Neue Welterbestätten der UNESCO

Bei seiner 37. Tagung, die in Phnom Penh, der Hauptstadt von Kambodscha stattfand, hat das UNESCO-Welterbekomitee insgesamt 19 Stätten neu in die Liste des Welterbes aufgenommen und drei Stätten erweitert. Neben der Namib-Wüste in Namibia gehören nun auch Japans heiliger Berg Fujijama und das Universitätsviertel der mittelalterlichen Stadt Coimbra in Portugal zum Welterbe der Menschheit. Auch Deutschland hat mit dem Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel eine Welterbestätte dazu gewonnen.

14 neue Weltkulturerbestätten

Seit 1972 ist die UNESCO-Welterbekonvention das international bedeutendste Instrument zum Schutz des kulturellen und Naturerbes der Menschheit. 190 Staaten engagieren sich beim Erhalt der vielfältigen Welterbestätten auf der ganzen Welt. Das Weltkulturerbe umfasst Stätten von historischer, architektonischer und religiöser Bedeutung.

Coimbra_PortugalIn Europa gehört nun neuerdings die Universität Coimbra zu den Welterbestätten. Die Stadt Coimbra im Norden Portugals kann ihre Geschichte bis zu den Kelten zurückverfolgen und ihre 1290 gegründete Universität ist die älteste Portugals und eine der ältesten in ganz Europa. Die aufwändig gestaltete Universitätskirche und -bibliothek und den wunderschönen botanischen Garten muss man gesehen haben. Daneben hat Portugal auch noch zahlreiche andere UNESCO Welterbestätten zu bieten, die Sie im Rahmen einer Rundreise durch Portugal entdecken können. Von Lissabon über die Burgenstadt Sintra bis zum Kloster Mosteiro de Alcobaça und dem pittoreske Altstadtviertel Ribeira in der Stadt Porto reicht die Vielfalt!

Florenz_ItalienEbenfalls eine Reise wert sind die prunkvollen Villen und Paläste der Medici in der Toskana. Die wohl berühmteste Familie Italiens hat sich besonders in der Gegend um Florenz wunderschöne Residenzen geschaffen.
Unser Tipp: Florenz ist das ideale Ziel für einen Wochenendtrip mit Kunst, Kultur und viel „Dolce Vita“. Gönnen Sie sich ein paar Tage das leichte Leben in einer der schönsten Städte Italiens.

Indien_Japan_DeutschlandNatürlich gehören auch große historische Stätten zum neuen Weltkulturerbe. Hier seien nur kurz die Bergfestung von Rajasthan in Indien oder der heilige Berg Fudschijama in Japan genannt. In Deutschland wurde der Bergpark Wilhelmshöhe bei Kassel zum Weltkulturerbe erklärt. Die Gestaltung der imposanten, 2,4 qkm großen Gartenlandschaft wurde Ende des 17. Jahrhunderts begonnen und dauerte knapp 150 Jahre. In dieser Zeit wurde nicht nur eine komplett neue Landschaft erschaffen, sondern auch die einzigartigen Kasseler Wasserspiele, der Herkules und das Schloss Wilhelmshöhe.

5 neue Weltnaturerbestätten

Namib Wüste_NamibiaZum Weltnaturerbe zählen Stätten, die besondere Naturlandschaften repräsentieren. Hierzu zählt nun unter anderem um die Namib-Wüste in Namibia. Die Namib, deren Name soviel wie „Leerer Platz“ bedeutet ist eine der wenigen Küstenwüsten der Erde. Mit einem Alter von über 80 Millionen Jahren ist Sie zudem die älteste Wüste der Welt. Ihre Sanddünen ändern je nach Sonnenstand und Feuchtigkeit (morgens ziehen Nebel vom Meer über die Küste) ganz intensiv die Farbe. Besonders die Dünen bei Sossusvlei sind weltbekannt. Reisen nach Namibia sind eine Erlebnis, das man nie vergisst. Exklusive Lodges und Camps und ein nachhaltiger Tourismus sorgen dafür, dass der Reisende die stille Schönheit der Natur von Namibia ganz intensiv erleben kann. Namibia ist übrigens auch für einen besonderen Familienurlaub ein perfektes Reiseziel!

Ätna_SizilienNeben einem neuen Weltkulturerbe hat Italien mit dem Vulkan Ätna auf Sizilien auch eine neue Weltnaturerbestätte hinzugewonnen. Der etwa 600.000 Jahre alte Vulkan im Nordwesten Siziliens ist der höchste und aktivste Vulkan Europas. Schon lange vor den Römern gaben die ersten indogermanischen Siedler dem Vulkan seinen Namen, der soviel wie „brennend“ bedeutet . Auf der ganzen Insel finden sich zahlreiche Spuren des Vulkans. Er hat nicht nur die Landschaft, sondern auch die Architektur und das Leben auf der Insel Sizilien geprägt. Bei einer individuellen Rundreise auf Sizilien von Landhäusern zu antiken Tempeln und idyllischen Naturparks können sich davon selbst überzeugen.

3 Erweiterungen von Welterbestätten

Drakensberge_SüdafrikaEinige schon existierende Welterbestätten wurden erweitert. In dem afrikanischen Land Lesotho wurde der Nationalpark Sehlabathebe zum Beispiel als grenzüberschreitende Erweiterung der Welterbestätte Maloti-Drakensberge zuerkannt. Die Drakensberge sind das höchste Gebirge des südlichen Afrika und die natürliche Grenze zwischen KwaZulu Natal in Südafrika und Lesotho. Fernab der Zivilisation finden sich hier zahlreiche Schluchten und hohe Kämme, Wasserfälle, Wildblumen und bunte Vögel – ein herrliches Bergparadies mit glasklarer Luft.

Mit den neusten Zuwächsen (eine genaue Auflistung finden Sie hier) stehen nun insgesamt 981 Stätten auf der Welterbeliste der UNESCO. 759 Kulturerbestätten, 193 Naturerbestätten und 29 Stätten, die zu beiden Gruppen gehören führen uns die Vielfalt und Schönheit der Welt vor Augen. Sie erinnern daran, wo wir herkommen und sollen ein Inspiration dafür sein, kulturelle und natürliche Vielfalt zu schätzen und zu bewahren. Zwar gibt es leider auch bedrohte Welterbestätten, doch insgesamt ist die Welterbekonvention der UNESCO ein sehr erfolgreiches Mittel um die Schönheit der Erde zu bewahren. Für erlebnishungrige Individualtouristen sind die Welterbestätten der UNESCO immer wieder eine perfekte Inspiration zu ganz besonderen und unvergesslichen Reisen.

Herzlichst, Ihr itravel-Team

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