Ein „perfektes Paar“ für Sven! Costa Rica und Nicaragua sind zusammen unschlagbar

Wie unser Mitarbeiter Sven Schaefers in Mittelamerika die Leichtigkeit des Seins erlebte, auf Hochzeiten Karaoke sang und Gürteltiere zu seinen Nachbarn zählte.

„So weit weg wie möglich“ und „dorthin, wo noch nicht viele waren“. Dies waren die Gründe für Sven, insgesamt ein Jahr lang während seines Studiums in Mittelamerika zu verbringen. Dazu kam die nahende Abschlussprüfung in Spanisch. Und letztlich sein Schwiegervater, der in den 1980er Jahren als Entwicklungshelfer in Nicaragua tätig war und ihm das Land ans Herz legte.

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Auf nach Mittelamerika! Sven verbrachte hier eine seiner besten Zeiten des Lebens.

Unser neuer Sales-Mitarbeiter ist jung, weltoffen und vielseitig interessiert. Er machte seinen Bachelor in Kulturwissenschaften, legte den Master in Tourismusmanagement nach, und verbrachte je sechs Monate in Costa Rica und Nicaragua. Privat ist er verheiratet und seit 5 Monaten stolzer Vater einer kleinen Tochter. Seit Anfang 2016 unterstützt er tatkräftig das itravel-Team in der Beratung der Kunden zu den Destinationen Nicaragua und Costa Rica. Was ihn daran reizt? „Der sichtbare, unmittelbare Erfolg der Beratung und die Möglichkeit, meine Erfahrungen aktiv weiterzugeben.“

Fragt man Sven nach seiner Zeit in den beiden Ländern und danach, was er dort erlebt hat, so weiß er erst einmal nicht, wo er beginnen soll. Zu vielfältig war der Input, zu beeindruckend Natur, Städte und Menschen der beiden Länder, die sich immer wieder miteinander vergleichen, obwohl sie in vielen Dingen doch so unterschiedlich sind. Was sehr schnell klar wird, ist, dass Costa Rica vor allem die aktive, abenteuerliche Seite in Sven begeisterte, er sich hier mit Canopy-Touren im Dschungel, Rafting und Vulkanwanderungen seine Zeit vertrieb, während ihn in Nicaragua vorrangig die Städte mit ihrem geschichtlichen und kulturellen Reichtum in den Bann zogen. So lassen sich die jahrelangen politischen Kämpfe und Traditionen des Landes noch heute beispielhaft in den so unterschiedlich geprägten Städten Granada und Léon erleben: Während die eine mit ihren schönen Kolonialbauten stets Heimat der konservativen, gut betuchten Nicaraguaner war, so wurde letztere zum Zentrum der sozialistischen Revolutionäre, deren Erbe man heute noch – ähnlich wie in Kuba – spüren kann.

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Ein Highlight in Costa Rica ist sicherlich eine Canopy-Tour!
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Die Straßen von Granada in Nicaragua sehen ähnlich wie in Kuba aus.

„Kein Arbeitstag war wie ein Arbeitstag“

Die Zeit verbrachte Sven in den beiden Ländern nicht als Tourist, sondern als Hotelangestellter, der unter anderem als Guide den Gästen die schönsten Ecken der Länder zeigte. Eine Zeit, die sich für ihn nicht eine Sekunde lang nach Arbeit anfühlte. Vielmehr empfand er sie als Bereicherung für sein Leben, bei dem er viel über sich selbst gelernt hat. Dass man das Leben nehmen muss wie es kommt, bei Problemen nicht verzweifeln sondern sie aktiv anpacken soll, und dass viele Situationen im Alltag mit ein bisschen Gelassenheit und Demut viel besser zu händeln sind.

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Immer nah dran zu sein an Land und Menschen – das empfand Sven während seines Aufenthalts als Privileg.

Die Leichtigkeit der Mittelamerikaner, mit alltäglichen Problemen ganz unbekümmert umzugehen, hat Sven angesteckt. Besonders angetan haben es ihm aber die Menschen, die er in Mittelamerika kennenlernen durfte. In Nicaragua wohnte er in einer Gastfamilie, in Costa Rica in einem Angestellten-Bungalow innerhalb der Hotelanlage. Er war daher immer nah dran am Leben der Einheimischen, ihren Gewohnheiten, den Sorgen und Hoffnungen. Er verbrachte seinen Feierabend mit ihnen, tanzte gemeinsam auf Hochzeiten und ließ sich sogar zu der einen oder anderen Karaoke-Performance überreden, die bei keiner Feier fehlen darf. Bekanntschaften, die sein Leben und seine Einstellung zu vielen Dingen prägten und die er niemals missen möchte. Man merkt es ihm an, wie emotional er noch heute berührt ist als er von seiner Abschiedsfeier in Costa Rica berichtet, die seine Inhaberfamilie mit allen Angestellten als Überraschung für ihn organisierte.

