Experteninterview Peru

Endlich ist es soweit! Wir haben nun auch das wundervolle Peru in unser Südamerika-Reiseangebot aufgenommen! Auf unseren individuell für euch zusammengestellten Rundreisen könnt ihr zum Beispiel den Titicacasee besuchen, in der spektakulären Skylodge übernachten, das Nationalgetränk Pisco probieren und aus der Luft die Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampas de Jumana bestaunen.

 

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„Guten Morgen, Peru“ – Frühstück in der Skylodge.

Wir sprachen mit Isabell Böck von der PR-Agentur von Promperú, der peruanischen Kommission für die Förderung von Export und Tourismus, über die neue Trend-Destination, die alte Traditionen mit modernem Lebensstil kombiniert und zum fünften Mal in Folge bei den World Travel Awards zur besten kulinarischen Destination der Welt gewählt wurde.

Für was steht das Reiseziel Peru typischerweise – und welche ungeahnten Möglichkeiten werden Reisende dort andererseits überraschen?

Bei Peru kommt den meisten zu allererst Machu Picchu in den Sinn. Die Inkastätte ist natürlich die touristische Ikone des Landes und gehört auf jeden Fall auf die Bucket List – ebenso wie all die anderen Inkastätten im Land, darunter Choquequirao – auf der Lonely Planet Best in Travel Liste für 2017 oder Sacsayhuaman bei Cusco. Die meisten dieser archäologischen Stätten liegen inmitten atemberaubender Natur und sind Ziel von spektakulären Mehrtagestrekkings. Diese Verbindung aus Natur und Kultur ist ziemlich typisch für Peru.

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Vom zauberhaften Cusco starten die Trekkingtouren zu den Inka-Stätten in spektakulärer Naturkulisse.

Doch natürlich kann das sogenannte Land der Inka auch überraschen, und zwar ziemlich gut. Viele, die zum ersten Mal mit Perus Küche in Berührung kommen können kaum glauben wie köstlich diese ist. Inzwischen ist Perus Gastronomie weltberühmt, überall öffnen aktuell peruanische Restaurants – auch in Deutschland gibt es eine ganze Menge. Das Besondere an Perus Küche ist die Fusion aus Jahrtausende alten indigenen Rezepten und Zutaten mit Einflüssen aus Europa und Asien. Wer einmal das Fischgericht Ceviche probiert hat, möchte nie wieder etwas anderes essen.

Überraschend ist auch, dass es vor allem im Norden Perus schon lange vor den Inka Hochkulturen gab, die dort ihre Spuren hinterlassen haben. In Nordperu findet man zahllose archäologische Schätze von Kulturen wie den Chimú, Moche oder Chachapoyas. Gerade wer den Süden schon kennen- und lieben gelernt hat sollte sich aufmachen um Perus Norden zu entdecken.

Zu guter Letzt überrascht auch mich immer wieder die unglaubliche Vielfalt des Landes. Peru verteilt sich über drei geographische „Welten“ – das Amazonasgebiet, die Anden und die Pazifikküste. Dementsprechend groß ist das Angebot an Landschaften, Flora und Fauna – und vor allem an Outdoormöglichkeiten. Wer sich gern draußen bewegt und auf kleine oder große Abenteuer aus ist, ist in Peru genau richtig.

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Die Flora und Fauna Perus ist so bunt wie diese Papageien.

Wie sieht demnach eine ideale Peru-Reise aus? Was darf man auf keinen Fall verpassen und welche Geheimtipps gibt es?

Die klassische Reise beginnt in Lima und führt von dort aus in den Süden, entlang der Panamericana bis nach Paracas, von dort in die weiße Stadt Arequipa, nach Puno an den Titicacasee und am Ende das Highlight, Cusco und Machu Picchu. Die Region Paracas sollte man nicht nur wegen der Nasca-Linien besuchen, auch ein Abstecher in die Wüste zum Sandboarden oder für eine Buggytour sollte drin sein. Gourmets sollten ein oder zwei Nächte auf einem Weingut nahe Pisco verbringen, die Landschaft genießen und natürlich den ein oder anderen Wein – und den typischen Traubensaft Pisco –kosten. Wer mehr über Land und Leute erfahren möchte, sollte einen Aufenthalt bei einer lokalen Gemeinde einplanen, zum Beispiel am Titicacasee. Naturliebhabern empfehle ich eine Verlängerung in Madre de Dios, dem Dschungelgebiet in Südperu.

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Arequipa, Perus „weiße Stadt“, gehört genauso auf eure Bucket List wie …
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… der Titicacasee mit seinen schwimmenden Inseln.

