Unsere ehemalige Sales-Kollegin Silvia liegt während ihrer Reisen nicht nur am Strand herum. Im Gegenteil: Sie geht mit Haien tauchen oder klettert in einen aktiven Vulkan. Lest hier ihre Geschichte dazu:

In Indonesien war ich schon ein paar Mal, der Fokus lag bisher eher auf den unglaublich weißen Traumstränden und den außergewöhnlichen Tieren, wie zum Beispiel den faszinierenden Komodo-Waranen. Bei meiner letzten Reise zog es meinen Mann und mich aus einem anderen Grund nach Indonesien: Wir wollten auf die Insel Java, um dort in einen aktiven Vulkan zu klettern. Da es in Indonesien zahlreiche Vulkane gibt, insbesondere auf Java, mussten wir eine Wahl treffen – diese fiel auf den „Ijen Crater“.

Vulkan
Nach einer Woche Rundreise vom Westen in den Osten Javas stand uns das Highlight dieses Urlaubs bevor. Um den Kraterrand des Ijen zu erreichen, mussten drei Kilometer steil bergauf zu Fuß bewältigt werden. Wegen der enormen Steigung fühlte sich die relativ kurze Strecke ziemlich weit an. Doch der sich bei einem erfolgreichem Aufstieg bietende Anblick erwies sich als definitiv lohnenswert. Der blaue Kratersee umgeben von skurrilen Felsformationen, eingebettet in eine bizarre Mondlandschaft… das sieht schon besonders aus. Raubvögel zogen ihre Kreise über uns, Schwefeldampf stieg langsam vom Inneren des Vulkans nach oben und die letzten Arbeiter kamen uns mit ihren 90 kg schweren Schwefel-Körben entgegen, um Ihrem wohlverdienten Feierabend entgegenzulaufen.

Einstieg in den Vulkan
Für uns zwei ging es nun erst richtig los: Wir wollten ja noch in den Vulkan. Jetzt kam der wirklich beschwerliche Weg. Der Weg bergab ist extrem steil, die großen Steine sind wacklig, die kleinen Steine sind rutschig – an vielen Stellen fehlt jeglicher Halt. Erschwert wurde das Unterfangen zusätzlich dadurch, dass mein Mann und ich unsere richtigen Schuhe im Hotel vergessen hatten – also ging es für uns mit Flip Flops in einen aktiven Vulkan.

Vulkan

Der Abstieg erwies sich als anspruchsvoller als erwartet – doch irgendwann waren wir im Inneren des Vulkans angelangt. Und dort – mit den ersten Sonnenstrahlen, die sich nun endlich Ihren Weg durch die Wolken bahnten – dort in dieser stillen Welt kam eine unbegreifliche Schönheit zum Vorschein. Unwirklich schön strahlt der gelbe Schwefel und spiegelt sich im dampfenden Kratersee. Rote und gelbe Flüssigkeiten quellen aus den riesigen Kraterwänden hervor, die den Blick auf einen der majestätischsten Sonnenuntergänge meines Lebens zulassen.

Ein surreales Szenario

Das Ganze konnte nur durch ein weiteres Phänomen getoppt werden: Als die Sonne unterging, fing der Schwefel an, blau zu leuchten – wie blaue Flammen! Diese Flammen tanzten an der Kraterwand entlang und im Hintergrund leuchtete der Mond. Mit diesem Anblick im Rücken kletterten wir spät nachts den Krater wieder hoch. Oben wieder angekommen blickten wir dann einem phantastischen Sternenhimmel entgegen – selten habe ich so eine friedvolle Umgebung gespürt… ein unglaublich schöner Tag!

Wenn Sie jetzt auch Lust haben, nach Indonesien zu reisen – egal ob mit Vulkaneinstieg oder ohne – wir beraten Sie gern!

 

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