itravel Reiseguru Janine – Fly In Safari in Botswana

Unsere Reisespezialistin Janine Brassaty war mal wieder für Sie unterwegs. Diesmal hat Sie das faszinierende Land Botswana im Herzen Afrikas besucht. Nur 2 Millionen Einwohner verteilen sich hier auf fast 600.000 qkm Fläche und machen das Land zu einem der am dünnsten besiedelten der Welt. Umso mehr Platz für die einzigartigen Landschaften der Kalahari und des Okavango-Delta und die wilden Tiere, die in ihnen leben!

Auf nach Botswana!

BotswanaNach einem angenehmen Nachtflug mit der South African Airways erreichte ich via Johannesburg den Flughafen Kasane im Norden Botswanas. Dort wurde ich herzlich von Mitarbeitern der Chobe Game Lodge, meiner ersten Unterkunft in Botswana, empfangen und zur Lodge gebracht.
Den zur Chobe Game Lodge legten wir im offenen Safarifahrzeug zurück. Damit war die Anreise gleichzeitig auch schon meine erste Pirschfahrt! Praktisch: da Botswana in der selben Zeitzone wie Deutschland liegt ist Jetlag hier kein Thema. Durch den Nachtflug kommt man recht erholt an und kann sofort alles genießen.

Chobe Game Lodge

Chobe Game LodgeNachmittags erreichten wir dann die Chobe Game Lodge. Pünktlich um 15 Uhr gab es, den in Botswana sehr typischen und beliebten Nachmittagstee mit Kuchen und anderen Leckereien. Dieser ist ein Erbe der Zeit des britischen Protektorats im 19. Jahrhundert und fester Bestandteil der lokalen Kultur. Entspannt und gestärkt gingen wir im Anschluß gleich wieder auf Pirsch. Im meinem Fall war es eine Bootssafari auf dem Chobe River. Ich konnte Elefanten, Giraffen und zahlreiche andere Tiere bis zum Sonnenuntergang aus ganz bequemer Perspektive beobachten. Durch die Fahrt auf dem Boot nahmen die Tiere uns nicht als Bedrohung wahr und bewegten sich ganz frei und natürlich entlang des Ufers. Eine Safari in Botswana ist immer auch ein exklusives Erlebnis und so wurde uns während der Fahrt Wein und kleine Häppchen serviert.

Die Chobe Game Lodge ist eine größere Unterkunft im Chobe Nationalpark. Durch Ihre Lage direkt im Park und am Fluss bietet Sie die besten Voraussetzungen für Safaris zu den Elefanten von Chobe. Für Fans der sanften, grauen Riesen ist die Chobe Game Lodge ein Paradies, denn hier haben Sie nicht nur die größte Konzentration an Elefanten in ganz Afrika, sondern auch vielfältige Gelegenheiten, die Tiere zu Land und zu Wasser zu beobachten.

Chobe Game ReserveNach einem langen Abend mit fantastischem Essen und Trinken erfolgt um 5 Uhr morgens der Weckruf zur Safari zum Sonnenaufgang. Es fiehl mir zwar erst schwer, so früh aufzustehen, doch ich wurde schnell entschädigt. Die Pirschfahrt startete, als es noch dunkel war und zum Sonnenaufgang hatten wir schon den perfekten Punkt erreicht, um das Erwachen der Tiere beobachten zu können. Etwa 3 Stunden war ich unterwegs und sah neben den Elefanten auch unzählige Vögel den Tag begrüßen. Danach kehrten wir zu einem ausgewogenen Frühstück zurück in die Lodge. Nicht nur die Sonne schien mittlerweile hell, auch auf unseren Gesichtern hatte sich freudiges Strahlen breitgemacht, denn dieses morgentliche Erlebnis war einfach unvergleichlich.

Fly-in Safari – Botswana von oben

Nachdem ich im Chobe Nationalpark zwei wundervolle Nächte verbracht habe, ging mein Abenteuer Fly-in Safari los. Noch nie zuvor saß ich in einem Kleinflugzeug, geschweige denn bin mit so einem guten Ausblick über eine dermaßen atemberaubende Landschaft geflogen. Als wir das Okavango Delta erreichten ließ der Pilot die Maschine etwas tiefer sinken und wir konnten die Tiere am Wasser beobachten und mit etwas Glück sogar große Herdenwanderungen.

