Ich bin von der abwechslungsreichen Tierwelt Afrikas einfach hin und weg. Zu einem Traumurlaub in Südafrika gehört für mich daher natürlich auch eine Safari dazu. Ich hatte bisher viel Glück und konnte unter anderem aus nächster Nähe beobachten, wie Löwen und Hyänen um Beute streiten, Nilpferde in einem Wasserloch entspannen und Elefantenherden nur wenige Zentimeter von mir entfernt gemächlich durchs Gebüsch schreiten. Damit auch ihr eine unvergessliche Zeit in meiner Wahlheimat verbringt, empfehle ich euch diese Nationalparks und Game Reserves:

Krüger Nationalpark

Der größte und wohl auch bekannteste Nationalpark in Südafrika ist der Krüger Nationalpark. Ich begebe mich hier – ausgestattet mit einer detaillierten Karte, die in den Shops der größeren Camps verfügbar ist – immer wieder mit großer Euphorie auf die Spur von wilden Tieren. Am einfachsten ist es, die Big Five – Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn – im südlichen Teil des Parks zu entdecken. Im Gegensatz zum Norden ist der Süden nicht so dicht bewuchert, sodass man definitiv bessere Chancen hat, sämtliche Tierarten zu erspähen. Ganz gleich, ob ihr mit eurem Partner in einer schicken Luxuslodge oder mit der ganzen Familie auf einem Zeltplatz übernachtet, ihr solltet unbedingt eine Pirschfahrt mit einem erfahrenen Ranger buchen. Meine Favoriten sind die Touren während des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs, wenn die ohnehin schon atemberaubende Kulisse in warme Pastelltöne getaucht wird. Außerdem kann ich bestätigen, dass man zu diesen Zeiten fast immer Löwen, Leoparden und Geparden sieht. Ganz begeistert bin ich auch von den nächtlichen Fahrten, da sich der Nationalpark dann noch einmal von einer ganz anderen Seite zeigt. Zu später Stunde sind zahlreiche Tiere wie Wildkatzen, Eulen und Stachelschweine unterwegs.

Riebesel, Katharina_Kruger Nationalpark
Nashörner gehören zu den beeindruckendsten Bewohnern Südafrikas.

Addo Elephant Park

Wenn ihr auf eurer Südafrikareise nicht viel Zeit habt und trotzdem ein Safari-Erlebnis unterbringen möchtet, ist der Addo Elephant Park die richtige Wahl. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Tag vollkommen ausreicht, um gemütlich durch den gesamten Addo zu fahren. Ich habe einen Besuch des Nationalparks bisher immer mit einem Roadtrip entlang der Garden Route verbunden. Unweit vom zentralen Gate gibt es ein Restaurant, wo leckere Steaks und Salate angeboten werden, sowie ein Besucherzentrum samt Museum. Wie der Name des Parks bereits verrät, gibt es im Addo hauptsächlich Elefanten – genauer gesagt rund 600 der prächtigen Giganten. Warzenschweine – von Besuchern und Einheimischen liebevoll Pumba genannt – und die Antilopengattung Kudu gehören zu weiteren Tieren, die mir hier immer wieder vor die Kamera laufen. Normalerweise ziehen sich die Elefanten gerne in die Büsche zurück, aber nach regenreichen Tagen können sie dem frischen Gras auf den offenen Rasenflächen nicht widerstehen. Mit etwas Glück bekommt ihr sogar einen der Löwen zu sehen – dies war mir jedoch nicht bei jedem meiner Besuche gegönnt. Aus meiner Sicht sind die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner ein weiteres Highlight des Addo Elephant Park.

