Vietnamesische Küche vom Frühstück bis zum Abendessen

Frisch, abwechslungsreich und fast fettfrei – die vietnamesische Küche hat eine lange Tradition und ist doch modern und gesund wie keine zweite! Die Vietnamesen haben sich über Jahrhunderte von den kulturellen Einflüssen ihrer Nachbarn China und Thailand, aber auch Kambodscha und Indien inspirieren lassen und das Beste daraus in ihre eigene Landesküche übernommen. Durch die starken buddhistischen Einflüsse finden sich in ihr auch eine reiche Vielfalt vegetarischer Gerichte. Und auch die französische Kolonialherrschaft hat in der Küche von Vietnam ihre spuren hinterlassen. Wir stellen Ihnen heute einen typischen Tag mit vietnamesischen Köstlichkeiten vor – vom Frühstück bis zum Abendessen.

Zum Frühstück erstmal Suppe!

Kein Vietnamese startet glücklich in den Tag, wenn er nicht seine Portion Phở hatte. Diese Suppe holen sich die Vietnamesen meist in den mobilen Garküchen, die jeden Morgen die Strassenränder säumen und jede Küche hat dabei ihr ganz speziellen Hausrezept. Egal, ob mit Rindfleisch (Phở Bò) oder mit Huhn (Phở Gà), die Brühe mit reichhaltiger und knackig frischer Gemüseeinlage wird halb getrunken, halb gelöffelt und macht bis Mittags satt. Sie bis auf den letzten Rest aufzuschlürfen gilt übrigens als Zeichen der Höflichkeit und signalisiert, dass es schmeckt.

Auf Starkoch Anthony Bourdain kann den Verlockungen einer dampfenden Schale Phở am Morgen nicht widerstehen, wie dieses Video zeigt:

Mittags etwas auf die Hand

Banh Mi von einem StrassenstandGerade in den Städten ist das Leben in Vietnam immer in Bewegung, da isst man gerne unterwegs. Hier hat sich ein Einfluss aus der französischen Küche durchgesetzt: das belegte Baguette, in Vietnam Bánh mì (Brot) genannt. Die französischen Elemente Baguette, Fleischpastete und Mayonnaise treffen darin auf typisch vietnamesische Zutaten, wie Korianderblätter, Gurkenstreifen, eingelegte Karotte und natürlich die beliebte Fischsauce. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Auch Meeresfrüchte oder vegetarische Varianten mit Tofu oder Seitan landen im knusrpig leichten Brot.

Teatime und Kuchen am Nachmittag

Teekultur in VietnamDie Vietnamesen sind verrückt nach Tee! Kein Wunder, denn seit über 800 Jahren wird hier Tee angebaut und getrunken. Als Erfrischungsgetränk wird der Tee meist kalt, oft auch auf Eis serviert und genauso selbstverständlich, wie man anderorts eine Karaffe Wasser im Restaurant auf den Tisch gestellt bekommt gibt es in Vietnam grünen Tee. Schwarzer Tee und der auch aus China bekannte Jasmintee sind ebenfalls überall zu finden. Ein recht neuer Trend ist der so genannte Jade Oolong Tee, der nur leicht fermentiert wird und damit zwischen grünem und schwarzem Tee anzusiedeln ist.
Zum Tee naschen die Vietnamesen gerne kleine Kuchen, die im Gegensatz zu der europäischen Variante meist gedämpft und nicht gebacken werden. Zudem wird in der Regel Tapiokastärke und Reismehl für sie benutzt, weswegen die Kuchen eher die Konsistenz eines sehr festen Puddings haben. Übrigens, die teils schreiend bunten Farben stammen fast ausschließlich von natürlichen Pflanzenextrakten, wie z.B. Pandanblätter, die ein kräftiges Grün abgeben und den Kuchen einen leicht vanilleartigen Geschmack verleihen.

Die Youtube-Bloggerin Helen, eine Vietnamesin, die mittlerweile in Deutschland lebt, zeigt Ihnen hier, wie man die beliebten Husband and Wife Cakes, ein traditionelles Hochzeitsgeschenk, selbst machen kann:

Abends wird gegrillt

Ein vor allem im Norden von Vietnam sehr beliebtes Gericht ist Bún chả. Dieses Gericht hat schon zahlreiche Dichter Vietnams zu wahren Lobeshymnen inspiriert. So schrieb der vietnamesische Dichter Tach Lam (1909 – 1941), der als ein großer Gourmet galt „Ein Hauch des herrlichen Grillgeruchs ist genug um den Poeten in einem zu wecken. Da ist eine Wolke von blauem Rauch, die an einen Nebelschleier erinnert, der über einem Berghang liegt. Das Zischen eines kleinen Tropfens Fett, der auf die Glut fällt, ruft ein sehnsuchtsvolles Seufzen hervor…“
Bún chả besteht aus Schweinebauch (chả), der reichlich mariniert und traditionell über Holzkohle saftig gegrillt wird. Dazu werden Reisnudeln (Bún), süßsauer mariniertes Gemüse, reichlich frische Kräuter und eine Sauce (die eher eine Art Brühe ist) serviert. Beim Essen werden dann in einer Schale Sauce, Fleisch und Gemüse vermischt. Nun nimmt man sich mit den Stäbchen eine Portion Nudeln und Kräuter, dippt diese in die Sauce und pickt sich dazu ein Stück Fleisch. Das Ganze wird dann genuß- und – wie in Vietnam üblich – geräuschvoll verspeist.

Wie Sie Bún chả selber machen können zeigt Ihnen wieder Helen in ihrem Youtube Kanal:

Wir hoffen, Ihnen ist genau wie uns beim Lesen das Wasser im Mund zusammengelaufen. Falls Sie die Geheimnisse der vietnamesischen Küche gerne aus erster Hand erfahren möchten haben wir noch einen Tipp für Sie: gehen Sie mit itravel auf eine exklusive Entdeckertour durch Vietnam. Privat geführt kommen Sie den Menschen und der Kultur des Landes unvergleichlich nah. Der Clou: die spannende Kombination aus Wellness und Genuss. Lassen Sie sich in Luxus-Resorts verwöhnen und genießen Sie die Geschmäcker Vietnams in kleinen Garküchen, edlen Restaurants und beim Kochkurs inklusive Marktbesuch mit einem Küchenchef.

itravel Tipp: Falls Sie mal in Ho Cho Minh City, dem ehemaligen Saigon sind und noch Inspirationen für Erlebnisse und Sightseening brauchen: unsere Produktmanagerin Janine hat für Sie ihren perfekten Tag in Ho Chi Minh City aufgeschrieben. Natürlich inklusive ihres Geheimtipps für das beste Phở-Restaurant der Stadt!

Chúc ngon miệng (Guten Appetit), Ihr itravel-Team

Kommentar verfassen