Wir landeten auf einer Insel auf einem kleinen Flugplatz und von dort ging es per Motorboot weiter ins Camp Okavango. Was bei anderen Reisen „nur“ ein Transfer vom Flughafen zum Hotel ist ist in Botswana gleich ein spannendes Erlebnis! Nicht nur die Landschaften, auch die Transportmittel, mit denen man Sie durchquert sind ein wahres Abenteuer und ließen mich immer wieder staunen. Se es zu Land, zu Wasser oder in der Luft – immer wieder gibt es neues zu entdecken!

Camp OkavangoDas Camp Okavango ist eines der ältesten Camps im Delta und es blickt auf eine lange und stolze Tradition zurück. Hier erwartet Sie authentischer und rustikaler Luxus in komfortablen Safarizelten. Das Camp liegt mitten im Fluss auf der kleinen Insel Nxaragha. Es bietet Platz für bis zu 24 Gäste, die in komfortablen Safarizelt-Bungalows auf Holzplattformen untergebracht werden. Die täglichen Aktivitäten erlebte ich bei geführten Wanderungen zu Fuß und auf dem Fluß im Mokoro (einem traditionellen Kanu) oder per Motorboot. Mein Tipp: Da es in den Zelten gerade morgens recht frisch sein kann empfehle ich Ihnen, auf jeden Fall auch warme Kleidung einzupacken.

Quer durch Botswana

Makgadikgadi Pans NationalparkAls nächste Station meiner Reise erwartete mich der Makgadikgadi Pans Nationalpark. Makgadikgadi heißt „weites, lebloses Land“ und lange Zeit trug der Nationalpark diesen Namen zurecht. Trockene, weite Salzpfannen prägten das Bild der Landschaft. Durch den Diamantenbergbau wurde in den 90er Jahren damit begonnen, den Boteti River aufzustauen. Gleichzeitig wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt und unter Schutz gestellt. Seit fast 10 Jahren ist der Fluss wieder voll Wasser und speist etwa 14 Wasserstellen, an denen das Leben sprießt. Ob kleine Migrationen von Zebras und Gnus oder große Elefantenherden, all das und noch viel mehr kann man im Makgadikgadi Pans Nationalpark beobachten.

Leroo La TauMeine Unterkunft, Leroo La Tau, ist eine fantastische Luxuslodge am westlichen Rand des Makgadikgadi Pans Nationalpark. Hier trifft Moderne auf Tradition und das ist genau mein Geschmack. Die Lodge Leroo La Tau liegt etwas erhöht über dem Boteti River, so dass jedes der 12 mit Reet gedeckten Chalets einen tollen Blick auf den Fluss bietet. Hier können Sie bis spät in den Abend private kleine Wildbeobachtung von Ihrer Terrasse aus machen.
Neben der wirklich luxuriösen Unterkunft und dem perfekten Service hat mich vor allem das soziale Engagement der Lodge tief beeindruckt. Hier zeigte sich, wie harmonisch sich anspruchsvoller Individualtourismus und eine nachhaltige und faire Entwicklung vereinbaren lassen. Das Nachbardorf Khumaga und die Schule dort werden von der Lodge bei vielfältigen Entwicklungsprojekten unterstützt. Jedes Kind kann hier die Schule besuchen und viele finden später bei Leroo La Tau oder anderen Lodges ein Arbeit, da Sie neben ihrer guten Ausbildung auch eine gute Kenntniss der Natur haben.

Zurück zum Okavango Delta

Okavango DeltaWieder per Kleinflugzeug ging es zurück ins Okavango Delta. Diesmal jedoch ins Moremi Game Reserve. Hier erlebte ich wilden Busch hautnah bei einer unheimlich spannenden 12 Stunden Safari. Das aufregendste Erlebnis hier hatte ich bei der Elefantenbeobachtung. Inmitten einer großen Elefantenherde kamen wir dem Leitbullen etwas zu nah. Um seine Dominanz zu beweisen stürmte er daraufhin auf uns zu, baute sich vor uns in all seiner Pracht auf und veranstaltete ein ziemliches Spektakel aus aufgewirbeltem Staub und lautem trompeten – ein unbeschreibliches Erlebnis. Perfekt auch die Reaktion unseres Fahrers, der uns direkt anwies, ruhig zu bleiben und etwas zurückfuhr, was den Elefanten auch schnell wieder beruhigte.

