den Zusammenhalt auf der Lodge strahlen sie, haben Mut und Kraft und verzaubern Motswari mit ihrer Aura. Die Geschichten der Frauen wurden in einem Buch dokumentiert, das man im Souvenirshop erstehen kann. Die Einkünfte aus den Verkäufen des Buchs und von traditionellem Kunsthandwerk wie Puppen, Schmuck und Textilien fließen direkt zurück an die Frauen von Motswari.
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Genießen und Staunen gilt auch für das Essen in Motswari. Das Mittagessen wird jeden Tag mit afrikanischen Trommeln angekündigt. Die Köchinnen und Köche kommen tanzend und singend mit den Speisen auf dem Kopf aus der Küche. Ein Gaumenschmaus nach dem anderen wird aufgetischt. Eine ähnlich tolle Stimmung herrscht auch beim Abendessen in der Boma. So nennt man die traditionelle Feuerstelle unter freiem Himmel, um die herum gegessen und der Abend genossen wird.

Natur pur im Motswari Private Game Reserve

Bildquelle: itravelAuch die Game Drives werden im Motswari Private Game Reserve zum unvergesslichen Erlebnis. Ich lernte hier unglaublich viel über die Flora und Fauna des afrikanischen Busches. Die kleinen und großen Wunder wurden uns von Menschen nahe gebracht, die ihre Heimat und ihren Job lieben und einfach nur Freude daran haben, ihr Wissen und ihre Leidenschaft mit uns zu teilen.
Bildquelle: itravelAuch wenn sich die weißen Löwen während meines Aufenthalts gerade nicht in der Region befanden, so hatten wir doch unfassbares Glück beim Pirschen. Wir dürfen eine Leopardin hautnah beobachten. Sie liegt über uns im Baum und frisst an einer Impala-Antilope, die sie am Vortag gerissen hat. Unten wartet schon die erste Hyäne darauf, dass für sie etwas abfällt… Wir wagen kaum zu atmen, ich kann mir ein Tränchen der Ehrfurcht nicht verkneifen. Ein atemberaubendes und unvergessliches Erlebnis!
Bildquelle: itravelSpäter sehen wir Nashörner und können eine große Herde Wildhunde in einem ausgetrockneten Flussbett beobachten. Auch die kleinen Tiere sind faszinierend. Ein konstantes, schwer definierbares Geräusch führt uns zu einem Baum, an dessen Blättern sich eine Unmenge an Raupen satt frisst. Für unseren Guide eine willkommene Gelegenheit für einen Snack, denn die Tiere sind traditionell als gesunde Eiweißquelle beliebt. Die unfassbar vielfältigen, atemberaubenden Geheimnisse und Mysterien der afrikanischen Natur machen süchtig. Magic Africa, magic Motswari.

Sobald die Sonne untergeht, bewegt man sich in der Motswari Lodge nicht mehr alleine. Ein Guide mit Taschenlampe begleitet uns zu unserer Hütte. Unterwegs treffen wir eine Nyala-Antilope, die zu den Stammgästen der Lodge zählt. Aus der Ferne dringen vom Fluss das Konzert der Frösche und die Geräusche der Nilpferde, die dort baden und ihre Rangkämpfe austragen zu uns.

Das Motswari Private Game Reserve begeistert nachhaltig. Nicht umsonst gibt es sehr viele Stammgäste, die zum Teil schon über 10 Jahre immer wieder nach Motswari kommen. Die ganze Stimmung hier in Motswari ist außergewöhnlich, die Erinnerungen, die ich mitnehme sind nahezu schmerzhaft schön. Ich fahre mit Wehmut und großer Sehnsucht ab und hoffe, bald wieder kommen zu dürfen – nicht mehr als Gast, sondern als Freund!

Mit diesem dritten Teil endet die Reihe der Reiseberichte unserer Produktmanagerin Birgit Bergener zum Reisetrend 2013 Südafrika. Wir hoffen, dass Birgit Sie mit ihrer großen Begeisterung und Leidenschaft für dieses unvergleichliche Land anstecken konnte. Wenn Sie auf der Suche nach einer unvergesslichen Reise sind, die spektakuläre Naturerlebnisse, lebendige Kultur und exquisiten Genuss vereint, dann ist Südafrika Ihr Land! Weitere Inspirationen finden Sie in unseren Reiseangeboten für Südafrika und natürlich bei der persönlichen, telefonischen Beratung durch unsere erfahrenen Reiseexpertinnen.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

Wenn Sie die anderen Teile von Birgits Reisebericht noch nicht gelesen haben: Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2.

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