Curacao Liqueur: Das Original gibt es nur in der Karibik

Das Geheimnis der Laraha-Orange

(Startbild: Marko Roth)

Wäre die Laraha-Orange eine Märchenfigur, so wäre sie wohl Aschenputtel. Oder das hässliche Entlein, das zum Schwan wird. Vielleicht auch Prinz Daniel von Schweden oder Bridget Jones. Denn ihre Geschichte ist geradezu gemacht für eine Erzählung mit Happy End: Als die Spanier im Jahre 1499 die karibische Insel Curacao entdeckten, brachten sie auch die saftige-süße Valencia-Orange mit sich, auf die sie so stolz waren. Sie sollte auch hier in der Karibik gedeihen und ihnen reiche Erträge bringen. Doch die brennende Sonne und die trockene Hitze machten den Plänen schnell einen Strich durch die Rechnung – anstatt saftig und süß zu sein verwandelte sich das Aroma der Orange in bitter und trocken. Kein Mensch wollte sie essen, selbst die Tiere schreckten vor ihr zurück.

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Wäre die Laraha-Orange nicht anders gereift wie erwartet, hätte es den Curacao Liqueur vielleicht nie gegeben.

So führte sie jahrelang ein Schattendasein und ward längst vergessen – bis eines Tages ein Mann namens Senior eine dieser Orangen aus Wut über ihre Trockenheit zerbrach – und plötzlich ein fein riechendes ätherisches Öl in seinen Händen wiederfand. Er beschloss, mit diesem Öl zu experimentieren und probierte allerlei Mixturen in seiner Fabrik aus – bis er schließlich einen Likör erhielt, dessen Geschmack ihn begeisterte. Um diesen optisch noch attraktiver zu gestalten, mischte er blauen Farbstoff dazu. Und schon nahm die Erfolgsstory des Curacao Liqueurs ihren Lauf…

Eine einzige Zehn-Quadratmeter-Destillerie produziert den „Genuine Curaçao of Curaçao Liqueur’“

Der Likör fand schnell Anklang in der Bevölkerung, die ihn vor allen in ihre Drinks mischte, bald probierten auch Gäste die leckeren Cocktails und waren begeistert. Die Nachfrage stieg, die Produktion läuft seitdem auf Hochtouren. Noch heute wird der original Curacao Liqueur in einer einzigen kleinen Destillerie in Willemstad gebraut – nach wie vor von der Familie Senior, die an dieser Familientradition festhält, nach wie vor in einem alten Kupferkessel.

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Eine kleine Destillerie in der Karibik produziert den „einzig wahren“ Blue Curacao.
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Wer eine Flasche ergattern möchte, der muss schon selbst in der Karibik vorbeischauen.

Doch die Zahl der Bitterorangen auf Curacao ist begrenzt und die Produktion deckt bei weitem nicht die Nachfrage. Deshalb wird der Drink von verschiedenen Herstellern weltweit produziert und unter dem Namen „Blue Curacao“ auf den Markt geworfen, zum Beispiel vom niederländischen Spirituosen-Hersteller Bols.

Ideal für erfrischende Cocktails und sonstige Leckereien

Verwendung findet der Likör in vielen leckeren Cocktails: In seiner farblosen Variante im Mai Tai, der Margarita und dem Cosmopolitan und als typisch blaue Zutat im Banana Blue, Blue Passion, Blue Haze und im Kamikaze. Aber auch zum Backen kann man ihn nutzen – so bildet er beispielsweise das besondere i-Tüpfelchen in einem saftigen Schokoladenkuchen. Unser Tipp: Einen Schuss Curacao Liqueur ins Bananenmilchshake mischen – die totale Erfrischung für den Sommer.

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Nicht nur in leckeren Cocktails macht der Likör eine gute Figur.

Die Hersteller aus Curacao empfehlen aber auch folgende zwei Cocktails:

Jolly Green Coder: 60 Milliliter Grüner Curaçao (geht aber auch in jeder anderen Farbe) in ein großes Glas mit Eiswürfeln gießen und mit Sprite auffüllen.
Second Honeymoon: 45 Milliliter Curaçao, 30 Milliliter Grapefruitsaft und 30 Milliliter Gin im Shaker mixen und das Ganze in einem Champagnerglas mit Crushed Ice servieren.

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Nur dies sind die „Genuine Curaçao of Curaçao Liqueur“-Flaschen!

Die schlechte Nachricht ist, dass das Original nirgendwo in Europa gekauft werden kann. Und die gute Nachricht? Jetzt habt ihr einen Grund mehr, Curacao zu besuchen. Sichert euch eure Flasche „Genuine Curaçao of Curaçao Liqueur’“und erlebt alle Highlights der Karibik!

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