iSimangaliso Wetland Park

An der Ostküste Südafrikas herrscht, anders als bei mir in Kapstadt, dank des Indischen Ozeans ganzjährig ein eher tropisches Klima. In dem iSimangaliso Wetland Park, unweit von der Grenze zu Mozambique entfernt, fahrt ihr durch ein regenwaldähnliches Gebiet. Wer wie ich von Krokodilen, Nashörnern und Nilpferden fasziniert ist und die Tiere schon immer mal in ihrem ursprünglichen Lebensraum beobachten wollte, wird hier gleich zwei Speicherkarten für seine Kamera benötigen. Ich spreche da aus Erfahrung. Der Park ist definitiv weniger überrannt als die größeren Nationalparks. Mich hat vor allem der abenteuerliche Dschungelcharakter sofort überzeugt. Das Gebiet ist auch das Zuhause von Schildkröten und diversen Affenarten. Südlich des Nationalparks befindet sich St. Lucia, wo ich bislang immer übernachtet habe. Das Besondere an dem Städtchen ist, dass hier nachts Hippos durch die Straßen laufen. Ich musste auf dem Weg vom Restaurant zu meiner Unterkunft an einem Abend akzeptieren, dass die Nilpferde eine der Straßen zu ihrem Revier erklärt haben und den Weg partout nicht freigeben wollten. Obwohl die Tiere liebenswert aussehen, sollte man lieber einen großzügigen Sicherheitsabstand einhalten.

Riebesel, Katharina_Wetland Park
Sehen niedlich aus, können aber durchaus gefährlich werden – Südafrikas Flusspferde.

Kgalagadi Transfrontier Park

Ihr wollt im Safariurlaub einfach nur abschalten und dem Touristentrubel entkommen? Dann solltet ihr ein langes Wochenende im Kgalagadi Transfrontier Park einplanen, der Teile von Südafrika sowie Botswana umfasst und an Namibia grenzt. Wer wie ich gerne Landschaften fotografiert, hat hier die Möglichkeit, die roten Dünen der Kalahari-Wüste einzufangen. Einheimische, die in der Gegend jedes Sandkorn kennen, haben viele Geschichten über die Vergangenheit der Region parat. Der Name „Kgalagadi“ bedeutet übersetzt übrigens so viel wie „Ort des Durstes“ und passt daher wunderbar zu dem Nationalpark. Für mich erzeugen solche Regionen, die abseits von Großstädten liegen, oftmals noch viel authentischer ein gewisses Afrikafeeling. Große Herden von Gnus, Elanantilopen sowie Springböcke prägen hier das Landschaftsbild. Für mich muss nicht bei jeder Safari ein Löwe an jedem zweiten Baum sitzen und dieser Nationalpark beweist, dass es ebenso spannend ist, andere Tierarten oder einfach nur die Landschaft zu genießen.

Riebesel, Katharina_Gnu_Frontier Park
Wer beäugt hier wen? Dieses Gnu ist mindestens so neugierig wie ihr …

Aquila Private Game Reserve

Für Städteurlauber in Kapstadt gibt es mehrere Möglichkeiten, nahe der Metropole Giraffen, Zebras und Co zu erleben. Das Aquila Private Game Reserve ist eine davon. Ich bin bereits mehrmals mit Gästen aus Deutschland in das private Reservat gefahren, das von Kapstadt aus in rund zweieinhalb Stunden Fahrzeit zu erreichen ist. Von einer rund dreistündigen Safari im Jeep über Ausritte bis zu Verwöhnwochenenden kann ich hier alles empfehlen. Das Essen ist super und im Sommer können sich auch Tagesbesucher im Pool abkühlen – inklusive Blick aufs Wasserloch. Wie in den meisten kleinen Parks sind die Löwen auch hier auf einem eigenen Gelände untergebracht. Aquila betreibt zudem ein Rettungszentrum, wo aktuell mehrere Geparden, ein Leopard sowie Krokodile aufgepäppelt werden. Besonders gefällt mir die Tatsache, dass sich sowohl Betreiber als auch Angestellte des Parks für das Wohl ihrer Nashörner einsetzen. Um die Tiere vor Wilderern zu schützen, leben einige Ranger sogar direkt im Reservat. Binnen eines Tagesausflugs ist es also durchaus möglich, eine gute Bandbreite von Afrikas aufregender Tierwelt kennen zu lernen.

Riebesel, Katharina_Aquila
Zebras sind anmutig und elegant, manchmal gar nicht so scheu und immer ein tolles Fotomotiv.

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