Wer noch etwas Zeit hat sollte sich den Norden von Peru nicht entgehen lassen. Trekkingfreunde zieht es nach Áncash, wo mit dem Huascarán der höchste Berg Perus wartet. Mindestens genauso faszinierend sind die Region Amazonas mit Kuélap, der Festung der Nebelkrieger, oder die Moche Route durch die Regionen Lambayeque und La Libertad an der Küste. Hier kann man unglaublich viel über Perus faszinierende Geschichte erfahren. Den Amazonas-Regenwald rund um Iquitos kann man besonders gut im Rahmen einer Flußkreuzfahrt entdecken. Und, man glaubt es kaum, aber auch Perus Strände sind nicht zu verachten. Rund um Piura und Tumbes gibt es eine Menge Badeorte mit tollen Stränden, die nie überfüllt sind. Vor allem Surfer und Wellenreiter kommen hier voll auf ihre Kosten.

Mein letzter Tipp: unbedingt Lima eine Chance geben und nicht schon am ersten Tag gen Süden weiterreisen. Probiert euch durch Limas Restaurant, entdeckt das Hipsterviertel Barranco mit seinen tollen Boutiquen, Galerien und Bars, beobachtet die Paraglider über der Skyline von Miraflores und kommt erstmal richtig in Peru an.

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Spürt in Lima das südamerikanische Lebensgefühl.Von hier aus startet euer persönliches Peru-Abenteuer …
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Paragliding über Miraflores – auch das ist Peru.

Was sollte man vor einer Reise nach Peru unbedingt bedenken – zum Beispiel hinsichtlich der Sicherheit, der Verkehrswege oder auch körperlichen Voraussetzungen?

Ein wichtiges Thema ist die Höhenlage. Einige der Highlights, darunter Cusco und der Titicacasee, liegen auf schwindelnden 3500 bzw. 4000 Metern über dem Meeresspiegel. Um die Höhenkrankheit zu vermeiden sollte man es langsam angehen lassen: früh ins Bett, wenig oder keinen Alkohol trinken und sich nicht überanstrengen. Kommt es doch zu Kopfweh oder Schwindelgefühlen hilft Matetee.

Gerade im Süden sind die Verkehrswege sehr gut ausgebaut und auch im Norden wird aktuell viel in die Infrastruktur investiert. Die Sicherheit ist inzwischen in Peru kein Thema mehr. Wer klaren Menschenverstand walten lässt und keine unnötigen Risiken eingeht sollte keinerlei Probleme bekommen. Für Peru bestehen dieselben Sicherheitsvorkehrungen wie für andere Reiseziele. In diesem Sinne wird es empfohlen, dass ihr auf eure persönlichen Gegenstände an öffentlichen Orten aufpasst und einsame Örtlichkeiten in der Nacht vermeidet.

Wer sollte Peru unbedingt auf seine Bucket List setzen?

So klischeehaft es klingt, Peru ist ein Reiseziel für jedermann. Kulturinteressierte, Aktivreisende, Foodies – jeder kommt auf seinen Geschmack und findet das richtige Angebot.

Wieso sollte man gerade Peru als Reiseziel in Südamerika auswählen? Was hebt das Land zum Beispiel von Chile oder Argentinien ab?

Da gibt es für mich zwei Argumente. Zum Einen ist Peru die Wiege der südamerikanischen Kultur. Wer noch nie in Südamerika war, sollte seine Entdeckungstour in Peru beginnen und dort regelrecht in die faszinierende Geschichte Südamerikas eintauchen.

Zum anderen ist Peru so vielfältig, dass eine Reise durch Peru oft wie eine Reise durch mehrere Länder wirkt. Wer nach Peru reist, muss sich nicht zwischen Strand- oder Aktivurlaub, Küste, Dschungel oder Anden entscheiden sondern kann – bei ausreichend Zeit – alles während einer Tour entdecken. Eine Reise nach Peru kann vom Meeresspiegel bis auf 5000 Höhenmeter führen, mit Temperaturschwankungen von 5 Grad bis zu 30 Grad. Gerade deutsche Touristen werden so mit dem größtmöglichen Angebot für die lange Anreise entschädigt.

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Peru birgt unendlich viele Geheimnisse, die es zu entdecken gibt. Wie wird wohl dein individuelles Peru-Highlight aussehen?

Aber natürlich gibt es noch so viele andere Argumente…die Küche, die Natur, die Kultur, und vor allem die Menschen!

Wir danken Isabell Böck für diese interessanten Antworten – wir wollen jetzt ganz schnell dort hin und alles selbst erleben! Welche individuellen Möglichkeiten das Land für jeden einzelnen von euch noch bietet, das wissen unsere Reiseexperten und beraten euch gerne.

Sind wir uns also einig, dass die nächste Reise nach Peru geht?

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