Beim Moremi Game Reserve trifft die trockene, karge Kalahari auf das vor Leben sprühende Okavango Delta und diese besondere Kombination hat einen ganz einzigartigen Reiz. Meine Unterkunft hier war das Camp Moremi, ein Luxus-Zeltcamp, das erhöht über der Xakanaxa Lagune liegt. Das Besondere hier sind die zahlreichen Aussichtsplattformen, die sich sowohl um das Hauptgebäude des Camps wie auch an jeder der Unterkünfte finden. Auch hier ist Massentourismus schlichtweg keine Option. 22 Gäste können hier gleichzeitig untergebracht werden. Dies stellt sicher, dass jeder Gast individuell und aufmerksam betreut werden kann und die zahlreichen Wildnisaktivitäten ganz entspannt genießen kann.

Savute Safari CampZum Abschluß meiner Reise durch Botswana verbrachte ich noch zwei Nächte in der Savute Safari Lodge. Diesen magischen Ort habe ich besonders tief in mein Herz geschlossen. Die Lodge liegt im Südwesten des Chobe Nationalparks direkt am Savuti Fluss, der zu diesem Zeitpunkt schon wieder ausgetrocknet war. Genau dies führte mir die beiden Seiten des Flusses vor Augen, der Leben gibt aber auch nimmt. In der Trockenzeit werden die Tiere aufgrund von zu wenig Wasser schwach und sind damit leichte Beute für die Löwenrudel. Besonders junge Elefanten werden hier auch zur Beute der Löwen und nirgendwo anders habe ich so viele abgenagte Elefantenskelette gesehen. Trotzdem ist und bleibt der Fluss eine Wiege des Lebens. Die große Vielfalt und Anzahl an Wildtieren in der weiten, flachen Ebene hat mich überrascht und beeindruckt. Neben den sage und schreibe fast 120.000 Elefanten, die den Chobe Nationalpark bevölkern sind hier auch Giraffen, Flusspferde und viele Arten von Antilopen und Springböcken zuhause.
Die Savute Safari Lodge ist sehr luxuriös gestaltet und jedes Zimmer hat Blick auf den Savuti. Sowohl das Aussichtsdeck, wie auch die Speiseterrasse und der erhöht gebaute Pool bieten einen herrlichen Blick auf das Wasserloch, zu dem von früh bis spät Wildtiere kommen um hier zu trinken oder einfach die Erfrischung eines Bades zu genießen.
Besonders lobenswert möchte ich hier auch unsere Guides erwähnen, die eine Safari erst zu einem individuellen Erlebnis machen. Fast alle der Guides kommen auch aus der Gegend der Nationalparks und kennen dessen Landschaften und Tiere deswegen schon von Kindesbeinen an. Dies verleiht ihnen eine Sicherheit und Vertrautheit mit der Natur, die sich auch ganz schnell auf mich als Gast übertragen hat. Ich fühlte mich stets sicher und doch ganz nah an den Tieren – ohne diese in ihrem natürlichen Verhalten zu stören. Das Ganze kombiniert mit einer Portion Luxus, für die Safaris in Botswana ja durchaus bekannt sind, machte diese Reise zu einem wirklich einmaligen Erlebnis.

Meine Reise endete schließlich mit meinem Rückflug von Maun via Johannesburg nach Frankfurt und ich werde meine Zeit in Botswana nie vergessen!

Hat Janine Sie mit ihren Abenteuern in Botswana angesteckt und haben Sie Lust bekommen, selbst eine Luxus-Safari zu unternehmen? Stöbern Sie doch bei uns und lassen Sie sich inspirieren und beraten. wussten Sie schon, dass auch im Nordosten von Südafrika zahlreiche elegante Luxus-Camps ihre Gäste mit wunderbaren Safarierlebnisse und nachhaltigem und fairen Standards empfangen?

Herzlichst, Ihr itravel-Team

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