Seitdem die kubanische Regierung 2010 die Lizenzen für kleine und mittlere Betriebe erweitert hat, entstanden viele Geschäfte und Restaurants in den Wohnungen der Inhaber. Da diese jedoch teilweise nicht besonders groß sind, müssen die Betreiber kreativ werden.

havanna kuba

Die ungewöhnlichste Lösung hatte sicherlich Marta Castaeda. Als sie 2010 ihre Lizenz zur Eröffnung einer Pizzeria in Havanna erhielt, war es ihr Plan, eine besondere Pizza anzubieten. Deswegen nannte sie die Pizzeria „A Mi Manera“ (z. dt. „Nach meiner eigenen Art“). Doch dass nicht nur die Pizza besonders werden würde, sondern auch die Art, wie sie zum Kunde gelangt, war Marta Castaeda damals noch nicht bewusst.

Sie stellte fest, dass ihr Apartment in Kubas Hauptstadt Havanna zu klein war, um darin Gäste zu empfangen, Bestellungen aufzunehmen und Pizzas zu backen. Also verlegte sie die Küche kurzerhand auf das Dach des Gebäudes. Seitdem werden die Bestellungen im Erdgeschoss aufgenommen, per Telefon in die Küche gegeben und die Pizza in einem Korb vom Balkon runter auf die Straße geliefert. Unüblich aber effektiv, denn die Flying Pizzas erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch wenn ab und zu mal eine Pizza auf dem Gesicht des Kunden landet.

Ihr möchtet die Pizza einmal selbst probieren? Bei einer Rundreise durch Kuba könnt Ihr die Hauptstadt Havanna mit all ihren Facetten erkunden – auch kulinarisch!

 

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