itravel-Neuzugang Stefanie ist Südamerika-Fan!

Unsere neue Mitarbeiterin Stefanie ist schon viel in der Welt herum gekommen – doch ihr Herz schlägt für Südamerika! Sie hat mehrere Jahre in Montevideo gelebt, lernte in Uruguay echte Gauchos kennen und erlebte in Chile einige der spektakulärsten Landschaften der Welt. Davor reiste sie durch Bolivien, Peru, Argentinien und Brasilien. Viele Orte in Südamerika kennt sie also wie „ihre Westentasche“ – und kann unsere Kunden entsprechend gut beraten. Für unser Reisemagazin gab Stefanie einige ihrer schönsten Erlebnisse preis.

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Steffi am Machu Picchu – nur eines der Highlights während ihrer Zeit in Südamerika

Du bist noch gar nicht lange aus Südamerika zurück. Erzähl doch mal, was dich dort so lange gehalten hat. Was hat dich fasziniert und was hat für dich den größten Unterschied zu unserer Lebensweise hier in Westeuropa ausgemacht?

Das erste Mal habe ich Südamerika während des Tourismus-Studiums besucht, als ich nach Chile gegangen bin. Seitdem bin ich nicht wieder von diesem Kontinent losgekommen und der Wunsch danach, möglichst viele Länder in Südamerika zu bereisen, wächst täglich. Der Kontinent ist einfach so vielfältig, dass ich gar nicht weiß, wovon ich zuerst schwärmen soll. Fasziniert hat mich in Chile die unglaublich vielfältige, extreme und wunderschöne Landschaft, aber auch die den Fremden so aufgeschlossen und hilfsbereiten Chilenen. In Uruguay wurde ich durch die ganz andere Lebensweise gefesselt, an die man sich als Westeuropäer natürlich erst einmal gewöhnen muss. Die Uruguayer sind ein bisschen wie die Italiener oder Spanier. Sie genießen das Leben in vollen Zügen und lassen alles etwas „lockerer“ angehen. Außerdem ist auch hier die Landschaft einmalig und sehr vielfältig für ein so kleines Land.

Farmstays auf richtigen Estancias mit echten Gauchos und Hippie-Bohéme an den tollen Stränden Uruquays – das klingt nach vielen interessanten Bekanntschaften und jeder Menge toller Erfahrungen. Welches Erlebnis war dein persönliches Highlight auf allen deiner Reisen?

Wenn ich mich zwischen all den tollen Dingen, die ich gesehen und erlebt habe, entscheiden müsste, dann ist es das „Reiten wie eine echte Gaucha“ in den schier endlosen Weiten der uruguayischen Pampa. Ich hatte das Glück, mehrere Tage auf einer Estancia – fernab von jeglicher Zivilisation, Elektrizität und Technik – bei der täglichen Farmarbeit mithelfen zu dürfen. Das Tollste daran war das stundenlange reiten auf den typischen Criollo-Pferden, um Rinder-, Schafs- oder Pferdeherden auf verschiedene Weidegründe zu treiben. Dabei ging es durch Flüsse, Eukalyptuswälder und über steinige Hügel sowie endlose Graslandschaften. Die Pferde sind unglaublich widerstandsfähig und sehr gutmütig. Dabei sieht man die tollsten Wildtiere, wie Ñandús (südamerikanischer Vohenstrauß), Mulitas (Gürteltier), Carpinchos (Wasserschweine), Stinktiere, Füchse, aber auch viele außergewöhnliche Vögel wie Eulen, Greifvögel und die überall gegenwärtigen Cotorras (kleine grüne Sittiche). Das Tolle an dieser Erfahrung ist auch, dass man in eine ganz andere „fast vergessene“ Lebensart eintaucht. Die Gauchos leben noch sehr ursprünglich und brauchen nicht viel. In der Tat sagt ein Gaucho über sich, dass sein einziger Besitz sein Pferd und der Poncho, den er trägt, ist.

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Unterwegs mit den Gauchos… Hier erlebte Steffi wundervolle Tage und gewann neue Freunde.
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Reiten wie eine echte Gaucha – in Südamerika wird dieser Traum wahr!

Stichwort Natur – die ist bekanntermaßen in Südamerika einfach überwältigend. Du warst in den Anden, am Titicacasee und hast den Vulkan Villarica bestiegen. Welches Naturhighlight ist bei einer Südamerikareise für dich unverzichtbar?

Die Natur ist überwältigend in Südamerika und eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt! Wer alles in einem Land haben will, der muss, meiner Meinung nach, nach Chile. Das Land birgt mit seiner Nord-Süd-Ausdehnung von rund 4000 Kilometer so ziemlich jede Klimazone, die man sich vorstellen kann. Ganz im Süden kann es richtig kalt werden. In Patagonien gibt es riesige Gletscher, Berge und Vulkane, Felsformationen sowie endlose Nationalparks mit Seen und Flüssen, die zum Wandern und Aktivurlaub einladen. In der Mitte des Landes liegen die tollsten Städte wie Santiago, Valparaiso, La Serena und viele mehr. Hier gibt es auch viele Weinanbaugebiete und eine sehr schöne Küstenregion mit Stränden und kleinen Inseln, die vollgepackt sind mit Pinguinen, Seelöwen und Pelikanen. Im Norden des Landes liegt die weltbekannte Atacama Wüste. Es heißt, sie sei die trockenste Wüste der Welt, doch an ein paar Tagen im Jahr, nach einem der wenigen Regenfälle, verwandelt sich die Wüste in ein unendliches Blumenmeer.
Auch der Besuch der Anden ist ein Muss in Südamerika. Da kann man auch Skifahren und mit etwas Glück Lamas, Condore und viele andere Tiere sehen. Auch der Titicacasee an der Grenze von Peru und Bolivien ist sehr sehenswert. Die alten Kulturen und andersartigen Lebensweisen der Einheimischen sind überall noch heute zu spüren und spiegeln sich ganz besonders in der Kleidung der Frauen mit ihren bunten Tüchern und den kleinen Hütchen wider. Ich kann mich wirklich nicht entscheiden und sage; all das darf man auf einer Südamerika Reise nicht missen!