Die Deutschen sind in Nicaragua gern gesehene Gäste

Wie Sven berichtet, schätzen die Nicaraguaner die sogenannten „deutschen Tugenden“, insbesondere unsere Arbeitsmoral und die Bereitschaft, „anzupacken“. „Die Menschen erinnern sich an die deutsche Entwicklungsarbeit in den 80er Jahren, kurz nach dem Bürgerkrieg – und was für das Land getan wurde. Dafür sind sie noch heute dankbar.“ Als Deutscher ist man also ein gern gesehener Gast in Nicaragua und die Menschen bemühen sich, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Man könne ganz wunderbar und in kurzer Zeit das Land auf eigene Faust erkunden, so Sven. Und zwar mit dem Mietwagen oder auch mit den öffentlichen Bussen, dessen System auf den ersten Blick zwar etwas chaotisch wirkt, aber letztlich doch funktioniere. Der Bus käme immer irgendwann und es käme auch immer jeder mit, zur Not auf dem Dach. Dieses Privileg sei jedoch den Einheimischen vorbehalten, Touristen dürfen nur im Inneren des Busses reisen.

Vorsicht vor der Kokosnuss

Angst haben brauche man in beiden Ländern höchstens vor der Kokosnuss. Jährlich werden eine Handvoll Menschen davon erschlagen – ansonsten seien die Länder nicht gefährlicher als andere, behauptet Sven. Die Hauptstädte seinen ohnehin zu vernachlässigen, man solle seine Zeit vielmehr in den faszinierenden Städten Nicaraguas mit den quirligen Märkten und in der großartigen Natur Costa Ricas verbringen. „Die Schweiz Mittelamerikas“ lockt mit schier unendlichem Dschungel, allem voran die Region um „Monteverde“ mit seinen Nebelwäldern, in denen man neben zahlreichen Vogelarten, wie dem selten Quetzal auch Papageien und Affen begegnet. Auch freche Nasenbären trifft man in Costa Rica nicht selten, die ähnlich wie Hunde gerne um Essen betteln. Gürteltiere als Nachbarn? Sven glaubte es selbst kaum, dass die eigenartigen Geräusche zur Dämmerung neben seinem Bungalow von diesen Tieren stammten. Ein besonderes Erlebnis sei auch der Ausflug nach Tortuguero gewesen, wo viele Meeresschildkröten ihre Eier legen.

Im Naturparadies Tortuguero finden Schildkröten genug Ruhe, um ihre Eier zu legen.
Im Naturparadies Tortuguero finden Schildkröten genug Ruhe, um ihre Eier zu legen.
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Diesen schlafenden Frosch hat Sven in der Region Sarapiqui im Nordosten des Landes entdeckt. Nur eines von vielen tollen Tiererlebnissen…

Sven strahlt, als er von seinen Abenteuern beim Rafting und Canopy (Zip-Lining) erzählt. Einen besonderen Adrenalinkick gab es für ihn ebenso beim Sandboarding durch die Asche des Vulkans Cerro Negro in Nicaragua. Außerdem sei es großartig gewesen, morgens im Pazifik zu schwimmen und abends die Zehen in den schwarzen Sand der Karibikküste stecken zu können. Sprich: Die Distanzen sind gering, die Vielfalt umso größer.

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Traumstrände im Osten und Westen. In Mittelamerika könnt ihr euch zwischen Karibik und Ozean entscheiden.

Man muss Sven stoppen, und ihn darauf hinweisen, dass die Länge unseres Artikels begrenzt ist. Es sprudelt inzwischen so aus ihm heraus, immer wieder verliert er sich in Details, seine Begeisterung ist ansteckend. Nach diesem Gespräch ist klar: Sven wird ein erstklassiger Berater für Nicaragua und Costa Rica sein.

Abschließend möchten wir euch aber Svens persönliche Empfehlungen für die beiden Länder nicht vorenthalten:

Svens Insidertipp für Nicaragua: Die „Semana Santa“ in Granada. Die gesamte Woche vor Ostersonntag steht im Zeichen der „heiligen Woche“. Aufwändige Prozessionen, folkloristische Tänze und zahlreiche Veranstaltungen finden in der ganzen Stadt statt. Außerdem der Besuch einer Zigarrenmanufaktur – die einheimischen Zigarren seien ähnlich gut wie die kubanischen, aber deutlich günstiger.

Svens Insidertipp für Costa Rica: Die Region Sarapiqui im Nordosten des Landes. Ähnlich wie in Monteverde ist die Region ein Paradies für Aktivurlauber und Naturtouristen, aber deutlich weniger frequentiert als beispielsweise Monteverde. Für Tier- und Naturbeobachtungen sollte man den Nationalpark Braulio Carrillo oder die Forschungsstation La Selva besuchen. Wer es etwas auferegender mag, kommt beim Rafting und Kayaking durch die Stromschnellen des Flusses Rio Sarapiqui auf seine Kosten.

Noch Fragen? Ihr erreicht Sven unter +49 221 534 109 338 oder per Mail an: sven.schaefers@itravel.de

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