Insider-Tipps für Irland: Bärtige Pferde und heiße Schokolade

Bei meinem ersten Besuch in Irland 2003 habe ich mein Herz an die kleine, grüne Insel verloren. Nach dem Abitur habe ich acht Monate als Au Pair an der Ostküste Irlands gelebt. Seitdem war ich jedes Jahr mindestens einmal in „Holy Moly Ireland“ und habe vor allem südlich von, aber auch in Dublin viel gesehen und erlebt. Dies hier sind kleine Abenteuer und Ausflüge, die ich jedem ans Herz legen würde, der irgendwann das Glück hat, Dublin und Umgebung besuchen zu dürfen.

Die Halbinsel Howth

Wer in Dublin ist, sollte sich einen halben Tag Zeit nehmen, um mit der DART zur Halbinsel Howth zu fahren. „DART“, bzw. „Dublin Area Rapid Transit“ nennt sich die Regionalbahn in und um Dublin, wobei „Rapid“ in diesem Fall Auslegungsssache ist. Aber so sieht man zumindest mehr von der Gegend ;-). In Howth gibt es einen hinreißenden, kleinen Hafen mit Leuchtturm, einen Markt für Kunsthandwerk und die Möglichkeit, nach „Ireland’s Eye“ überzusetzen. Auf der unbewohnten Insel gibt es lediglich einen Martello-Turm und eine kleine Kirche aus dem 8. Jahrhundert. Außerdem bietet der ca. 6 km lange Cliff Walk in Howth spektakuläre Aussichten auf die Küste und Dublin. Aber Achtung: Festes Schuhwerk mitnehmen, der Untergrund ist oftmals recht matschig.

Flickr: Chripell / CC
Der Martello-Turm auf der unbewohnten Insel „Ireland’s Eye“. Flickr: Chripell / CC

Bray Cliff Walk

Schon die Anreise zum Bray Cliff Walk mit der DART ist ein echtes Highlight. 45 Minuten dauert sie und führt direkt an der Küste entlang: Hinter jeder Kurve und jedem Tunnel verstecken sich neue, packende Perspektiven auf die Felsklippen und das Meer.

Die Wandertour startet im kleinen Städchen Bray und endet im ca. 7 Kilometer entfernten Greystones . Die Strecke beginnt direkt mit dem „schwersten“ Aufstieg (steiler wird’s nicht, aber auch für unerfahrene Wanderer absolut machbar) zum Bray Head. Die Verschnaufpause am Gipfelkreuz wird mit einem tollen Blick auf die Bucht und die Berge in der Ferne belohnt. Was es auf der Tour sonst so zu sehen gibt? Tunnel, die im Nichts enden, Seevögel, mit etwas Glück auch Seehunde, Lord Meath’s zerfallenes Häuschen und immer wieder tolle Ausblicke. Diese Impressionen teilen viele Irland-Reisende auf Instagram mit euch:

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Heiße Schokolade in der Happy Pear

Wer die 7 km lange Strecke hinter sich gebracht hat, sollte sich mit einer heißen Schokolade in der „Happy Pear“ in Greystones belohnen. Der kleine Laden – eine Mischung aus Bio-Gemüseladen, Café und Restaurant – hat spätestens seit dem riesen Erfolg der Kochbücher seiner Betreiber, der Flynn-Zwillinge, Kultstatus über Irlands Grenzen hinweg. Hätte es den Begriff „Behaglichkeit“ nicht vorher schon gegeben, wäre das Wort im Speiseraum der Happy Pear erfunden worden. Neben der besten heißen Schokolade Irlands und unglaublich gutem Kaffee gibt es verschiedene vegetarische Suppen, Salate und wechselnde Tagesgerichte – alles „Bio“ und alles unheimlich lecker. Auch der süße Zahn wird hier bedient. Mein Tipp: Rice Krispie Squares!

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Irland probieren – zum Beispiel das frische Obst und Gemüse der Insel.

Insider-Tipps für Irland: Die Wicklow Mountains

Ruinen, rauer Fels, pechschwarze Seen: Willkommen in den Wicklow Mountains! Hier gibt es viel zu sehen und ihr bekommt einen Hauch von Irlands Vergangenheit zu spüren.

Powerscourt Waterfall & Gardens

Der Powerscourt Wasserfall ist einer der Gründe, warum ich jedem empfehlen würde, Irland auch in den „kälteren“ Monaten eine Chance zu geben. Im Sommer wimmelt es hier nur von irischen Familien und Touristen, im Februar allerdings ist man hier mit etwas Glück sogar ganz allein. So könnt ihr den höchsten Wasserfall Irlands in aller Ruhe bestaunen, auf den Felsen rumklettern (Vorsicht, rutschig!) und einfach nur eine kleine Auszeit von der Wirklichkeit nehmen.

Weiter geht’s in die Powerscourt Gardens. Die Gärten des Anwesens gelten als schönste Anlage dieser Art in Irland. Besucher sollten unbedingt einen Abstecher zum Haustierfriedhof machen – hier liegen Hunde und Katzen, aber auch Pferde und Kühe mit kleinen Grabsteinen und Widmungen. Diese nach allerhand Kuriosem zu durchstöbern macht unheimlich Spaß!

Glendalough, das Tal der zwei Seen

Ein absolutes Highlight in den Wicklow Mountains: Das Glendalough Tal. Teile der Klosteranlage stammen aus dem 11. Jahrhundert. Beim Streifzug über den völlig verwitterten Friedhof fühlt man sich schnell wie in einer Filmkulisse. Wenn ihr etwas Zeit mitbringt, könnt ihr einen tollen Spaziergang um die beiden Seen unternehmen. Knorrige Bäume, plätschernde Bäche und moosbedeckte Hänge – hier scheint alles ein wenig verwunschen zu sein.

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Avoca

Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist und von Dublin in Richtung Süden auf der N11 unterwegs ist, sollte unbedingt einen Stopp bei Avoca in Kilmacanoge einlegen. Avoca-Shops gibt es auch in den größeren Städten, dieser hier aber ist ein Highlight, das ich jedem Irland-Reisenden empfehlen kann. Hier gibt es die handgewebten Decken, für die das Familienunternehmen Avoca berühmt ist, aber auch Kleidung, Delikatessen und allerhand zauberhaften Nippes. Das Beste: Ein wirklich märchenhafter, kleiner Garten! Schnappen Sie sich einen Platz draußen, genießen Sie ein Stück vom fantastischen Carrot Cake und vergessen Sie im Schatten der riesigen Bäume, dass es eine Welt da draußen gibt.

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Great Sugar Loaf

Seinen Namen verdient der Berg in den Wicklow Mountains seiner spitz zulaufenden Form – eben wie ein Zuckerhut. Der Aufstieg ist nur zum Ende hin etwas anstrengender, sonst aber für jeden ganz einfach zu meistern. Wenn man richtig viel Glück hat, darf man nicht nur die wunderbare Aussicht genießen, sondern trifft auch auf eine irische Berühmtheit: Den Irish Tinker oder auch Irish Cob. Das Besondere an dieser Pferderasse: Einige von ihnen haben einen Schnurrbart. Kein Witz. Einen Schnurrbart. Mit gekräuselten Enden.

Entdeckt eure persönlichen Insider-Tipps für Irland!

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