5 Orte, die man im (Süd-)Osten Australiens gesehen haben muss

Unsere Redakteurin Kristin Hofer war in Australien unterwegs. Ihr Fazit: Es hat durchaus seinen Reiz, abseits der ausgetrampelten Touristenpfade unterwegs zu sein und an einsamen Stränden in der Hängematte zu baumeln. Wer jedoch ans andere Ende der Welt bis nach Australien fliegt, der sollte sich auch Zeit für einige spektakuläre Wunder der Natur sowie kulturelle Sahnestücke nehmen. Neben vier unumstrittenen Highlights im (Süd-)Osten Australiens präsentiere ich euch auch einen persönlichen Höhepunkt unserer Reise in das Land der unbeschreiblichen Weite:

Australiens liebenswertestes Highlight – der Koalabär.

Sydney

Hinter uns die kleinen Häuschen eines modernen Vororts von Sydney und vor uns das unendlich blaue Meer und ein weiter Sandstrand, auf dem sich an einem ganz gewöhnlichen Frühlingstag die Badelustigen tummelten. Das Rauschen des Meeres wechselt sich mit dem Zwitschern der Vögel ab und nach unserem Zwischenstopp in der staubigen, trockenheißen Wüstenstadt Dubai habe ich den Eindruck, ich sei im Paradies. Sydney ist wirklich eine ganz besondere Stadt. Mit ihren vier Millionen Einwohnern steckt sie voller pulsierendem Leben, fasziniert aber gleichzeitig durch ihre ruhige Gelassenheit und einer Fülle beschaulicher Orte. Wer dem Trubel entfliehen möchte, setzt sich einfach auf eine Fähre und lässt sich entlang der gigantischen Skyline, der Harbour Bridge sowie dem berühmten Opera House zu einem der schönen Stadtstrände schippern.

Start einer jeden Australien-Reise: Das unglaublich schöne Sydney!

Fraser Island

Man wird ganz schön durchgeschüttelt, wenn man so wie wir einen Tagesausflug zur größten Sandinsel der Welt bucht. Denn auf der Insel gibt es keine Straßen. Man fährt – oder besser gesagt holpert – mit einem geländegängigen Bus querfeldein auf hügeligen Sandwegen: durch dichten Regenwald, vorbei an kristallklaren Bächlein und Seen bis zu einem kilometerlangen Strand im Osten der Insel, der gleichzeitig der offizielle Highway der Insel ist. Weiter geht’s mit dem Bus auf dieser „Autobahn“ den Strand entlang. Die Gischt des glitzernden Meeres spritzt bis zu den Fenstern hoch. Ein fast hundert Jahre altes, von Rost rotbraun gefärbtes Schiffswrack liegt direkt am Strand und zerfällt langsam in seine Einzelteile. Auch wenn es sehr einladend wirkt: Dem Meer sollte man sich nicht zu weit nähern, denn hier gibt es zahlreiche Haie und tückische Strömungen.

Fraser Island – für viele das schönste Fleckchen Australien.

Whitsunday Islands

Absolut atemberaubend waren für uns die Whitsunday Islands, welche sich vor der Ostküste Australiens in der Nähe des Great Barrier Reefs von Norden nach Süden ziehen. Grünblaues, glasklares Wasser und blendend weiße Sandstrände, die sich zum Teil wie Sicheln aus dem Wasser erheben, geben einem das Gefühl, es handle sich nicht um eine reale Landschaft, sondern um ein Gemälde oder ein Foto aus einem Bildband. Wenn man Glück hat, kann man zwischen Mai und September Buckelwale sehen, die hier ihre Jungen zur Welt bringen. Ein weniger nettes Tierchen ist hier – wie generell an der Nordostküste Australiens – zwischen Oktober und Mai anzutreffen: die Seewespe, eine sehr giftige Quallenart. Um sich vor ihr zu schützen, kann man sich auf den Booten Neoprenanzüge ausleihen. Zugegeben, es gibt schöneres, als sich bei tropischen Temperaturen in einen hautengen Ganzkörperanzug aus Gummi reinzuquetschen, aber man gewöhnt sich daran.

Ein Abstecher zu den schönen australischen Inseln ist ein Muss für Strandliebhaber und Sonnenanbeter.

Great Ocean Road

Es lohnt sich, an dieser spektakulären Küste mit dem Auto oder dem Camper entlang zu cruisen und die einzigartigen Ausblicke auf sich wirken zu lassen. Die Great Ocean Road beginnt kurz hinter Melbourne und erstreckt sich rund 240 Kilometer Richtung Adelaide. Nach der sonnenverwöhnten Ostküste mit den kleinkindtauglichen, flachen Sandstränden empfängt einen hier eine raue, wilde See, die sich erbarmungslos in die Klippen frisst. Besonders beeindruckend sind die so genannten „12 Aposteln“: Aus dem Meer herausragende 60 m hohe Felsen aus Kalkstein, von denen viele schon dem Meer zum Opfer gefallen sind. Besonders beim Sonnenauf- und -untergang werden die zwölf Apostel in spektakuläres Licht getaucht, was sie nahezu unwirklich erscheinen lässt.

Die Great Ocean Road ist das Highlight im Südosten Australiens.

Phillip Island

Die Insel, südöstlich von Melbourne gelegen, ist eines meiner persönlichen Highlights. Fasziniert haben mich die wilde, windumtoste Landschaft mit den krächzenden Seevögeln, die dort in aller Seelenruhe gebrütet haben. Auch die vielen Koalabären, die tiefenentspannt auf den Ästen der Eukalyptusbäume sitzen und entweder schlafen oder genüsslich Eukalyptusblätter mümmeln, prägen das Gesicht der Insel. Der absolute Höhepunkt sind jedoch die putzigen Zwergpinguine, die jeden Abend bei Einbruch der Dämmerung den gleichen Strand aufsuchen. Einer nach dem anderen lässt sich von den Wellen an den Strand tragen. Wenn sich eine größere Gruppe am Strand eingefunden hat, watscheln sie alle im Gleichschritt und ungestört von den Menschen, die sie beobachten, Richtung Hinterland. Dort warten die grau-wuscheligen Nachkommen der Pinguine schon ungeduldig auf ihre Mahlzeit, was sie lautstark kundtun – sie könnten ja sonst übersehen werden.

Philip Island – wild und unbezwungen. Australiens Koalas wissen, wo es schön ist …

Ob Wunder der Natur, quirliges Städteleben oder knuffige Tiere: Was eure Australien-Highlights sind, findet ihr am besten selber heraus.

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