Sagenumwoben und umwerfend schön: Der Ring of Kerry in Irland

Die „Route 66 Irlands“ – so wird der Ring of Kerry oft genannt, steht er doch seiner großen Schwester in den USA in kaum etwas nach. Auf der N70 erstrecken sich auf knapp 180 Kilometer die Naturschönheiten der Halbinsel Iveragh. Welche da wären: Steil abfallende Klippen, zerklüftete Küstenabschnitte, malerische Buchten und kleine Strände. Durch ganze vier irische Ortschaften, nämlich von Kenmare über Waterville nach Cathersiveen und Killorglin, führt diese Prachtstraße. Sie birgt viele Sehenswürdigkeiten und eine unglaubliche Naturvielfalt, die Reisende immer wieder in Staunen versetzt.

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Während dieser Tour werdet ihr immer wieder von der Ursprünglichkeit Irlands begeistert sein!
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Die Landschaft der „grünen Insel“ hat viele Facetten.

Die Kehrseite der Medaille? Die Strecke ist meist ziemlich voll. Doch keine Sorge. Wer sich die folgenden Tipps zu Herzen nimmt, der wird die Highlights des Ring of Kerrys voll und ganz genießen können.

1) Die Straße in entgegengesetzte Richtung fahren, also im Uhrzeigersinn von Killarney startend mit erstem Halt in schönen Killarney Nationalpark. Reisebusse und die meisten Privatreisenden nehmen klassischerweise den Weg im Uhrzeigersinn.

2) Die Abfahrtzeiten entweder vor oder weit nach dem Start der Reisebusse legen. Die Busse starten meist um 10:00 Uhr. Wer schon zwei Stunden vorher mit dem Mietwagen aufbricht, verschafft sich einen guten Vorsprung. Alternativ macht es Sinn, am Nachmittag loszufahren und unterwegs zu übernachten.

3) Genügend Zeit einplanen. Obwohl die Strecke durchaus in einem Tag mit dem Auto zu fahren ist, ist es sinnvoll, genügend Zeit – bestenfalls ein paar Tage – für diese Tour einzuplanen. Nur dann ist es möglich, die Natur voll und ganz zu genießen und spontan an besonders schönen Stellen zu verweilen.

4) Fernab der Touristenströme wandern oder radeln. In Killarney startet ein Wanderweg von 214 Kilometern Länge, der unter anderem durch das „Black Valley“ führt. Hier fühlt man sich der Natur besonders nahe. Wer einen Tick schneller vorankommen möchte, der schwingt sich aufs Fahrrad.

Dies sind die Highlights des Ring of Kerry:

Kenmare – Steinkreise der Wikinger
Die Stadt wurde einst von Wikingern heimgesucht, so erzählen es die Iren. Sie hinterließen hier den Steinkreis von Kenmare, der im Volksmund „The Shruberries“ genannt wird und den Steinkreis von Dromagorteen, auch unter dem Namen „The Judge and Jury“ bekannt. In Kenmare befindet sich auch eine der ältesten Brückenruinen Irlands: Die steile Cromwell-Bridge wurde der Legende nach vom englischen Staatsmann Oliver Cromwell nach einem Pakt mit dem Teufel in nur einem Tag errichtet.

Malerisches Sneem – eins der „Tiny Towns“ Irlands
Sauber, adrett und liebevoll hergerichtet: So präsentiert sich das kleine idyllische Örtchen mit seinen vielen bunten Häusern. Ein Platz, der zum Verweilen einlädt und einfach nur Ruhe und Frieden ausstrahlt. Einige Pubs und kleine Läden laden zum Besuch ein.

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Pittoresk und schön bunt – so präsentiert sich das „Tiny Town“ Sneem. ( Bild: Peter Heinrich_pixelio.de)

Parknasilla Islands – Tiererlebnisse für Groß und Klein
Im Oysterbed vor den Inseln tummeln sich mehrere Seehundfamilien, außerdem lassen sich zahlreiche Vogelarten beobachten. Ihr Lebensraum ist hier geschützt. Ein spannender Zeitvertreib, auch für Kinder!

Waterville – irischer Traumstrand
Waterville zählt zu den exklusiven Adressen Irlands, was sicherlich auch an dem schönen Strand liegt. Wer hier entlangspaziert, der gelant zu einigen Aussichtspunkten, die nur zu Fuß erreichbar sind. Der kleine Ort zieht Golfer und Angler aus dem ganzen Land an und ist stolz auf seinen bekanntesten Fan: Charlie Chaplin.

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Die Steinformationen sind für den Strand von Waterville typisch. (Bild: Peter Heinrich_pixelio.de)

Cahersiveen – Heimat eines irischen Helden
In diesem malerischen Ort wurde einer der größten irischen Helden geboren: Daniel O’Connell, auch bekannt als „The Liberator“, kämpfte zu Beginn des 19. Jahrhunderts für die Gleichberechtigung der Katholiken und für die Aufhebung der Union zwischen Irland und Großbritannien. Bis heute wird er im ganzen Land verehrt. Im Derrynane House erfahren Interessierte mehr über das Leben und Wirken dieses Mannes.

Killarney Nationalpark – Irlands Natur in ihrer ganzen Schönheit
Dieser Ort ist vor allem für Naturliebhaber und Aktivurlauber das Highlight der Strecke. Der Park ist reich an Seen und Wasserfällem und bietet durch seine gebirgsnahe Lage vielen verschiedenen Pflanzen und Tieren ideale Lebensbedingungen.

Streckenabschnitt zwischen Cahersiveen und Killorglin
Auf dieser Strecke entfaltet sich die gesamte landschaftliche Pracht Irlands. Fast an jeder Ecke gibt es einen Aussichtspunkt, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Küstenfelsen und das Meer genießen kann. Am 10. August jeden Jahres findet in Killorgin das „Puck Fair“ statt – ein verrücktes, irisches Fest, bei dem ein Ziegenbock zum König des Dorfes gekürt wird. Wer zufällig in der Nähe ist, sollte sich diesen traditionellen Klamauk nicht entgehen lassen.

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Eine der schönsten Straßen der Welt wartet mit vielen tollen Orten und Ausblicken auf euch! (Bild: Peter Heinrich_pixelio.de)

Fahrt den Ring of Kerry selber entlang und seht, welcher Ort euch am meisten fasziniert. Irland hat aber weitere tolle Ecken, die ihr auch besuchen solltet. Wir stellen euch eine individuelle Rundreise zusammen, die eure persönlichen Wünsche berücksichtigt.

 

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