Schotter-Tour und weißer Sand – Eine Nacht im Bundjalung National Park

30 Kilometer über Stock und Stein, Schotter und nicht asphaltierte Straßen und am Ende die Belohnung:  Unsere Petra fand einen fast menschenleeren Traumstrand und den Salz getränkten Geruch von Freiheit.

Australien hat viele Traumstrände und da 85% der Bevölkerung in einer Entfernung von 50 km zur Küste leben, sind diese zum größten Teil auch gut besucht. Zwischendurch entdeckt man aber dann doch kleine, paradiesische Landstriche entlang des Pazifiks, die einen alles drum herum vergessen lassen. So zum Bespiel der Bundjalung National Park in New South Wales, ca. 550 km nördlich von Sydney.

Die Straßenverhältnisse sind auf dem roten Kontinent nicht mit denen in Deutschland vergleichbar. Zwar haben auch wir außerhalb von Ortschaften den einen oder anderen Schotterweg, will man aber zum besagten Traumstrand im Bundjalung National Park kommen, muss man mehr als 30 km über Steine und kleine Graben fahren, was zum Glück mein Auto überlebt hat. Der Park erstreckt sich über 25 km und bietet zwei Campingmöglichkeiten: Black Rocks Campground oder Woody Head Campground. Ich entscheide mich für Black Rocks und damit zugleich für die eben geschilderten Straßenverhältnisse.

Die Mühe wird belohnt

All die Strapazen lohnen sich aber, sobald man weniger Meter über das Camp geht und vor einem menschenlehren Strand steht, der zwischendurch von schwarzen Felsen verschlungen wird, die sich vor allem in Richtung Norden ausweiten. Weiter südlich erwartet den Besucher die scheinbare Endlosigkeit.
Das Rauschen der Wellen, der Sand unter den Füßen und der Geruch von Salz und Freiheit versetzen mich in einen tiefen Traum, aus dem ich immer noch nicht ganz aufgewacht bin. Stundenlang schlenderte ich entlang der Küste und nicht einer Person begegnete ich. Erst wieder auf dem Campingplatz, wo aber auch nur drei Stellplätze besetzt sind, kommt mir ein menschliches Wesen entgegen.

Strand

Der Platz sollte übrigens online gebucht werden, da es vor Ort weder eine Rezeption noch Mitarbeiter gibt. Kommt man nicht dazu, ist es nicht weiter schlimm, da einige Plätze für Kurzentschlossene freigehalten werden. Diese können dann sogar am Tag darauf nachbuchen.

Im Allgemeinen ist der Platz sehr spartanisch ausgestattet: Jede Parzelle hat einen Grill und einen Tisch. Die Toiletten haben keine Spülung und die Duschen, naja, die gibt es nicht. Strom oder andere Annehmlichkeiten sucht man hier auch vergebens. Darauf lässt es sich aber auch gut verzichten, denn schließlich hat man den vielleicht schönsten Strand vor der eigenen Autotür, den man je sehen wird.
Der andere Campingplatz, Woody Head Campground hat mehr Komfort zu bieten, unter anderem auch Duschen.

Der Bundjalong National Park in Australien – Der einsame Traumstrand from itravel – Individual Travel on Vimeo.

 

Und noch ein kleiner Tipp:
Nicht jedes Navigationssystem findet den Nationalpark und den besagten Campingplatz. Da der Park sehr groß ist, wurde ich zunächst zum Anfang den Anlage gelotst, der jedoch fast 40 km vom Campingplatz entfernt ist. An diesen Koordinaten kann man sich aber Orientieren, von da an ist es nicht mehr weit zum Paradies:

-29.248404, 153.362827

Mehr Infos zum Nationalpark und den Campingmöglichkeiten gibt es hier:

http://www.nationalparks.nsw.gov.au/Bundjalung-National-Park

http://www.environment.nsw.gov.au/nationalparks/parkCamping.aspx?id=N0041

 

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