Spiritualität und Natur – Ausflugstipps auf Mauritius

Die Insel Mauritius im Indischen Ozean ist bekannt für ihre Luxus-Hotels und tolle Spa-Welten. Wir wollen Ihnen heute zeigen, was die Insel sonst noch zu bieten hat und präsentieren Ihnen zwei Ausflugstipps auf Mauritius zu den Themen Spiritualität und Natur.

Grand Bassin – der heilige See

Le Grand BassinIm Südwesten der Insel liegt in einem erloschenen Vulkankrater der See Grand Bassin. Der See liegt etwa 2 km östlich der Stadt Le Pétrin und ist die größte hindusitische Pilgerstätte außerhalb Indiens.
Der Legende zufolge ist der See mit dem heiligen Fluss Ganges verbunden. Daher leitet sich auch sein hinduistischer Name Ganga Talao („see des Ganges“) ab. Der hinduistische Gott Shiva flog einst mit seiner Gattin Parvati auf einem Schiff um die Erde, um ihr die schönsten Plätze der Welt zu zeigen. Dabei besuchten die beiden unter anderem die Insel Mauritius. Shiva trug während der Reise den Fluss Ganges auf seinem Kopf und verschüttete beim Stopp auf Mauritius aus Versehen etwas von dessen Wasser. Dieses floss in den Krater zusammen und formte so den See.

Der See ist umringt von zahlreichen Tempeln und Schreinen, die in typisch hinduistischem Stil mit bunten und leuchtenden Farben gestaltet sind. Die Spiegelung der Tempel im glatten Wasser des Sees zu sehen ist ein wahrhaft beeindruckender Anblick. Weiterhin finden sich am Seeufer und auf Stegen auf dem See die Abbilder vieler hinduistischer Gottheiten. So thront direkt am Seeufer, nahe des Haupttempels eine Figur der Mutter Ganga, die den heiligen Fluss Ganges symbolisiert. Auch der berühmte Elefantengott Ganesha und der Affengott Hanuman sind hier vertreten. Vor den Statuen werden immer wieder frische Opfergabe in Form von Kokosnüssen, Blumen oder zubereiteten Speisen dargebracht. Die imposanteste Statue ist jedoch dem mächtigen Gott Shiva geweiht. Sie steht etwa 2 km vom See entfernt und ragt beeindruckende 33 Meter in den Himmel.

Da der Hinduismus eine offene und lebensnahe Religion ist sind Besucher auch in den Tempeln immer herzlich willkommen. In den Tempeln werden regelmäßig Zeremonien abgehalten und es gibt auch im Inneren aufwändig dekorierte Statuen zu sehen.
Aus Respekt gegenüber den Gläubigen sollten Sie einige einfache Verhaltensregeln beherzigen. Fotografieren ist sowohl außerhalb als auch in den Tempeln und während der Zeremonien erlaubt. Gerade während der Zeremonien sollten Sie sich beim fotografieren aber sehr rücksichtsvoll benehmen und nicht stören. Wenn Sie Personen fotografieren sollten Sie diese vorher kurz ansprechen und fragen, ob sie damit einverstanden sind, fotografiert zu werden – keine Sorge, Sie werden praktisch nie ein nein zu hören bekommen. Wie beim Betreten religiöser Gebäude allgemein üblich sollten Sie auf angemessene Kleidung achten, also keine Shorts, kurzen Röcke oder schulterfreie Shirts tragen. Zudem zieht man vor betreten hinduistischer Tempel die Schuhe aus.

