Wie Thailand mich und mein Leben verändert hat

Jaqueline ist erfolgreiche Videobloggerin und begeistert mittlerweile über 16.000 Follower auf You Tube mit ihren Tutorials zu den unterschiedlichsten Themen.  Auch das Reisen ist für sie sehr wichtig, deshalb widmet sich Jaqueline diesen Thema im Speziellen auf ihrem Kanal. Neben Videos zur perfekten Vorbereitung, liegt ihr besonders ihr Aufenthalt in Thailand am Herzen, zu dem sie mehrere Clips produziert hat.

Heute erzählt Jaqueline, warum Südostasien ihr Leben verändert hat.

 

Ob nun das altbekannte „Carpe Diem“, das verspielte „Hakuna Matata“ oder das Jugendwort des Jahres 2012 „Yolo“ – wir lieben Worte, die besagen, dass wir das Leben in vollen Zügen auskosten.
Aber was gehört eigentlich zu dieser Lebensauskostung? Meine persönliche Antwort auf diese Frage fand ich in Südostasien.

Unter dem Wort „Reisen“ verstand ich bis vor zwei Jahren etwas, das ich heutzutage als „Urlaub machen“ bezeichnen würde. Während meiner Kindheit und Jugend habe ich meine Ferien größtenteils auf italienischen und französischen Campingplätzen verbracht und Jahre später buchte ich dann einmal jährlich ein spanisches Hotel. Obgleich diese zwei Arten des Urlaubs eigentlich unterschiedlicher Natur sind, hatten sie doch immer eins gemeinsam: Mein Tagesablauf war immer derselbe. Nachdem ich reichlich ausgeschlafen und das Hotelbuffet überfallen hatte, legte ich mich an den Strand oder den Pool und bewegte mich ausschließlich für Abkühlungen im Wasser, das Mittagsbuffet oder um Souvenirs in einem für Touristen erbauten Einkaufszentrum zu kaufen. Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass diese Art des Urlaubs etwas Schlechtes sei – ganz im Gegenteil – es ist eine tolle Art der stressigen Arbeitswelt für ein paar Tage zu entfliehen! Aber vor zwei Jahren entdeckte ich dann eine ganz andere Art der Erfüllung: Das Reisen.

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Thailand gilt als eines der besten Einstiegsländer für Backpacker-Newbies. Somit entschied ich mich 2012 nach einem extrem stressigen Jahr dazu einen Monat das berühmt-berüchtigte Thailand zu besuchen.
Mir war natürlich bereits vor Reiseantritt bewusst, dass dort wunderschöne Strände, prunkvolle Tempel und eine völlig fremde Kultur auf mich warteten. Abgesehen von diesen Orten, die übrigens nicht annähernd durch Fotos und Reisekataloge eingefangen werden können, überwältigte mich viel mehr das Gefühl, das sich während dieser Reise in mir entwickelte.
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Zum ersten Mal merkte ich es am vierten Tag in Bangkok. Ich saß Smoothie-trinkend und Pad Thai essend in der Kao San Road und beobachtete die vorbeiziehenden Menschen: Alle lachten, tanzten und erzählten sich, was sie bereits erlebt hatten. Es lag der Geruch von Freiheit in der Luft. Zum ersten Mal merkte ich, dass ich von allem daheim losgelassen hatte. Ich fühlte mich frei, glücklich und voller Energie. Nun begann ein für mich ungewöhnliches Wechselspiel von Entspannung und Abenteuerlust: Den einen Tag wollte ich auf Ko Phi Phi einfach den Sonnenuntergang von unserer Bungalowterrasse beobachten, den nächsten Tag sprang ich um 5 Uhr morgens aufgeregt aus dem Bett um meine Schnorcheltour zu starten oder an den höchsten Punkt der Insel zu wandern. Ich, der eigentlich faulste Mensch der Welt! Egal was ich machte: Ich tat es mit Freude und einem mir fremden Kribbeln, dass sich Tag für Tag mehr in mir ausbreitete. Fortlaufend entdeckte ich neue Orte, Speisen, Tiere und lernte freundliche Thais kennen, die mir weitere Geheimtipps verrieten.
Nach 4 Wochen stand ich dann in der Kao San Road und wartete auf meinen Transfer zum Flughafen. Ich blickte die Straße hinunter und mir schossen Tränen in die Augen. Nicht, weil ich so traurig war nach Hause zu müssen, sondern weil ich so glücklich und dankbar war! Dieses Land hatte mir einfach so unendlich viel gegeben! Ich hatte in 4 Wochen mehr erlebt als zu Hause in mehreren Jahren! Und das nicht, weil das eine Land mehr bot als das andere, sondern weil ich hier meine Lebenslust entdeckt hatte.

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Seit dieser Reise weiß ich, dass ich in den nächsten Jahrzehnten soviel sehen und erleben möchte, wie ich nur kann. Ich möchte alles fühlen, riechen, schmecken und hören was diese Welt zu bieten hat. Seit meiner leckeren Pad Thai Portion in der Kao San weiß ich, was meine persönliche Definition von Lebensauskostung ist.

 Mehr zu Jacko und ihren Reisen finden Sie unter: www.jackowusch.de

 

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