Lost Places – Auf der Suche nach dem perfekten Cache

Wissenswertes über Geocaching, die weltweite Schnitzeljagd 2.0.

„Geist des Hagen : N49°38.997 E008°30.255. Du findest bei der angegeben Zielkoordinate einen magischen Baumstumpf, dicht neben einer auffälligen Wurzel. Der magische Baumstumpf birgt ein Geheimnis: Du kannst den Geist aus seinem Versteck locken und die Cachebox im Keller der Geisterwohnung finden. Bei Dämmerung / Dunkelheit ein besonders schauriges Erlebnis. Hinweis: Suche unbedingt zuerst die Wurzel und den Baumstumpf…. lass Dich von nichts anderem ablenken. Zusätzlicher Bonus: Wenn der Geist Dir wohlgesonnen ist, erfährst Du hier auch die fehlenden Ziffern XXX für den ?-Cache Schatz des Hagen (N 49°39.XXX E 008°30.XXX ), nicht weit von hier entfernt. Diesen Schatz kannst Du dann auch heben.“ Diese Anweisungen stammen aus der Beschreibung eines der beliebtesten deutschen Caches auf www.geocaching.com. Der „Geist des Hagen“ ist nur einer von tausenden Caches weltweit, nach denen wiederum abertausende Geocacher suchen.

Lost Places üben seit jeher eine große Faszination auf Geocacher aus.

Dabei kann die Location der Verstecke nicht außergewöhnlich genug sein – so zählen zum Beispiel die Geisterstadt Kolmannskuppe in Namibia sowie der ehemalige Kriegsschauplatz Peleliu Islands in Palau zu den spannendsten Lost Places weltweit. Verlassene Gebäude und marode Fahrzeugwracks ziehen die Cacher magisch in ihren Bann. Sogar auf der internationalen Raumstation ISS wurde 2008 ein Cache von Weltraumtourist Richard Garriott versteckt.

Sogar auf der ISS befindet sich ein Cache.
Sogar auf der ISS befindet sich ein Cache.

Der erste Cache in Deutschland wurde am 2. Oktober 2000 von Ferenc Franke südlich von Berlin versteckt und trägt den Namen „First Germany“. Ein Nacht-Cache ist nur bei Dunkelheit findbar. Die Stationen bzw. das Final haben Reflektoren, blinkende LEDs, akustische Signalgeber, Lichtschranken, Wecker oder andere technische Spielereien. Manche Caches erfordern spezielle Geräte wie Nachtsichtgeräte, um die Hinweise zu finden. Interessant sind auch die virtuellen Safari-Caches. Hier wird keine Dose gesucht, außerdem sind sie “locationless” – also nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Ein Safari-Cache kann jederzeit und überall geloggt werden, in den meisten Fällen sogar weltweit – vorausgesetzt, man erfüllt die Logbedingung, etwas Bestimmtes zu finden, die Koordinaten zu notieren, und ein Foto als Logbeweis vorzuzeigen Was genau man finden und fotografieren muss, ist in der jeweiligen Safari festgelegt. Bei manchen Safaris wird eine bestimmte Sehenswürdigkeit gesucht, zum Beispiel ein Aussichtsturm. Bei anderen bestimmte seltene Objekte wie etwa ausgediente Dampflokomotiven. Und dann gibt es noch Safaris, die eher Humorvolles suchen. Da die Safari-Aufgaben meist fast überall gelöst werden können, kann man auch dort Safari-Caches loggen, wo keine anderen Opencaching-Caches vor Ort sind. Noch in dem entlegensten Dorf findet man in der Regel Objekte, zu denen es eine passende Safari gibt.

Gefunden! Dieser Geocacher hat sein Ziel erreicht.
Gefunden! Dieser Geocacher hat sein Ziel erreicht.

15 Jahre Geocaching. Und die Community wächst…

Seit 15 Jahren gibt es Geochaching nun bereits. Doch noch immer ist vielen diese Aktivität ein Rätsel. Dabei ist Deutschland das Land mit der höchsten Cacheanzahl gleich nach den USA. Mit über 50.000 Geocaches liegen die meisten Caches in Nordrhein-Westfalen, gemessen an der Cache-Dichte sind Berlin mit ca. 4,4 Caches/km² und Hamburg mit ca. 3,6 Caches/km² aber die wahren Geocaching-Schatzgruben.

Deutschlands prominentester Geocacher ist übrigens Bernhard Hoëcker. Wir empfehlen sein Buch „Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers“.
Coole Cacherklamotten gibt’s auf cacherklamotten.de.

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