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Der Salar de Uyuni ist eines der vielen Naturwunder in Südamerika.

Und Montevideo – was darf man hier nicht verpassen?

Montevideo ist eine tolle Stadt – nicht so groß und unübersichtlich wie die meisten Hauptstädte. Es gibt noch sehr ursprüngliche koloniale Architektur, leider nicht immer im besten Zustand, aber immer mehr der Prachtbauten werden nun restauriert. Dazu liegt die Stadt direkt am Rio de la Plata und es gibt tatsächlich richtige Stadtstrände. Die Rambla entlang des Ufers lädt zu Spaziergängen, zum Joggen oder Fahrradfahren ein. Vom Hafen der Altstadt, wo die Rambla startet, bis zum Luxus Hotel Carrasco, geht es 20 Kilometer direkt an der Wasserfront entlang. Danach kann man die 600 km lange Küste Uruguays hinauffahren, um die schönsten Küstenorte, Surfer-Strände und Naturparadiese zu entdecken. Sonntags darf man sich in Montevideo auf keinen Fall den traditionellen Trödelmarkt „Tristan Narvaja“ entgehen lassen. Hier kann man Stunden damit verbringen, durch alle Seitenstraßen zu schlendern. Es gibt hier alles, von antiken Sammlerstücken, frischem Obst und Gemüse, Souvenirs bis hin zu verschiedenster Kleidung. Auch Spezialitäten wie der Mate Tee, Bizcochos und Martin Fierro (ein Stück Käse mit einem festen Stück Quittengelee darauf) sollte man hier probieren. Den obligatorischen Spaziergang durch die „Ciudad Vieja“, die Altstadt, sollte man mit einem Mittagessen im Mercado der Puerto vereinbaren. In der riesigen Markthalle reiht sich ein Grill-Restaurant an das andere. Mein Tipp: Einfach an die Theke eines der Restaurants setzen, alles durchprobieren und mit einem Glas Tanat Rotwein genießen. Wer etwas erleben will, der muss abends die angesagten Viertel Pocitos und Parque Rodo besuchen. Hier reihen sich die stylischen Bars, Restaurants und Kneipen – „Boliches“ genannt – aneinander. Man kann durch den italienischen Einfluss sehr gute hausgemachte Pastagerichte essen und natürlich herrliche Fisch & Fleischgerichte aller Art.

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In Montevideo kann man ganz wunderbar seine Zeit verbringen. Beim Flanieren entlang der Rambla, …
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…beim Besuch des Trödelmarktes „Tristan Narvaja“, …
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… oder beim Bummel durch die Altstadt.

Südamerika ist unglaublich groß und für viele Reisende ein weites Feld. Was wirst du deinen Kunden zukünftig empfehlen, welche Routen oder Orte sind für wen geeignet und was sollte man bei einer Reise nach Südamerika unbedingt bedenken?

Wer ein richtiges Südamerika-Feeling bekommen will, kann das am besten in den Metropolen wie Rio de Janeiro, Buenos Aires, Montevideo, Santiago de Chile, Lima und vielen weiteren Großstädten. Hier kann man luxuriös wohnen, an Stränden entspannen oder sich in ein aufregendes Nachtleben stürzen. Für diejenigen, die sich mehr Aktivität oder Naturerlebnisse wünschen, gibt es ebenso viel Auswahl. Outdoor-Fans schlage ich Patagonien (Argentinien & Chile) vor. Wer es etwas wärmer haben möchte, kann den Amazonas in Brasilien, Ecuador oder Peru erkunden. Um kulturelle Highlights zu sehen sind Peru, Bolivien, und Nordargentinien sehr zu empfehlen. Auch Kolumbien und Venezuela sind interessante Reiseländer, in denen man Kultur mit einem tropischen Badeurlaub kombinieren kann. Tierliebhaber kommen auch auf ihre Kosten, zum Beispiel bei einem Reiturlaub in Uruguay, bei Tier- und Vogelbeobachtungen im Pantanal bei Paraguay und nicht zu vergessen auf den Galapagos Inseln in Ecuador. Ich glaube, dass heutzutage noch viele Reisende vor Südamerika zurückschrecken aus Angst vor den Kommunikationsschwierigkeiten durch die Sprachbarrieren. Generell sage ich aber, dass man mit etwas Englisch ganz gut durch kommt, denn die Südamerikaner sind sehr hilfsbereit und freuen sich über Gäste aus der ganzen Welt. Unbedingt beachten sollte man aber die beste Reisezeit für das jeweilige Land.

Wir danken Stefanie für dieses Interview. Und sind uns sicher, dass sie unsere Kunden hervorragend bezüglich Reisen nach Südamerika beraten wird. Dabei wünschen wir viel Spaß und Erfolg!

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