26 Stunden lang Silvester feiern – so ist das (theoretisch) möglich

Und schon wieder steht Silvester vor der Tür. Die Möglichkeiten, das neue Jahr zu begrüßen, sind bekannterweise vielfältig. Aber wo knallen die Sektkorken eigentlich als erstes und welches Land muss am längsten auf den Jahreswechsel warten? Außerdem: Wie viele Silvesterpartys könnte man eigentlich miteinander verknüpfen? Die gute Nachricht ist: Um die 30 Mal wird das neue Jahr an verschiedenen Orten in der ganzen Welt begrüßt. Die schlechte Nachricht: Es ist leider praktisch unmöglich, alle Feierlichkeiten persönlich mitzuerleben. Lest selbst, wo schon überall der Bär steppt, während ihr euch noch für euren großen Silvesterabend vorbereitet. Warum eigentlich nicht schon zu jedem Jahreswechsel ein Gläschen mittrinken und sich auf die Party einstimmen…?

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Überall auf der Welt begrüßen die Menschen das neue Jahr – mal früher, mal später…(gnubier_pixelio-de)

Sektkorken knallen im Stundentakt

Samstag, 31.12.2016, 11:00 in Köln: Während du dich vermutlich gerade erst aus dem Bett rollst, ist Tonga das erste Land, in dem das neue Jahr begrüßt wird. Nur eine Viertelstunde später knallen die Korken auf den australischen Chatman Inseln. Um 12:00 Uhr – wenn du vielleicht gerade noch die letzten Einkäufe des Jahres tätigst – wird es in Neuseeland feucht-fröhlich, und in Australien läuten ab 14:00 die Neujahrsglocken. Über eine Millionen Menschen feiern hier an der Oper im Hafen von Sydney und an der Harbour Bridge mit dem längsten Feuerwerk der Welt: 12 Minuten erstrahlt der australische Himmel in den schönsten Farben – dabei steht jede Minute für einen Monat des beendeten Jahres und soll besiegeln, dass das neue Jahr ohne alten Ballast aus dem vergangenen Jahr begonnen werden kann. Um 16:00 schließen sich Japan und Südkorea den Feierlichkeiten an. Noch in der Silvesternacht lassen die Japaner beleuchtete Ballons mit Neujahrswünschen von einem Tempel aus in den Himmel steigen. Myanmar feiert um 18:00, Nepal um 19:15, und nur eine Viertelstunde später – um 19:30 – wenn ihr euch vielleicht gerade in Schale werft, schließen sich Indonesien und Sri Lanka an. Eine Stunde vor uns wird bereits in Griechenland und auch großen Teilen von Südafrika und Namibia gefeiert.

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Tapetenwechsel zu Silvester – wieso nicht das neue Jahr in der Ferne begrüßen? (Bild: verena-n-_pixelio-de)

Dann – endlich: 24:00 Uhr. Gemeinsam mit uns feiert fast ganz Europa – aber auch einige afrikanische Staaten wie Die Demokratische Republik Kongo und Kamerun. Einige Stunden später, nämlich um 3.00  ist Brasilien dran, gefolgt von Argentinien und Chile um 4.00 – dann, wenn hier die Partys langsam zu Ende gehen und der eine oder andere schon wieder friedlich schlummert.

Amerikaner müssen warten

Last but not least – so lautet das Motto in den USA. Dort müssen sich die Menschen am längsten gedulden, insbesondere die Hawaiianer, die erst ihre Gläser erheben, wenn bei uns die Neujahrsnacht schon längst vorbei ist – am 1. Januar um 11:00 Ortszeit Köln. Dafür feiern die Amerikaner besonders aufwendig – „klotzen, nicht kleckern“ heißt es hier vielen Ortes. Insbesondere der große Silvester-Countdown am Big Apple in New York ist jedes Jahr ein absolutes New Years Eve-Highlight, das in der ganzen Welt übertragen wird. Ein New Yorker Brauch ist, Wünsche für das neue Jahr auf Konfetti zu notieren und dieses dann an der „Wishing Wall“ am Time Square anzuheften. Diese werden dann gesammelt, durchgemischt und in die Luft geworfen.

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Am Times Square läuten Millionen Menschen gemeinsam den Countdown ein.

Dabei sein ist alles!

Wer Silvester einmal in der Ferne miterlebt hat, der weiß – es lohnt sich! Mit Spaniern zusammen um Mitternacht 12 Trauben essen, das vom Hupen der Kreuzfahrtschiffe untermalte Feuerwerk im Hafen von Madeira zu bestaunen oder einfach nur bei Freunden zu Hause zusammenzusitzen – an Silvester lernt man Land und Leute noch einmal auf eine ganz besondere Art und Weise kennen.

(Startbild: Franziska-Jud_pixelio.de)

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