Doubles – das Frühstück auf Trinidad und Tobago

Jedes Land hat seine eigenen Angewohnheiten, wenn es um die wichtigste Mahlzeit des Tages geht: Der Deutsche schwört auf sein Brötchen mit Aufschnitt oder Marmelade, in den USA werden Pancakes und French Toast gereicht, während in asiatischen Ländern Suppe am Morgen auf dem Speiseplan steht.
Auch auf Trinidad und Tobago wird nicht irgendwas gefrühstückt – es gibt hier jeden Morgen „Doubles“.
Auf zwei kleinen, frittierten Fladenbroten wird ein Curry aus Kichererbsen gegeben und mit verschiedenen Chutneys belegt. Die Geschmacksvariante reicht von süß bis hin zu scharf.

Kein festes Rezept

Der klassische Double ist eher mild, wer er aber schärfer lieber mag, für den gibt es noch die Hot Pepper Sauce und das dazugehörige Pulver. Für das Kichererbsencurry (channa) gibt es kein festes Rezept. Das gleiche gilt bei den Chutneys. Eingelegte Gurken und Mango geben dem ganzen eine besonders leckere Note. Man erkennt recht deutlich den indischen Ursprung, verfeinert mit karibischen Gewürzen.

Den berühmtesten Frühstücksnack in der Hauptstadt Port of Spain findet man bei George, der bis vor kurzem mit seiner Frau Doubles verkaufte. Doch die beiden haben sich getrennt und so hat jeder seinen eigenen Stand in unmittelbarer Nähe zueinander.
Der von George befindet sich in einer Seitenstraße der Hauptstraße in einer unscheinbaren Garagenzufahrt. Das ungeübte Auge erkennt ihn eigentlich nur an der langen Schlange und die essenden Menschen am Straßenrand.

Ein Allrounder

Bis vor kurzem gab es Doubles nur zum Frühstück. Mittlerweile hat sich das Gericht zum Allrounder gemausert: Das schnelle Mittagessen zwischendurch oder der nächtliche Partysnack.
Der Verzehr der Doubles ist ein wenig problematisch, da die Sauce sehr flüssig ist. Profis nutzen das Fladenbrot als Löffelersatz, während der Ungeübte es wie einen Taco versucht zu essen.

Die Suche nach dem perfekten Rezept ist eigentlich erfolglos, denn jeder Straßenverkäufer hat seine perfekte Mischung, die er nicht preisgeben will.

Wer jetzt Lust hat selber einen Double zu essen, der kann sich bei unserer Trinidad & Tobago-Reise umschauen.

Kommentar verfassen