Harmonie von Geist und Aroma – Feine Spirituosen und leckere Speisen gehören zusammen

Es ist keine Frage, dass zu einem guten Essen auch feine Getränke gehören. Doch schon der nächste Schritt wirft viele Fragen auf: Welches ist das passende Getränk als Aperitif vor delikater Pasta? Welche Spirituosen passen am besten zu einem deftigen Schweinebraten und was wird den Gästen zu einem kräftigen Eintopf schmecken? Der Antwort auf diese und viele weitere Fragen kann man sich nähern, indem man sich beispielsweise Gedanken zur Jahreszeit, zum Charakter der Speisen oder über ihre Herkunft macht.

Jede Jahreszeit hat ihre Speisen – und ihre Cocktails

Im Winter freut man sich, vor allem in Norddeutschland, über einen kräftigen Grünkohleintopf. Für Kenner ist es fast selbstverständlich, dass zu dem doch eher schweren und gehaltvollen Wintereintopf ein klarer Schnaps schmeckt, dem Zutaten wie Wacholder oder Kümmel ihr Aroma verliehen haben. Solch ein Schnaps steht in dem Ruf, der Verdauung auch angesichts eines so kräftigen Mahls auf die Sprünge zu helfen.

Sommerlicher Aperitif

Genießt man bei warmen Sommertemperaturen hingegen feine italienische Vorspeisen, dann ist ein trockener Wermut ein willkommener Aperitif. Aber auch ein Manhattan bereitet den Genießer auf sommerliche, gern auch mediterrane Vorspeisen vor. Er ist zudem schnell gemixt und daher auch bei Gastgebern mit mehreren Gästen beliebt: Einfach vier Zentiliter Rum, zwei Zentiliter Wermut und einen Spritzer eines starken Bitters in einem Rührglas mit Eiswürfeln mischen und durch das Barsieb in ein gekühltes Cocktailglas seihen. Mit einer Cocktailkirsche dekorieren, und schon kann der Manhattan serviert werden.

Fisch schwimmt gern

Eine besondere Vorliebe vieler Genießer sind Fischgerichte. Weil Fisch bekanntlich gern schwimmt, vereinen die Gourmets den Fischgenuss mit einem gehaltvollen Aquavit. Der kommt – wie viele Seefahrer und Fischer – aus den nordischen Ländern Skandinaviens und ist der geeignete Begleiter für eine Matjesplatte oder einen geräucherten Aal.

Genießen mit Charakter

„Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die begleitenden Getränke umso kräftiger im Geschmack sein dürfen, je intensiver die Aromen der Speisen auf die Geschmacksnerven wirken“, erklärt Angelika Wiesgen-Pick, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e.V. (spirituosen-verband.de oder bsi-bonn.de/geniessen/cocktails). „Dabei sollten sich Speisen und Getränke aber keineswegs in einen Wettstreit miteinander begeben, sondern sich ergänzen.“ Warum also vor einer feinen Paella mit Meeresfrüchten nicht einmal einen „Spirit of Spain“ reichen? Dieser Cocktail wird aus zwei Zentilitern Gewürzlikör, drei Zentilitern Tequila, zwölf Zentilitern Orangensaft und anderthalb Zentilitern Limettensaft zubereitet, indem alle Zutaten in einem Shaker kräftig gemixt und dann in ein Cocktailglas mit Crushed Ice geseiht werden. Anschließend lässt man einen Barlöffel Erdbeersirup über einen zweiten Löffel ins Glas fließen, so dass er sich nicht sofort mit dem Getränk vermischt.

Was Süßes zum Abschluss

Ohne Dessert ist ein gutes Essen nicht komplett. Zu einem verführerischen Dessertteller mit Mousse au Chocolat und Tiramisu mundet ein eleganter Weinbrand gut. Auch wer nach einem reichhaltigen Mahl lieber auf das Dessert verzichten möchte, nimmt zum Kaffee gern noch einen Cremelikör auf Whiskybasis oder einen klassischen Kirschlikör. Im Sommer kann man beides übrigens auch auf erfrischende Art mit einem Eiswürfel reichen.

(Bildquelle: djd/BSI)

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