Ayurveda auf Sri Lanka

Sehr viel mehr als Wellness, Yoga und gutes Essen

itravel-Mitarbeiterin Viktoria sprach mit ihrer Nachbarin Sabine über ihre Ayurveda-Kur auf Sri Lanka. Ein Erlebnis, das sie selbst überraschte.

Sabine hatte sich während einer Geschäftsreise Hals über Kopf verliebt. Und zwar in Indien. Sie liebte die Farben, den Buddhismus und das würzige Essen. Ja, sie liebte sogar die heiligen Kühe. Am allerbesten hatten ihr jedoch die vielen Wellnessanwendungen in ihrem Hotel gefallen. Die seien einfach tausendfach besser als alles, was man hier in Deutschland kennt, schwärmte sie. Deshalb hatte Sabine sich auch dazu entschlossen eine  Ayurveda-Kur  zu machen. Sie, Führungspersönlichkeit mit Top-Gehalt und immer auf Achse, erhoffte sich davon die lang ersehnte Auszeit von Job und Alltag. Die Kur sollte Frische, Vitalität und Energie zurückbringen. Frohen Mutes war sie also im vergangenem November aufgebrochen, im Gepäck nicht viel mehr als ihr schickes Yogaoutfit und ein gutes Buch. Ganze drei Wochen hatte sie sich frei gestrampelt, die Reise sollte ihr „eigenes, kleines Sabbatical“ werden, hatte sie mir vor dem Abflug noch augenzwinkernd mitgeteilt.

Seit 5000 Jahren wird in Indien, Sri Lanka und Nepal Ayurveda als Heilmethode angewendet

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Selbstverständlich hatte Sabine sich in eines der besten Hotels auf Sri Lanka einquartiert – „der Wiege der Ayurveda“, wie sie wissend betonte. Bereits im Flieger hatte sie mit Dani aus Berlin Freundschaft geschlossen. Die war „zwar ziemlich öko“, aber sie hatte immerhin das gleiche Ziel wie Sabine: Die Doshas, die den Körper beeinflussenden Energien, wieder in Einklang zu bringen! Was die beiden da noch nicht wussten: Eine Ayurveda-Kur bedeutet sehr viel mehr als Wellness, Yoga und ausgewogenes Essen. Sie ist zum Teil ein hartes Stück Arbeit!

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(Quelle: R_by_Philipp Wiebe_pixelio.de)

 

Vata, Pitta oder Kapha – welcher Typ bist du?

Am Anfang jeder Kur steht ein ausgiebiges Gespräch über Vorlieben, Wesenszüge und Schlafverhalten und eine gründliche körperliche Untersuchung. Dabei wird festgelegt, ob man ein Vata-, Pitta- oder Kapha-Typ ist. Für Sabine war es angeblich völlig überraschend, dass sie zu den Vata-Typen gehörte, die sich unter anderem durch leichte Erregbarkeit, ja zum Teil sogar Hyperaktivität auszeichnen. Mich hatte das nicht so sehr überrascht, aber das sagte ich ihr natürlich nicht. Der Typ bestimmt den Verlauf der Kur, die jeweils ganz individuell zusammengestellt wird. Neben unterschiedlichen Massagen und Entspannungstechniken steht bei der Ayurveda-Kur die persönliche Diät im Vordergrund. Dazu gehören frische, der Jahreszeit und Örtlichkeit angepasste Lebensmittel, genauso wie jede Menge Wasser und ungesüßter Kräutertee. Sabine rät mir nebenbei bei jeder Mahlzeit alle sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen zu mir zu nehmen. Also süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Einen Kommentar über die Praktikabilität dieser Empfehlung verkneife ich mir, muss mir aber Sabine in der Kantine vorstellen, wie sie mühsam ihr Essen zusammenstellt. Als Sabine über die nicht ganz so angenehmen Aspekte der Kur spricht – Einläufe etwa –  muss ich ganz plötzlich weg. Das möchte ich gar nicht wissen. Mir bleibt lieber Sabines glückliches Gesicht in Erinnerung, wie sie von Yoga-Übungen am menschenleeren Strand, warmen, wohltuenden Händen der Masseurinnen und dem erholsamen Schlaf, der so gut tat, berichtete. Sie ist tatsächlich deutlich entspannter als vor ihrer Reise. Ihr Plan ist also aufgegangen. Ende gut, alles gut.

Ayurveda ist nur einer von zahlreichen Höhepunkten Sri Lankas. Geht mit uns auf Entdeckungsreise!

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