Südafrika: Wind im Gesicht und Schmetterlinge im Bauch

(Bild: Marko Roth Productions)

Mit dem Sidecar zum Kap der Guten Hoffnung

Ein Tagesausflug von Kapstadt aus ans Kap der Guten Hoffnung ist oft der fantastische Auftakt oder aber der krönende Abschluss einer Südafrikareise. Etwas außergewöhnlicher als mit dem Mietwagen kann man die schöne Küste aber auch mit dem Motorrad entlangfahren. Oder, wenn es noch etwas individueller sein darf: Mit dem Sidecar! Im Beiwagen eines Oldtimermotorrads fährt man – je nach Können mit oder ohne Fahrer – auf abenteuerliche Art und Weise eine der schönsten Küstenstraßen der Welt entlang. Helm, Lederjacken und der Fahrtwind, der einem ins Gesicht weht, sorgen für ein ganz besonderes Freiheitsgefühl, das man wohl so nur hier in Südafrika erleben kann.

Bereit für ein Abenteuer? (Bild: Marko Roth Productions)
Bereit für ein Abenteuer? (Bild: Marko Roth Productions)

Bunte Häuschen und maritimes Flair – an der False Bay gibt es viele Gründe, zu stoppen

Majestätisch thronen die Twelve Apostels hinter dem Tafelbeg, wenn man das Sidecar früh am Morgen „anschmeisst“ und die ersten Kilometer in Richtung Kap der Guten Hoffnung zurücklegt. Am besten nimmt man den Hinweg zum Kap entlang der False Bay und plant genügend Zeit für Fotostopps oder kleine Pausen ein. In Muizenberg zum Beispiel lädt nach wenig Fahrtzeit schon der erste Strand zum Baden ein. Das Städtchen ist für die schönen bunten Strandhäuschen bekannt, die den Strand säumen und auf vielen Postkarten zu sehen sind. Also: Sidecar parken und rein ins Wasser bevor es weiter geht nach St. James und Kalk Bay, zum Fischerdorf Fish Hoek und nach Simon´s Town, das noch immer ein südafrikanischer Marinestützpunkt ist, sehr maritim geprägt ist und englischen Charme versprüht.

Erster Halt: Muizenberg. (Bild: Andreas-Köckeritz_pixelio.de)
Erster Halt: Muizenberg. (Bild: Andreas-Köckeritz_pixelio.de)

Die weltbekannteste Pinguinkolonie sagt „Hallo“. Einige Affen auch

Von hier aus ist es dann nicht mehr weit bis zum bekannten Boulders Beach, wo die wahrscheinlich bekannteste Pinguin-Kolonie der Welt lebt. Die süßen Tiere sind unbedingt einen Besuch wert und absolut liebenswert. Ein wenig ab vom Trubel hat man sogar die Möglichkeit, mit ihnen zu schwimmen oder gemeinsam mit ihnen auf den massiven Felsbrocken, die den Strand säumen, zu sitzen und sich zu sonnen. Momente, die man sein Lebtag nicht vergisst! Nachdem man sich von den süßen Pinguinen losreißen konnte, führt einen die Straße immer mehr in die Natur hinein. Und man muss nicht lange warten, um die nächste tierische Begegnung zu machen: Am Millers Point wird man mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Horde wilder Affen stoßen, die wirklich sehr kontaktfreudig ist. Bei aller Freundschaft sollte man hier sein Hab und Gut beisammenhalten, denn Proviant ist bei den Affen sehr beliebt und Handys oder Kameras interessante Gegenstände, die es zu untersuchen gilt.

Tierische Begegnungen - mit den süßen Pinguinen...
Tierische Begegnungen – mit den süßen Pinguinen…
... und den kontaktfreudigen Affen.
… und den kontaktfreudigen Affen.

Das Kap der guten Hoffnung – einst von Seefahrern gefürchtet, heute von Touristen geliebt

Dann dauert es nicht mehr lange, bis man die Tore des Cape Point Nature Reserves erreicht, einem Naturreservat von unglaublicher Schönheit. Man sollte den Fehler vermeiden, nicht nach links und rechts zu gucken und den Blick nur auf den Cape Point zu richten. Vielmehr ist hier der Weg das Ziel und es gibt viele schöne Möglichkeiten, hier ein paar Stunden zu verbringen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Wanderung entlang des Shipwreck-Trails am Olifantbos Point, wo ihr den 1942 gestrandeten Frachter „Thomas T. Tucker“ und das 1965 aufgelaufene niederländische Kümo „Nolloth“ sehen könnt. Auch eine Picknickpause an der Buffels Bay ist eine schöne Sache. Ziel der Reise ist und bleibt natürlich Cape Point, der südlichste Ort der Halbinsel. Das Sidecar lasst ihr am Parkplatz stehen und wandert zum Leuchtturm hinauf – alternativ habt ihr auch die Möglichkeit, mit der Seilbahn zu fahren. Oben werdet ihr mit einem Traumblick über den rauhen Ozean belohnt, manchmal sieht man von hier aus auch Wale. Am Kap der Guten Hoffnung könnt ihr euch einfach mal treiben lassen und die Landschaft erkunden – entscheidet selbst, wohin euch euer Weg an diesem einzigartigen Ort führen soll.

Ziel der Reise: das Kap der guten Hoffnung!
Ziel der Reise: das Kap der Guten Hoffnung!
So wild ist das Meer am südlichsten Punkt der Kaphalbinsel.
So wild ist das Meer am südlichsten Punkt der Kaphalbinsel.

Wenn ihr genug vom Cape Point habt, dann schwingt euch wieder auf bzw. ins Sidecar und braust in Richtung Kapstadt zurück. Auf der Westseite der Insel bleibt euch die Sonne noch lange erhalten, so dass ihr auch während der Fahrt über den bekannten Chapman´s Peak noch das stimmungsvolle Licht genießen könnt. Von Hout Bay bis Noordhoek schlängelt sich die Straße über neun Kilometer und mehr als 100 Kurven entlang und gibt einen Traumblick nach dem anderen frei. Lasst euch Zeit und genießt noch einmal das unbeschreibliche Gefühl, dass euch hier, in eurem Sidecar, mitten in Südafrika, überfällt. Denn schneller als ihr glaubt ist die Tour zu Ende. Ihr erreicht Camps Bay, Kapstadts angesagteste Flaniermeile, genau rechtzeitig zum Abendessen. Lasst euch in einem der exklusiven Restaurants verwöhnen. Ein Sundowner zum Abschluss dieses wunderschönen Tages machen das Kapstadt-Erlebnis perfekt!

Das perfekte Ende eines perfekten Tages.
Das perfekte Ende eines perfekten Tages.

Kapstadt und ganz Südafrika bieten euch viele tolle Erlebnisse. Gerne organisieren wir eine Sidecarfahrt oder ähnlich außergewöhnliches für euch!

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