Heikes Plan B für Madeira

Was man auf der Blumeninsel außer Wandern noch alles unternehmen kann …

Im Oktober 2016 reiste itravel-Mitarbeiterin Heike gemeinsam mit ihrem Freund nach Madeira. Die Mittelmeerinsel, die zu Portugal gehört, ist vor allem für ihr ganzjährig mildes Klima, die große Blumenvielfalt sowie für die zahlreichen wunderschönen Wanderwege entlang der Levadas, der ehemaligen Bewässerungskanäle, bekannt. Schon im Vorfeld hatte sich Heike über die unterschiedlichen Touren informiert – aber auch ein Alternativprogramm für mögliche Regentage zusammengestellt. Ein kluger Zug von ihr – denn als sie, mit Wanderschuhen im Gepäck, auf der Insel ankam, musste sie feststellen, dass einige der Levada-Wege aufgrund von Regenschäden nicht zugängig oder zu gefährlich zu laufen waren oder man die Ausgangspunkte erst gar nicht erreichte, weil die Straßen dorthin gesperrt waren. Bis auf die Wanderung auf der Halbinsel Ponta de Sao Laurenco im Osten Madeiras sah es also für Heike und ihren Freund eher mau in punkto Trekking aus.

Sao Lourenco (2)
Wandern gehört auf Madeira zum Pflichtprogramm. Hier ist Heike auf der Halbinsel Sao Laurenco im Osten der Insel unterwegs.

Zu Fuß durch Funchal und mit dem Mietwagen über die Insel

Umso besser, dass Heike ihren Plan B in der Tasche hatte. So konnten sie und ihr Freund ausgiebig zu Fuß die Hauptstadt Funchal erkunden. Sie besuchten Ausstellungen und Museen, schlenderten die Straßenpromenade entlang, verweilten im Parque de Santa Catarina und probierten in den verschiedenen Restaurants auf der Rua de Carreira die typischen Gerichte wie den Rindfleischspieß Espetada und Espada – den Degenfisch, der meist mit Banane zubereitet wird. Drei Tage lang erkundeten sie die Insel mit dem Mietwagen, fuhren im eigenem Tempo die Süd- und Nordküste entlang und ließen sich einfach treiben. Manche Küstenabschnitte gefielen ihnen so gut, dass sie diese sogar mehrfach besuchten.

Funchal - Blick auf Hafen von Santa Catarina Park
Funchal, die Hauptstadt Madeiras, hat Heike gut gefallen. Vom Parque de Santa Catarina genießt man einen tollen Blick auf den Hafen.
Mietwagen - Nordküste (2)
Auch die schroffen Küsten Madeiras haben Heike fasziniert.

Autorennen, Kuh-Überraschungen und ein Ausflug mit dem Jeep

Bei Porto Moniz, wo man in den Meeresbecken schwimmen kann, gerieten die beiden überraschend in ein Autorennen und auf der Hochebene Paúl da Serra in dichte Nebelwolken, die ihnen die Sicht versperrten und aus denen ihnen plötzlich Kühe vor die Räder sprangen. Nur gut, dass die beiden im Schneckentempo unterwegs waren … Ein besonderes Highlight war für Heike der Halbtagesausflug mit dem Jeep von Funchal aus über das Tal der Nonnen bis zur Steilküste Gabo Giro – und zwar Off-Road, mitten durch den Wald, über unbefestigte Straßen und durch tiefe Furchen. Während der adrenalingeladenen Fahrt erfuhr sie vom Guide vieles über die Flora und Fauna der Insel – und durfte an einer kleinen Bar mitten in der Pampa das Nationalgetränk „poncha“, bestehend aus Orangen- und Zitronensaft sowie Zuckerrohrschnaps, probieren.

Jeep Tour - Weinberge (2)
Mal was anderes – mit dem Jeep erkundeten Heike und ihr Freund das Hinterland Madeiras.
Jeep Tour - Curral das Freiras
Das „Tal der Nonnen“ zieht sich tief durch die spektakuläre Landschaft Madeiras.
Cabo Girao (3)
Die Steilküste Gabo Giro ist nur etwas für Schwindelfreie!

Heikes Tipps für alle, die auf Madeira nicht nur wandern, sondern noch mehr erleben möchten:

Rua de Santa Maria in Funchal: Jedes Haus ein Kunstwerk – in dieser Straße sind die Fassaden aufwendig bemalt. Elegante Damen, Kettenvorhänge oder Bücherregale – den Künstlern wurde bei der Gestaltung freie Hand gelassen. Die Idee, die vernachlässigten Hauseingänge der Altstadt mit Leben zu füllen, stammt von José Maria Montero Zyberchema, welchem das italienische Dörfchen Valloria in Ligurien zum Vorbild war. Hier waren bereits 1994 die ersten Kunsttüren entstanden.

Lavatunnel in Sao Vicente: Eine einstündige Tour durch die Lavatunnel und -höhlen im vulkanischen Zentrum von Sao Vicente bietet einen guten Einblick in die Gesteinsgeschichte Madeiras. Weitere Informationen findet man auch in der Ausstellung des Zentrums.

Lavatunnel
Die Lavatunnel in Sao Vicente sind auch etwas für Schlechtwettertage auf Madeira.

Führung in der Old Blandy Wine Lodge: Gucken, riechen, schmecken – im Rahmen dieser Führung kommt man dem Madeirawein ganz nahe und erfährt allerhand über die Herstellung und Geschichte dieses Getränkes. Im Shop kann dann die eine oder andere Flasche Wein auch gekauft werden. In der Heimat freut man sich über solch ein Souvenir!

Militärmuseum in Funchal: Die Ausstellung im São Lourenço Palast, der Festung, die vom König D. Manuel I Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut worden war um die Bevölkerung von Funchal zu schützen, beherbergt eine Waffensammlung vom 18. Jahrhundert bis heute. Sie zeigt zudem die militärische Geschichte Madeiras und die Rolle der Insel während der Weltkriege.

Forte de Sao Tiago, Funchal: Ein schöner Ort mit tollem Blick vom Dach auf die Bucht von Funchal. In den Obergeschossen zeigt das Museum zeitgenössischer Kunst wechselnde Ausstellungen portugiesischer Künstler.

Museu Quinta das Cruzes: In der Ausstellung erfährt man vieles über die Geschichte des Landes und im Garten sind tolle archäologische Artefakte zu sehen. Zudem hat man eine großartige Aussicht auf Funchal und das Meer.

Dieses und viel mehr erwartet euch auf Madeira. Was ihr auf der Blumeninsel noch unternehmen solltet und welche Wanderung für wen geeignet ist, verraten wir euch gerne in einem Beratungsgespräch.

Kommentar verfassen