Let´s Dance. Die Welt tanzt

Tanzen macht glücklich, tanzen hält fit und tanzen schweißt zusammen. Nur logisch also, dass die Menschen überall auf der Welt tanzen. Sie tanzen in Diskotheken und Clubs, sie tanzen auf Festivals und bei Flashmops sie tanzen sogar schon im Kindergarten. Von Ballett über Hip Hop bis hin zu Line Dance. Auf Bühnen, in Tanzschulen oder einfach auf der Straße. Warum tun sie dies? Weil tanzen einfach glücklich macht. Genau wie in der Fashion Welt oder der Musik sind Tänze auch Moden unterworfen, manche kommen und gehen, manche bleiben für immer. Einige „Klassiker“ haben es besonders vielen Menschen angetan und werden morgen noch genauso beliebt sein wie sie gestern waren und heute sind.

Eine der schönsten Seiten Hawaiis: Der Hula-Tanz!
Eine der schönsten Seiten Hawaiis: Der Hula-Tanz!

Der Hula – Inbegriff exotischer Anmut und Schönheit

Da wäre zuerst einmal der Hula – ein sanfter, anmutiger Tanz aus Hawaii, Inbegriff exotischer Schönheit. „HULA ist die Sprache des Herzens und deshalb der Herzschlag des hawaiianischen Volkes“ sagte David Kalaka’ua, der letzte König von Hawaii. Noch heute verzaubern die Hawaiianerinnen mit dem Hula tausende Besucher. Meist wird die etwas freiere Variante, der moderne Hula Auana dargeboten. Hier geht es im Wesentlichen darum, zu sanfter Musik die eigene Lebensfreude sowie die Liebe zum Leben und zur Schöpfung zum Ausdruck zu bringen. Dagegen ist der Hula Kahiko der Hula der alten Art. In ihm wurde die Geschichte Hawai’is festgehalten. Seine Bewegungen sind inspiriert von der Natur und der Göttin des Tanzes, Laka, gewidmet. Jede Körper- und Handbewegung hat hier eine Bedeutung.

Ein Tanz mit jahrhundertealter Tradition: In Spanien tanzt man Flamenco!
Ein Tanz mit jahrhundertealter Tradition: In Spanien tanzt man Flamenco!

Flamenco – Spaniens Temperament in einem Tanz

Nicht-Spanier verbinden mit dem Begriff „Flamenco“ vorrangig den leidenschaftlichen Tanz, der Herzschmerz, Sehnsucht, Glück und Verderben ausdrückt. Doch genauso wichtig wie die temperamentvollen Tänze, die übrigens sehr lange reine Frauensache waren, ist beim Flamenco auch der Gesang sowie die Begleitung mit der Gitarre. Das Gitarrenspiel – toque genannt – ist inzwischen eine hochvirtuose Kunst, Musiker wie der 2014 verstorbene Paco de Lucia begeistern damit Menschen auf der ganzen Welt. Übrigens liegen die Wurzeln des Flamencos bei den aus Indien stammenden Roma, die sich um 1425 im heutigen Andalusien niederließen. Ihre Gesänge vermischten sich mehr und mehr mit der andalusischen Volksmusik – der Flamenco entstand und breitete sich in ganz Spanien aus.

So kraftvoll ist der Capoeira - und er ist trotzdem ein Tanz.
So kraftvoll ist der Capoeira – und er ist trotzdem ein Tanz.

Capoeira – coole Kampfansage aus Brasilien

Seit einigen Jahren erfreut sich auch ein brasilianischer Kampftanz immer größerer Beliebtheit – nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Viele sehen im athletischen Capoeira eine willkommene Alternative zu Hip Hop oder Streetdance, was diesen Tanz auch für Männer besonders attraktiv macht. Wer einmal Capoeira ausprobiert weiß, wie anstrengend dieser Kampfkunst ist: sie erfordert höchste Körperbeherrschung und Konzentration. Seine Ursprünge fand der Capoeira während der Kolonialzeit in Brasilien und Afrika, wo er von Sklaven praktiziert wurde und sich im Laufe der Zeit mit Elementen anderer Kampfkünste wie dem Ringen oder Jiu Jitsu mischte. Inhaltlich ist Capoeira von drei Ebenen geprägt: dem Kampf, der Musik und der „Roda“ – einem Kreis – als gesellschaftlichem Rahmen, in dem der Kampf stattfindet.

Wer Tango tanzt, der erlebt pure Leidenschaft. (_terramara_pixelio.de_)
Wer Tango tanzt, der erlebt pure Leidenschaft. (_terramara_pixelio.de_)

Tango – Leidenschaft, Leidenschaft, Leidenschaft

Der Tango, wie wir ihn kennen, ist der Tango Argentino. Es gibt aber zahlreiche weitere Varianten und Ausdrucksformen, die in der ganzen Welt getanzt werden, zum Beispiel auch den finnischen Tango in Finnland. Eine wichtige Rolle kommt beim Tanz neben den Tanzschritten auch der Musik zu – sie ist Ausdruck und Inbegriff der Leidenschaft, die diesen Tanz ausmachen. Nach einer Zeit des Dornröschenschlafes erwacht der Tango derzeit zu neuem Leben, in vielen Städten trifft man sich inzwischen an öffentlichen Plätzen, um den Tango zu tanzen – zum Beispiel in Kapstadt, Buenos Aires oder Berlin.

Es gibt zahlreiche weitere tolle Tänze, die es verdient hätten, hier erwähnt zu werden. Salsa und Merengue, die in der Karibik getanzt werden, zum Beispiel. Oder der neuseeländische Haaka, den das Rugby-Team vor Wettkämpfen tanzt. Am besten erlebt man Tanzkultur sowie im eigenen Land – lasst euch bei euren Reisen von der Freude, die Tanzen macht, anstecken.

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