Unter der Woche herrscht am See Grand Bassin himmlische Ruhe, die dazu einlädt, ganz entspannt an seinem Ufer entlang zu schlendern und den Blick über Tempel und Wälder schweifen zu lassen. An den Wochenenden finden oft religiöse Zeremonien statt, zu denen viele Gläubige zum See kommen. Damit zählt der See zu den empfehlenswerten Ausflugstipps auf Mauritius, sowohl für Naturliebhaber als auch für Kulturinteressierte. Den Höhepunkt des religiösen Lebens erfährt der See jedes Jahr zwischen Februar und März, wenn das Maha-Shivaratri-Fest gefeiert wird. Um die 400.000 Gläubige aus aller Welt begeben sich dann auf Pilgerfahrt zum See Grand Bassin und bringen Opfer dar. Dabei herrscht eine wahrhaft festliche Stimmung und es gibt allerlei Prozessionen und Musik zu bestaunen, während der Duft von Räucherstäbchen in der Luft liegt.

Chamarel, der Garten Eden von Mauritius

ChamarelAuch im Südosten der Insel Mauritius liegt das kleine Dörfchen Chamarel. Hier leben zwar nur knapp 700 Menschen, aber der Ort liegt nahe von zwei ganz besonderen Sehenswürdigkeiten von Mauritius, der Siebenfarbigen Erde und der Chamarel Wasserfälle.
Die Siebenfarbige Erde von Chamarel ist eine Hügellandschaft, deren nackte Erde in atemberaubenden Farbmustern schillert. Diese chargieren von Rot über Orange und Violett bis zu Gelb und Blau. Das was zunächst aussieht wie bunter Sand ist in Wirklichkeit Vulkangestein mit hohem Metallgehalt. Der Regen hat im Laufe der Jahrhunderte viele lösliche Substanzen aus dem Gestein gewaschen und die Oxidation der verbleibenden Metalle begünstigt. Dieser chemische Prozess ist es auch, der den Boden so beeindruckend gefärbt hat. Die Siebenfarbige Erde von Chamarel darf nicht betreten werden und ist deswegen auch von einem Geländer umgeben. Es gibt mehrere Aussichtspunkte, von denen aus man auf die Hügel blicken kann und ein kleines Restaurant, das auf einer Aussichtsplattform oberhalb der Hügel liegt.

Auf dem Weg zur Siebenfarbigen Erde kommen Sie noch an einer weiteren Sehenswürdigkeit von Mauritius vorbei, des Cascades Chamarel. Die zwei Wasserfälle stürzen nebeneinander über eine steile Felskante in ein kesselförmiges Tal, das von dichtem Dschungel bewachsen ist. Die Chamarel Wasserfälle sind eines der beliebtesten Fotomotive der Insel Mauritius und vermitteln eine friedfertige Stimmung und zugleich Respekt vor den Urkräften der Natur.

Für den Besuch der beiden Sehenswürdigkeiten wird Eintritt verlangt. An der Strasse gibt es eine Station, an der man den Eintritt von 75 Mauritius-Rupien (ca. 1,80 Euro) pro Person bezahlt. Die Zufahrt ist täglich von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Der Strasse folgend erreichen Sie zunächst einen Parkplatz, von dem aus Sie zur Aussichtsplattform bei den Chamarel Wasserfällen gelangen. Die Strasse führt dann weiter zur Siebenfarbigen Erde (Achtung: dort muss man das Eintrittsticket nochmal vorzeigen, also nicht wegwerfen).

Unser Hotel-Tipp: Lakaz Chamarel Lodge

Eine besonders naturnahe Unterkunft im Süden von Mauritius ist die Lakaz Chamarel Lodge. Sie liegt nicht weit von dem Örtchen Chamarel entfernt an der Kante des Hochplateaus. Umgeben von dichter Vegetation liegen die Chalets der Lodge verteilt in einem tropischen Garten der nach den Prinzipien der Zen-Philosophie gestaltet ist. Die Lodge wird persönlich im Inhaberehepaar geführt und empfängt Ihre Gäste mit herzlichen, ja familiären Charme. Der schlichte Luxus der Chalets fügt sich sehr harmonisch in die Natur der Insel und vereint kreolisches Flair mit Boutique-Design.
Von der Lakaz Chamarel Lodge fahren Sie etwa 5 km bis zur Siebenfarbigen Erde von Chamarel und ca. 19 km bis zum See Grand Bassin

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